Beiträge von Finchen_1989

    Unser Probewochenende ist gestartet :)

    Ich habe nochmal genau nachgefragt.

    Das Herrchen hat Aiko als Welpe über den TSV adoptiert. Dann kamen Kind etc. (eh zu lesen im Rest gon Thread was die Probleme sind) und deshalb vermittelt er ihn weiter.

    Der TSV von damals steht quasi nur drauf, weil es den Eigentumsvorbehalt gibt.

    Also im Grunde ist es eine Privatvermittlung, wie ihr schon richtig gesagt habt.

    Tut mir Leid für die Verwirrung, ich hatte da was falsch verstanden.

    Spricht allerdings nicht gerade für den TSV, finde ich.

    Das Herrchen hat uns alle Sachen mitgebracht und auch ein bisschen geweint, als er dann gegangen ist :(

    Er möchte wirklich den besten Platz für seinen Hund finden und ihn nicht einfach anbringen.

    Wir schauen jetzt mal wie das Probewochenende läuft.

    Im Moment wird alles ausgiebig beschnüffelt und neugierig begutachtet.

    Es freut mich jedenfalls für dich, dass jetzt alles so Easy Going ist :D

    Und ich verstehe auch, dass einen das nervt. Ich kenne das ja vom Hund der SchwieMu.

    Ich glaube, bei einem "Second-Hand-Hund" muss man auch einfach Abstriche machen. Wäre alles pipifein in Ordnung, würde man keinen erwachsenen Hund vermitteln.

    Man muss eben schauen, ob die Abstriche für einen selbst passen oder eben nicht.

    Zum Glück habe ich ja auch schon eine kompetente Trainerin an der Hand, ich glaube, das hilft auch viel und gibt mir einfach viel Sicherheit nicht "sehendes Auges ins Verderben zu Laufen."

    Ich bin auf jeden Fall für jede Meinung dankbar und lese sie genau durch und mache mir Gedanken dazu :)

    Die Entscheidung, ob dieses Verhalten (bzw. der Grund dahinter und die damit verbundene Arbeit samt Erfolgschancen) für mich tragbar ist muss ich am Ende sowieso alleine entscheiden.

    Jonah-2 Danke dir :)

    Cave Canem und Kesoro

    Ich bin auch für eure Einwände dankbar, man hat ja immer einen Blind Spot und wenn einen niemand darauf hinweist tut das selten gut.

    HiRoEm

    Auch dir vielen Dank :) ich versuche tatsächlich jedes Risiko zu minimieren, am Ende sollen ja im besten Fall ich und Aiko ein Leben lang glücklich sein und das Bedarf einiger Vorbereitung.

    Ich weiß, wir sind hier in einem Forum und ich bin am Ende eine anonyme Person hinter einem Bildschirm.

    Deshalb möchte ich euch kurz die Geschichte meiner Katzen erzählen, damit ihr mich besser einschätzen könnt.

    Denn ich bin zwar ein Hundeneuling, aber kein Tierhalter-Neuling.

    Meine Katzen kamen zu mir von einem TSV mit 16 Wochen. Die einzigen von einem Wurf, die übrig geblieben sind.

    Ich dachte: was kann schon schief gehen?

    Sie waren unglaublich scheu und vor allem der Kater richtig aggressiv.

    Das erste halbe Jahr hätte niemand gedacht, das ich Katzen habe. Ich selbst hab es nur daran gemerkt, dass in der Früh das Futterschüsselchen leer war und im Katzenklo Geschäfte vorgefunden wurden.

    Ging zu nahe an einem Platz vorbei, an dem das Katerchen sich versteckt hatte, hat er gleich mit Krallen nach einem ausgeschlagen.

    Von den Medikamentengaben habe ich nicht nur eine Narbe davon getragen.

    Aber ich hab sie adoptiert, ich habe eine Verantwortung für sie und sie abgeben kam nicht in Frage.

    Ich habe mich dann in den Raum gelegt, laut vorgelesen, mein ganzes Tun einfach sprachlich begleitet. Und nach einem halben Jahr hatte sie so weit Vertrauen gefasst, dass ich sie anfassen durfte - kurz zumindest.

    Und heute - 17 Jahre später - schläft mein Opi-Kater jede Nacht schnurrend auf meinem Bauch.

    Seine Schwester musste ich leider mit 16 gehen lassen.

    Als sie 13 waren ging es mir recht plötzlich sehr schlecht. Beim Lungenarzt wurde Asthma diagnostiziert, beim Allergietest kam raus, dass ich allergisch gegen Katzen bin und das das Asthma hervorruft.

