Beiträge von Merrie

    @ flying-paws Okay. Vielen Dank für den Tipp. Da muss ich mal recherchieren, wo ich so jemanden finde.


    Und - kurzes Update: Als ich zum Kochen rüber bin, ist sie nicht mit, kam dann aber eine halbe Stunde später mit meinem Mann, als er zum essen kam. Bei der Mittagsrunde war alles gut. Sie ist problemlos mitgegangen, ist über das Schneefeld gerast und entspannt und fröhlich im Sonnenschein gelaufen. Im Wald hat sie sich sogar einen Fichtenzapfen geholt um zu spielen. Später im Waldstück, wo ich sie an einer unübersichtlichen Stelle immer anleine, ist sie auch an dieser entspannt mitgelaufen.

    Hallo zusammen,

    Achtung! Ich hole etwas aus: Heute geht es um meine zweijährige Zwergpudelhündin. Sie mag momentan nicht mehr mit auf Spaziergänge. Sie hat Stress und Angst.

    Ich denke, es gibt auch einen Auslöser dafür. Vor ein paar Tagen bin ich die Abendrunde mit beiden gelaufen - erst ein Stück im Wald und dann auf die Straße. Da ca. 300 Meter an der stark befahrenen Bundesstraße, Leinen kurz. Irmi läuft allgemein nicht gerne an der Straße. Im Ort dann war sie gleich entspannter, Leine länger und die beiden am schnüffeln. An einer Laterne hat Monty plötzlich kurz aufgejault. Ich weiß nicht, ob er sich erschreckt hatte oder weh getan (genauso jault er wenn Irmi ihn ab zu zu maßregelt indem sie an seinem Ohr zieht - also kennt sie das Aufjaulen eigentlich). Für ihn war gleich wieder alles in Ordnung. Aber Irmi, au weja, Rute nach unten und nur noch an der Leine gezogen. Ich dachte, ich tu so, als wär nichts gewesen, hab nur gesagt "alles gut" und bin weiter. Wäre ich direkt nach Hause hätte ich ca. 20 Minuten gebraucht. Mein Gedanke war, ich geh jetzt einfach mal weiter und weiter, damit Irmi merkt alles okay. Also bin ich insgesamt noch ca. 40 Minuten gelaufen. Wahrscheinlich hätte ich das nicht tun sollen. Es wurde immer schlimmer mit ihr, sie hat gezogen, gezittert und gehechelt und wenn ich wegen Monty stehen geblieben bin, ist sie an mir hoch und wollte auf den Arm. Ehrlichgesagt hab ich sie dann auch kurz hoch genommen und versucht sie zu beruhigen. Keine Ahnung, ob ich damit die Angst verstärkt habe oder doch ein bisschen beruhigt.

    Einen Tag später wollte sie bei der Frührunde nicht so richtig mit, da ist sie mitten auf dem gewohnten Weg einfach stehen geblieben. Ich bin erst mal weiter und sie kam auf mein Rufen nicht hinterher. Ich also zurück, Hund angeleint und einfach mitgenommen. Sie sehr unentspannt mitgelaufen. Hier muss ich dazu sagen, dass seit ein paar Tagen im Wald, der hinter dem Bach neben dem Spazierweg liegt, früh morgens zurzeit Bäume gefällt werden. Laute Maschinen, Lichter die durch die Bäume scheinen. Da hatte sie vor dem oben erwähnten Vorfall höchstens mal gebellt, ist aber immer mit ohne Leine. Aber vielleicht ist das jetzt doch auch ein Trigger, dass sie nicht mehr mit will...

