Beiträge von Nyriah

    Wobei die Frage ist, was macht es für den Hund besser, wenn er keinen Maulkorb trägt?

    Das Offensichtliche: er kann Dinge ins Maul nehmen ohne, Sachen tragen. Manchen Hunden, auch Emrys, hilft das sehr.

    Jap, genau das. Ich finde es schon nervig, wenn ich den halt zwischendurch ab machen musd, damit wir mit dem Dummy üben können. Sind wir mit MK unterwegs, mache ich das entsprechend viel seltener, weil mich das nervt. Und er macht das so gern, dass ich dann schon wieder schlechtes Gewissen habe.

    Und es ist ein gut angepasster Draht MK. Klar passen da die Leckerchen durch, aber ohne kann ich ihm die ohne hingucken hinhalten, er nimmt die einfach oder ich kann sie ihm auch mal zuwerfen, wenn wir Distanzübungen machen. Das geht mit MK halt nicht. Ich finde schon, dass es einschränkt.

    Klar, zum einfach vor sich hinschlurfen ist es egal.

    Ja indirekt habe ich mir die Frage, als ich sie überhaupt gestellt habe, wohl schon selber beantwortet. Ich hab ja gar nichts gegen Maulkorb grundsätzlich, also zumindest was die handelsüblichen Vorurteile betrifft.

    Wir sind ja auch eine zeitlang immer und auch jetzt noch teilweise mit MK gelaufen.

    Was mich daran "stört" ist, dass wir weiterhin viel über Leckerchen machen und das ein Gefummel ist. Und dass wir fast immer einen Dummy dabei haben und man dann damit nicht "einfach mal eben so" arbeiten kann. Klar, dass ist jammern auf hohem Niveau und steht natürlich dem klar überwiegenden Sicherheitsaspekt gegenüber.

    Vielleicht wollte ich gern hören, dass wenn man trainingstechnisch an dem Punkt ist, das er das gut ausfällt und mich machen lässt (wie es im Wald schon ist), der MK irgendwann nicht mehr notwendig ist.

    Aber ihr habt recht, zumindest in seinem Revier bleibt der weiterhin auch tagsüber drauf. Nur weil er sich wegen mir zurück nimmt heißt es ja nicht, dass er die anderen weniger sch... findet.

    Was heißt denn, dann hüpft sie halt mal 🤔

    Irgendwie hab ich etwas Probleme mit deinem Text, also textverständnis. Hab das jetzt 2 mal gelesen und irgendwie, weiß auch nicht 🥴 sorry

    Und wie haben ja gar nichts grundsätzlich gegen den Maulkorb, er trägt ihn ja auch immer wieder mal. Und ich überlege ja, ob wir das wieder mehr machen sollen, wie eine zeitlang bereits gemacht, oder ob das nicht von Nöten ist. Mein Mann hat den weiterhin ständig drauf, also auf dem Hund, ich lasse ihn inzwischen fast immer weg.

    Wieso ich nach dem Maulkorb gefragt habe...

    Wir sind inzwischen am einem Punkt angekommen, wo Bucky es wirklich gut aushält, wenn ihm der "falsche" Rüden begegnet. Hier waren ja eh immer nur etwa gleichgrosse, unkastrierte, dominante Rüden ein Thema. Kleine Hunde oder Hündinnen sind kein Problem.

    Im Wald oder Gegenden, die nicht in seiner Reviernähe sind, läuft es inzwischen recht entspannt. Selbst wenn da mal ein anderer Rüde freilaufend zu uns kommt, lässt Bucky mich das inzwischen gut allein regeln und versucht nicht mitzumischen.

    Unsere Morgenrunde, unter der Woche, wenn nicht so die Zeit ist raus zu fahren, ist allerdings aus seiner Sicht "sein" Revier, die startet von zu Hause aus. Hier trifft man natürlich auch öfter die gleichen Hunde und dazu gehören auch einige Erzfeinde, wo er sich nach wie vor gern exzessiv aufregt. Nu ist er nicht klein und ich weiß, würde er frei laufen, was er natürlich nicht tut, würde er auch drauf gehen. Wir hatten bisher zweimal so eine Situation, die erste war, als Erzfeind Nr.1 freilaufend in uns reinsemmelte, Bucky war angeleint. Ich hatte es nicht schnell genug geblickt, dachte es wäre seine Hundefreundin, die da aus dem Gebüsch gekrochen kam (beides sind Goldies) und als der andere Rüde ankam ist Bucky sofort drauf gegangen. Ich hatte die Leine noch fallen lassen um Bucky die Chance aus korrekte Kommunikation zu geben, aber das war für die Katz. Dszwischen zu gehen hatte ich keine Chance mehr. Es hat also kurz und heftig geknallt, dann ist Bucky zuerst aus der Situation raus. Aus meiner Sicht ein reiner Kommentkampf.

    Beim zweiten Mal hat mein Mann nicht aufgepasst und Bucky hat sich auf einen anderen Rüden gestürzt, der eigentlich gar nichts gemacht hat, außer seinen Weg zu kreuzen. Gibt hierzu irgendwo von mir einen Thread dazu. Verletzt wurde aber auch hier gsd niemand

    Danach sind wir hier in seinem geistigen Revier erstmal nur mit Maulkorb gelaufen.