    Aber wo findet sich ein guter Platz für 13-Jährigen Katzen? Also kam eine Abgabe absolut nicht in Frage, solange ich mit den Medikamenten gut leben kann (und das klappt zum Glück gut) werde ich sicher nicht meinen Opi hergeben. Er hat es verdient, seinen Lebensabend bei mir zu verbringen.

    Ja, er sollte nicht im Schlafzimmer sein, wegen der Allergie...aber er tut mir so Leid alleine ohne seine Schwester, was solls also.

    Ich mag damit nur deutlich machen, dass ich genau weiß, was für eine Verantwortung man mit einem Tier übernimmt und ich auf Herz und Nieren prüfen werde, ob das passt :)

    Und wenn ich Aiko übernehme, dann immer mit dem Hintergedanken, dass alle Probleme auch genauso bleiben könnten wie sie sind und ich damit leben muss. Und deshalb prüfe ich das auch so genau. Fällt er zB. Menschen an, die mich besuchen kommen, wäre das ein NoGo. Jagt er meinen Opi - wäre das ein NoGo.

    Ihr versteht sicher, was ich meine :)

    Sorry für den langen Schwall :dizzy_face:

    Cave Canem

    Danke :)

    CundC

    Das wäre für mich in Ordnung, wenn wir das garnicht in den Griff kriegen. Ich glaub, ich kann das managen.

    Ganz neu ist mir das nicht, Fini geht ziemlich genau so an der Leine. Nicht angenehm, aber für mich auch nicht untragbar.

    Bei Fini weiß ich aber, dass es einfach Unerzogenheit ist.

    Drinnen kommt er gut zur Ruhe, laut derzeitigem Herrchen.

    Als wir mit drinnen waren kam der Hund mir auch gleich deutlich entspannter vor.

    Ich bin gespannt auf die Einschätzung der Trainerin zu diesem Verhalten :)

    Das weiß ich natürlich, dass ich nicht direkt am Anfang alles sehen werde, was nicht gut laufen wird.

    Aber ich glaube, man bekommt ein Gefühl für: das passt grundsätzlich, wir können gut miteinander.

    Oder eben auch nicht, dann passt es nicht.

    Auch ein Welpe ist ein Überraschungspaket, jede meiner Katzen war ein Überraschungspaket aus dem TSV.

    Damit will ich nicht sagen, dass ich es auf die leichte Schulter nehme, ich mache mir die Entscheidung gewiss nicht leicht.

    Aber wenn man immer nur alles Schlechte im Kopf hätte würden wir vermutlich garnichts mehr tun - es könnte ja schief gehen.

    Ein gesundes Mittelmaß ist mein Ziel, gemeinsam mit der neutralen, fachlichen Meinung einer guten Trainerin - das ist glaub ich eine gute Basis für eine Entscheidung :)

    Aber auf jeden Fall werd ich nochmal genau nachfragen, was bis jetzt mit Aiko passiert ist, damit ich seine Geschichte kenne :)

    Zuerst einmal Danke für all eure Meinungen und Hinweise, auf gewisse Blind Spots :)

    Es hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass ich noch deutlicher nachfragen muss, welche Geschichte Aiko mitbringt. Aber ihr habt Recht, es ist irgendwie alles ein bisschen schwammig und es wäre doch interessant zu wissen.

    Vom Kennenlernen her hat sich das gedeckt mit den Erzählungen des derzeitigen Herrchens.

    Das er es nicht mehr aushalten kann war eine Formulierung von mir, das hat nicht er gesagt.

    Er hat uns erzählt, dass er (nun mit Kindern) nicht mehr die Zeit hat, Aiko bei jedem Spaziergang runterzuholen, weil er gestresst ist etc.

    Ich habe es auch gemerkt, ich durfte Aiko dann auch führen und habe gemerkt, dass er ab und an überdreht. Dann sind wir stehen geblieben, ins Sitz bis er wieder ruhig genug war und dann erst weiter. Das kostet einfach viel Zeit, selbst bei einem kurzen Spaziergang.

    Aber ich gehe dem auf jeden Fall auf den Grund, ich habe mich beim Kennenlernen auch mehr auf den Hund als auf die Geschichte konzentriert muss ich ehrlich zugeben.

    Das derzeitige Herrchen erschien mir jedenfalls einerseits sehr ehrlich (er hätte ja auch einfach beinhart die Leinenpöbelei unterschlagen können, ich hätte von mir aus vermutlich nicht nach einem Spaziergang gefragt) und sehr am Wohl des Hundes interessiert. Er meinte auch gleich, dass er nicht glaubt, dass Aiko sich als Schulhund eignet, weil er grade draussen schnell hochdreht. Wenn ich dezidiert einen Schulhund suche, wäre das nicht der richtige Hund für mich.

    Aber Menschen können sich halt auch gut verstellen manchmal, was soll man sagen.