    Am gleichen Tag die Abendrunde - alles erst mal okay. Beide Hunde ohne Leine auch auf einem gewohnten Weg Richtung Sportplatz. Hier bin ich hinter dem Clubhaus rum und sie ist da schon stehen geblieben. Ich erst mal weiter - in der Zeit ist sie vor das Clubhaus gelaufen und wieder stehen geblieben. Ich bin mit Monty dann auf dem Weg weiter, in der Hoffnung, sie folgt uns. Hier gibt es die Möglichkeit zur Straße zu laufen und über diese Heim oder eine große Schleife auf dem Weg zurück zum Clubhaus und dann wieder nach Hause (vielleicht dachte sie, ich will über die verhasste Straße gehen). Ich hab mit der Taschenlampe alles abgescannt (es ist sehr übersichtlich, die Schleife verläuft um eine große Wiese - momentan Schneefläche), keine Menschen bzw. Hunde in Sicht. Ich wollte einfach testen, ob sie nachkommt. Leider hat sie das nicht gemacht. Hat sie unsere Schritte im knirschenden Schnee die ganze Zeit gehört, uns gesehen (Taschenlampe, Monty's Leuchthalsband) und deshalb einfach gewartet bis wir wieder bei ihr sind? Ich konnte sie ja auch sehen mit der Taschenlampe und vergewissern, dass sie immer noch da steht. Diese Runde hat ca. gut 5 Minuten gedauert. Als wir wieder bei ihr waren, hat sie erst mal Monty gemaßregelt. Ich hab sie ignoriert und wir sind nach Hause.

    Gestern Abend und heute Morgen habe ich sie jetzt einfach mal Zuhause gelassen, weil sie nicht mit wollte und bin mit Monty alleine los.

    Außerdem mag sie mittags auch nicht mehr mit rüber ins Haus wenn ich kochen gehe ( wir sind ja selbständig und haben den Betrieb direkt neben dem Wohnhaus). Ich nehme die Hunde dann immer mit und lasse sie dann raus in den Garten zum Lösen. Nach dem Essen gehen wir dann unsere Mittagsrunde. Hier war es vor ein paar Wochen so, dass genau in dem Moment als ich sie rausgelassen habe, zwei Düsenjäger über uns durch sind. Da hat sie sich erschrocken und ist gleich wieder rein. Am Tag darauf hat unser Holzofen laute Geräusche gemacht. Da ist sie ab nach oben (Monty ganz entspannt vor dem Ofen gesessen). Ob das die Auslöser sind, keine Ahnung. Jetzt mache ich es so, dass ich versuche, sie mit rüber zu nehmen und wenn sie nicht will, lasse ich sie im Büro und hole sie dann dort zur Mittagsrunde. Manchmal kommt sie aber auch mit.

    Habt ihr einen Rat, wie ich vorgehen soll. Sie ins Auto zu packen um irgendwo anders zu laufen schaffe ich zeitlich höchstens abends oder Sonntagnachmittag. Soll ich sie "zwingen" und an der Leine mitnehmen oder einfach mal ein paar Tage zuhause lassen und stattdessen drin geistig und durch Spiel auslasten? Lösen kann sie sich gut in unserem Garten. Und soll ich sie in der Mittagspause auch einfach weiter im Büro liegen lassen oder mich "durchsetzen" und sie mit rüber nehmen?

    Ich frage mich halt, ob unsere Beziehung gestört ist oder sie mir nicht mehr vertraut. Komisch, das alles. Sie ist eigentlich kein ängstlicher Hund.

    Im Oktober wurde sie kastriert - ich weiß nicht, ob das evtl. relevant ist.

    Vielen Dank für's Lesen und eure Ratschläge.

    Ich arbeite die ganze Woche 9 Stunden täglich plus Samstagvormittag.

    Morgens gehe ich vor der Arbeit 30-40 Minuten, in der Mittagspause 30 Minuten und abends gerne mal gut eine Stunde, da mal mehr, mal weniger. Zuhause dann noch etwas Training bzw. geistige Auslastung. Morgens und abends ist es stockdunkel und ich bin mit Kopf- und Taschenlampe unterwegs. Gestern Abend mitten durch den Wald - ich bin echt bescheuert, wollte einfach Abwechslung rein bringen. War ich froh als ich wieder draußen war. Neulich mit klarem Himmel und vollem Mond war das kein Problem im Wald, da hat dann auch der Schnee schön reflektiert.

    Eigentlich gehe ich bei jedem Wetter. Irmi hasst allerdings Wasser von oben und sträubt sich wenn es stark regnet und stürmt. Da lasse ich den Spaziergang schon mal ausfallen und ich mach einfach etwas Training im Haus. Lösen kann sie sich im Garten.