    Aber noch ist ja nichts verloren, noch ist ja nichts fixiert worden, außer einem WE Probe wohnen.

    Unsere Trainerin (wir kennen uns schon länger privat) ist auf TSV-Hunde spezialisiert und wird mit uns Samstagvormittag eine Stunde verbringen und mir dann ihre professionelle Einschätzung geben.

    Also ob das für einen Anfänger wie mich machbar ist, was hinter der Leinenpöbelei steckt, worauf ich noch achten sollte etc.

    Nicht nur beim Thema spazieren gehen, sie wird auch mit hinein kommen um Dinge wie Ressourcenverteidigung etc. sehen zu können.

    Ich denke, dass das dann eine gute Basis ist, auf der ich eine Entscheidung treffen kann und besser abschätzen kann, ob das nun auch auf lange Sicht passt oder nicht.

    Denn es ist ja erstmal nur ein Probewohnen, noch wurde keine Entscheidung getroffen.

    Da ich einen Garten habe, habe ich umzäunten Auslauf, das ist auch eine der Voraussetzungen für den derzeitigen Halter für eine Vermittlung.

    Und eben auch nicht nur einen Reihenhaus Briefmarkengarten, sollte sich rausstellen, dass wir garnicht rauskönnen, ist hier zumindest für Auslauf und Beschäftigung gesorgt.

    Ich möchte auf keinen Fall all eure Bedenken hier schön reden, im Gegenteil, ich bin froh um alles was mir hilft Sonntag die richtige Entscheidung für uns beide zu treffen, um sowohl den 2- als auch den 4-beinern eine Enttäuschung zu ersparen :)

    Ich antworte euch nach der Arbeit ganz ausführlich :)

    Danke für eure vielen, lieben Worte!

    In aller Kürze bis meine Mittagspause zu Ende ist:

    Der Hund sollte behalten werden. Dann tauchten wohl die Probleme beim Spazieren gehen auf. Daran wurde mit Trainer gearbeitet, aber schon ein halbes Jahr nach dem Welpeneinzug kam ein Kind auf die Welt und dann war wohl einfach nicht mehr genug Zeit da.

    Und das Herrchen (selbst eine Pflegestelle) hat das vor ca. einem halben Jahr eingesehen, dass er einfach nicht mehr die Zeit aufbringen kann, um das in den Griff zu kriegen, aber das auch nicht mehr "aushalten" kann.

    Aiko hat aber mit der Familie zusammen im Haus gelebt, er ist kein reiner Gartenhund. Er ist mit dem Kind gemeinsam aufgewachsen und auch mit einer Katze im gemeinsamen Haushalt.

    Ich kann jetzt natürlich nicht gut beurteilen, ob es Leinenaggression, "einfach" Unerzogenheit oder sonstwas.

    Für mich hat es den Eindruck vermittelt, den auch der Hund meiner Schwiegermutter beim Spazieren gehen macht.

    Und das habe ich inzwischen wirklich gut im Griff, mit Trainerunterstützung trau ich mir zu, daran zu arbeiten. Vielleicht wird er nie frei laufen können, das ist mir bewusst.

    Das alles drin stecken kann ist mir klar :)

    Mir ist eigentlich auch ganz egal was drinnen steckt.

    Auf jeden Fall werde ich am Probewochenende ein besonders wachsames Auge auf alles haben :)

    Danke für eure hilfreichen Antworten :)

    Tobie

    Das Pflegeherrchen von Aiko bringt alles mit für ihn. Von Leine, Halsband, Spielzeug etc. und Futter, damit wir beim gewohnten bleiben können.

    Ich denke, dass da auch eine Decke dabei sein wird.

    Wir wohnen leider 1,5 Stunden weg, so dass mal eben eine Decke von mir hinzubringen eher schwierig ist.

    Im Moment läuft er am Halsband, aber er zieht sehr an der Leine. Da würde ich gerne eher schnell als langsam auf Geschirr wechseln, das kann nicht gesund sein sich am Halsband so in die Leine zu werfen.

    Ich habe dafür extra ein Geschirr bestellt, das nicht über den Kopf gezogen werden muss, sondern man bequem von der Seite anziehen kann.

    Ich werde das mit viel Leckerlis auftrainieren und dann einfach mal weiter schauen.

    Genau, die Trainerin würde ich einfach bitten eine halbe Stunde mit uns spazieren zu gehen und dann zu sagen: ah ich seh, das und das kann man verbessern. Auf XY solltet ihr euch einstellen.

    Also nichts wildes, keine Arbeit, sondern einfach für den Anfang eine Begleitung auf unserer Gassirunde und eine Einschätzung.

    Ja, er wird dann privat betreut :) aber in den Freilauf wird er ohnehin auch bei mir noch lange nicht können, wenn überhaupt je.

    Da habe ich auch keine großen Ansprüche, wenn er sein Leben an der Schlepp läuft ist das auch fein für mich.

    Zuerst einmal müssen wir draussen lernen, dass er sich auf mich fokussiert und nicht überall ist.

    Aber meine Hundesitterin hat einen eingezäunten Garten, also sie muss garnicht mit ihm hinaus, das erledige ich.

    Und für die Urlaubsbetreuung (die auch von ihr gemacht wird, wenn es denn dann mal irgendwann Thema ist) haben wir noch viel Zeit, so dass wir viel gemeinsam spazieren gehen können und sie ein Gefühl dafür bekommen kann an der Leine.

    Das mit der Fremdbetreuung in der Haftpflicht ist ein guter Punkt, daran habe ich garnicht gedacht. Werde ich meinen Versicherungsmenschen gleich heute anrufen und das klar machen :)

    Danke! :)

    CundC

    Hier in Ö muss man die Bestätigung der Haftpflichtversicherung mit der Anmeldung bei der Gemeinde herzeigen, sonst darf man den Hund garnicht offiziell halten.

    Ich habe das alles schon vorbereitet (also unserem Makler gesagt: halte dich bereit, wir halten unsere Augen offen nach einem Hund) und ich muss nur heute anrufen und sagen: los geht's :)

    Nur die Fremdbetreuung muss ich noch klären.

    Außerdem möchte ich meinen Hund Kranken- und OP-versichern, da wühle ich mich gerade durch die Threads, welche Versicherung da am besten zu uns passt.

    Gersi

    Danke, das werde ich auch versuchen.

    Einfach mal kurz rausgehen. Oder kurz im Bad verschwinden. Ganz unaufgeregt, ist ja schließlich kein großes Ding hier.

    Ich glaube das Schwerste für mich wird, dass ich ihn nicht dauernd kuschle und mit Aufmerksamkeit überschütte :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Aber das werde ich natürlich nicht tun.

    Dächsin

    Danke! :)

    Mit Leckerlis kommt man ohnehin sehr weit bei Aiko. Ich hatte zum kennen lernen ein paar getrocknete Entenfleischstreifen mit und kaum hat er die Packung leise rascheln gehört, saß er schon vor mir und benahm sich ganz wunderprächtig, damit es etwas für ihn gibt.

    Käse und Fleischwurst sind notiert, ich glaube, das kommt gut an.

    Jonah-2

    Danke für deine Antwort :)

    Aiko kommt ursprünglich aus der Slowakei, das stimmt.

    Er ist allerdings von Welpe an auf der Pflegestelle hier in Ö, also schon seit 3 Jahren. Ich denke, da sind wir Parasitenmäßig safe.

    Jetzt ist leider nicht mehr genug Zeit da, durch Kinder etc., so dass das Pflegeherrchen beschlossen hat, ihn doch weiter zu vermitteln, an Menschen die seinem Wunsch nach Aufmerksamkeit gerecht werden.

    Schreckhaft ist er zum Glück garnicht, nur draußen beim Spazieren gehen recht gestresst und andere Hunde werden energisch verbellt. Und er ist sehr neugierig und mit der Nase und dem Hirn überall, nur nicht bei dem, der die Leine führt.

    Aber ein Tierarztbesuch steht so oder so auf der Liste, das haben wir bei all unseren Tieren gemacht, die hier eingezogen sind.

    Zucchini

    Danke für deine Antwort :)

    Dann denke ich, werd ich mir mal 2 Wochen frei erbitten und dann einfach schauen, wie es weitergeht.

    Wir sind zum Glück sehr flexibel im Team, da habe ich Freiheiten, die ich woanders nicht hätte.

    Ich hab das Gefühl, Kinder- und Hundeerziehung ist garnicht sooo verschieden und zumindest mit Kindererziehung hab ich viel Erfahrung nach nun doch schon einigen Dienstjahren und hoffe, dass ich das ein oder andere umlegen kann.

    Sehr gerne berichte ich euch, wie es mit uns weiter geht :)

    Das Pflegeherrchen war sehr nett, als wir gestern telefoniert haben, meinte er, es waren schon viele Leute für Aiko da (weil er ein bildhübscher Hund ist) aber bei allen hat sein Bauchgefühl einfach nicht gepasst. Wir sind die ersten, wo er voller Überzeugung aus dem Bauch heraus dachte: das passt perfekt! :)

    Ich versuch mich noch ein bisschen vom Hype abzubringen, weil ich nach dem Probewohnen möglichst klar im Kopf entscheiden will, ob das wirklich für uns alle ein Leben lang passt, aber es ist schwer :see_no_evil_monkey: ich bin schon schockverliebt.