    Momentan ist es abartig mit dem Laufen. Seit diesem Jahr werden hier die Wege nicht mehr geräumt und mit Kies bestreut. Es ist sauglatt und man kann nur am Rand der Wege laufen aber auch da ist sehr gefährlich. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht ausrutscht. Geht man an der Straße auf dem Bürgersteig ist der voller Salz. Das ist halt kacke für die Pfoten. Die streuen sogar wenn die Bürgersteige furztrocken sind. Vorletzte Woche tagsüber absoluter Sonnenschein und alles trocken. Trotzdem fährt neulich morgens der Streudienst hinter mir auf dem Bürgersteig, ich mit den Hunden ein Stück die Halde runter damit er uns nicht über den Haufen fährt - ergießt sich eine Riesenladung Salz direkt auf die Hunde...

    Ich freu mich auf den Frühling, wenn die Tage länger werden und es taut. Aber das dauert bei uns noch ewig. Die Hunde lieben es im Schnee zu rennen, wenn der frisch gefallen ist.

    Alles klar.

    Danke für die weiteren Ratschläge.

    Also erst mal nur etwas Training und später andere Auslastung.

    Er kann ja schon vom vorherigen Zuhause Sitz, Rolle, Pfötchen und sowas. Ich kann ihn auf den Spaziergängen auch super abrufen, auch wenn jemand kommt, trotzdem er kläfft. Er schaut auch immer wo ich bin. Je nach Tageszeit läuft er an der Schlepp oder auch mal frei. Er macht auch auf Kommando Sitz wenn andere Hunde kommen aber dann bellt er halt sitzend weiter.

    Das Büro ist klein. Er hat seine Decke neben mir und da pennt er. Das gibt ihm wohl Sicherheit. Es gibt keinerlei Aktivitäten.

    Unser Haus ist groß. Ich wusel halt da nach Feierabend viel rum. Waschküche, Küche, Treppe hoch, Treppe runter. Klar, dass es für ihn (auch für die Ersthündin) nicht so einfach ist , mich sicher bei sich um sich zu haben. Manchmal verfolgen sie mich. Manchmal bleiben sie in einem anderen Zimmer, ab und zu sogar getrennt voneinander in verschiedenen Räumen.

    Vielen Dank nochmal.

    Hallo zusammen,

    vor vielen Monaten habe ich mal auf die Frage, welcher Hund passt, geschrieben, dass der Pudel ganz toll ist, weil mein Zwergpudel so brav und vor allem sehr ruhig ist.

    Nun habe ich meinen Meister bekommen - ein weiterer Zwergpudel ist eingezogen. Eigentlich sollte ich ihn nur vorübergehend nehmen, bis die Hündinnen in seinem ehemaligen Zuhause nicht mehr läufig sind. Aber grundsätzlich wollte die Vorbesitzerin ein dauerhaftes neues Zuhause für ihn. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir haben ihn alle ins Herz geschlossen und er darf bleiben. Er ist 6 Jahre alt und kastriert.

    Wir wohnen ja direkt gegenüber von unserem Betrieb. Drei Wochen hatten wir Urlaub. Seit diesen drei Wochen lebt er bei uns und wir sind wegen einiger Arbeiten im Haus nicht weggefahren. Ich will damit sagen, dass er unseren häuslichen Alltag kennen gelernt hat. Und wir den Hund! Er ist ein Kläffer, zwar nicht extrem aber doch so, dass wir das gerne anders hätten.

    In folgenden Situation bellt er:

    - Wenn jemand zur Haustür reinkommt, egal ob mit oder ohne zu klingeln. Egal ob Familienmitglied oder Fremde.

    - Wenn uns jemand auf dem Spaziergang entgegenkommt oder auf einem anderen Weg, den wir einsehen können, läuft

    - Bei Hundebegegnungen sowieso

    - Wenn wir die beiden (auch kurz) alleine lassen.

    Jetzt kommts - seit Montag arbeiten wir wieder. Und ich dachte, das wird was, wenn die Kunden reinkommen. Es gibt eine Tür die zu uns an den Tresen führt und daneben ist mein Büro, da steht die Tür immer halb offen, für den Fall wenn wer was von mir will. Jedenfalls hab ich mich echt gefürchtet vor dem Büroalltag und fett eingekauft - Leckerchen, Schleckmatte, Knebel (kleiner Scherz :relieved_face:) usw., damit ich ihn ablenken, loben oder was auch immer kann, wenn jemand zur Tür reinkommt. Aber siehe da. Alles kein Problem. Er liegt auf seinem Platz und reagiert null auf all die Leute. Liegt einfach brav da, auch wenn Leute zu mir ins Büro kommen und ignoriert sie. Genau wie meine Ersthündin. Ich kann es nicht fassen. Gerade mal drei Tage mit im Büro. Warum tillt er bei der Haustür aber nicht bei der Tür zum Tresen?

    Heute war es so, dass ich mit Hunden (Männlein angeleint) über den Hof vom Haus in den Betrieb gegangen bin und er rumgekläfft hat, weil Kunden auf dem Hof standen. Ich meine, das ist doch echt komisch. Die Kunden kamen später noch rein, haben mit mir in meinem Büro gequatscht. Hund hat sich nicht gerührt. Übrigens kann ich das Büro gerne mal 10 Minuten oder so verlassen. Da bleiben sie liegen. Ganz anders als im Haus.

    Dann noch was. Ich hab halt auch einen Futterbeutel gekauft zum Trainieren und Spielzeug gibt es auch. Da geht er nicht ran. Er ist zwar verfressen aber er schnallt es einfach nicht. Ich glaube, er kennt Spielen nicht. Ich kann was werfen, da rennt er vielleicht mal hinterher, lässt das Spielzeug aber liegen. Futterbeutel fülle ich in seinem Beisein, wedel dann rum, er ignoriert ihn. Also, er tut uns echt leid weil er nicht viel gelernt zu haben scheint im alten Zuhause. Wo ist die Intelligenz des Pudels hin? Wo ist der kleine Jagdhund in ihm versteckt?

    Wo er herkommt hat er in einem kleinen Rudel gelebt. Sehr abgelegen. Die Hunde dürfen da rein und raus wie sie möchten. Da fanden wohl auch selten Spaziergänge statt. Ich denke draußen ist er unsicher, kann es aber nicht genau deuten.

    Was mir wichtig ist: In der Regel machen wir ein mal pro Jahr Urlaub mit dem Wohnmobil. Ich wünsche mir, dass er da nicht jeden (Hund) ankläfft, der bei uns vorbeiläuft und auch, dass er im Restaurant oder so ruhig bleibt, wenn andere Hunde reinkommen.

    Habt ihr ein paar Tipps für mich?

    Ganz herzlichen Dank schon mal!!!!!

    Ich hatte schon drei Hunde vorher. Eigentlich wollten wir keinen mehr, nachdem unsere letzte Hündin verstorben war. Das Abschiednehmen tut so weh.

    Nach einer schweren Krankheit haben mir die Ärzte u.a. Bewegung an der frischen Luft verordnet - ich hatte das nicht umgesetzt. Dann habe ich unseren jetzigen Hund geholt, weil er mich zwingt nach draußen zu gehen.

    Mir war es nach meinen letzten Hunden wichtig, eine unkomplizierte Rasse zu finden, die uns nicht zu sehr einschränkt und alles mitmacht (Büro, Wohnmobil-Urlaub mit Fahrrad etc). Bingo. Besser kann es nicht sein. Sie ist toll. Ich sage immer "sie ist mein Therapiehund" weil ich raus muss. Ich kann mich kümmern um sie - so richtig, weil die Kinder inzwischen groß sind. Es macht so viel Freude.

    Ich finde, ein Hund muss zu Leben passen. Vor 20 Jahren war der Schäfer-Mix der richtige für uns, jetzt ist es der kleine Pudel - alles zu seiner Zeit!

    Nicht nur ich profitiere von dem Hund, sondern die ganze Familie, jeder auf seine Weise.