    Davon ab, dass wir seitdem viel und erfolgreich trainiert haben, sind es eben im Moment "nur" die paar Erzfeinde, die Probleme machen. Und davon trifft man alle paar Tage mal einen.

    Deswegen haben wir den Maulkorb inzwischen nur noch in Dunkelheit drauf, weil Bucky da einfach empfindlicher ist. (Nachtrag, fällt mir grade ein, auch weil wir mal in einen anderen Hund rein geschlittert sind, den ich mit null Beleuchtung einfach nicht gesehen habe, war sacknacht. Und die beiden auch direkt auf einander los sind. Da beide angeleint waren, konnten wir sie aber direkt trennen. )

    Ich bin mir halt auch unsicher, ob bei ihm ernsthafte Beschädigungsabsicht dahinter steckt oder er "nur" auf dicke Hose macht. Lässt sich schlecht testen und wenn wir mit Trainer üben, ist er immer lammfromm, so dass ich hier auch keine richtige Einschätzung bekomme.

    Und deswegen überlege ich manchmal, ob unser Umgang mit dem Maulkorb der richtige ist.

    Wenigstens haben die sich mit der Anzeige mühe gegeben. Schöne Fotos, toller verträumten Roman... 🥴

    Mir sind Anzeigen immer schon aus dem ersten Blick suspekt, wenn von dem tollen Hund, der leider angegeben werden muss geredet wird, aber noch nichtmals 3 gescheite Fotos angehangen werden können.

    Oder auf dem Kopf, wie bei dem Huskymixen.

    Da brauch ich dem Text gar nicht mehr lesen.

    Es nervt mich einfach so sehr, dass der immer so ausflippen muss.. Und dann ist meist für mich der ganze Spaziergang dahin...

    Ich hatte eine zeitlang mal Statistiken geführt und aufgeschrieben wie viele Minuten am Tag Betti ausrastet. Anschließend prozentual ausgerechnet. Und dann hat mein Gehirn aufgehört, das überzubewerten. Ich glaube es waren nur 0,5% des Tages die "schlecht" liefen. Selbst wenn man die Zeit danach nimmt, wo Hund noch aufgeregt und gestresst unterwegs ist, war es nie mehr als 3%. Meinem Gehirn helfen solche Relationen.

    (Es hilft auch, wenn man sich gar nicht mehr dran erinnert, was unkompliziertes Gassigehen eigentlich ist :ugly:)

    Jaaaa, genauso hab ich das auch irgendwann mal gemacht. Also nicht so exakt berechnet, sondern mir im Kopf grob überschlagen, wieviel das am Tag ausmacht. Und dann eben auch festgestellt, das ist ein winziger Teil des Tages und dem gegenüber stehen viele, viele Stunden und Momente, wo Bucky einfach toll ist. Das hat tatsächlich auch was mit mir gemacht. Positiv gesehen.

    Wir wohnen an einem Kleinstadtrandgebiet. Unsere Runden in Hausnähe sind auch ganz anders, als die ruhigen Runden im Wald weiter weg. In Hausnähe, also alles, wo wir ohne Auto hinkommen, sieht Bucky irgendwie noch als sein Revier an und benimmt sich entsprechend. Da treffen wir auch viel mehr Hunde. Bei uns ist es ja wirklich "nur" eine Rüdenproblematik. Der Prozentsatz an Hunden, bei denen Bucky lospöbelt liegt vielleicht bei max. 5 %. Wir arbeiten uns da langsam weiter nach unten, im Moment klappt das wirklich gut. Er eskaliert ja auch erst, wenn wir recht nah ran sind und sobald wir vorbei sind, ist alles wieder gut. Das alles berücksichtigt, sind es wirklich nur wenige Minuten am Tag, manchmal tagelang null Minuten, die wir ein Problem haben. Damit bin ich inzwischen wirklich fine. Ich mach da auch lange nicht mehr so ein Bohei drum, wie früher. Wir haben ein wirklich gutes "Schau" etabliert. Ist der Erzfeind im Anmarsch und ich merk, das "Schau" ist für die Tonne, weil der Reiz da dann doch noch zu groß ist, dann sehe ich inzwischen einfach nur zu, dass wir flott vorbei kommen. Da stundenlang rummachen bringt eh nichts. Ist dann wie Pflaster abziehen, einmal schnell reißen. Tut kurz weh, ist aber schnell vorbei dann.

    Er ist auch nochmal heftiger unterwegs, wenn wir z.B. eine Hundefreundin zu Besuch haben. Also, wenn wir die dann führen, ohne Besitzer dabei. Dann macht er bei viel mehr Hunden sehr deutlich klar, dass die bitte schön ja Abstand halten sollen. Da ist er dann nicht nur territorial, sondern auch sozial motiviert. Liebevoll gesagt, er hängt den Macker raus, der keinen an seine Perle lässt. Haha.

    Ich hab es mir nicht angehört, aber ich kann der auch einfach nicht Zuhörern. Ihr fasst das schon gut zusammen, was ihr Stimme so abbildet.

    Ich hab neulich in der ARD (?) Videothek so eine kurze Reportage gesehen, in der sie auch vor kam. Und ich empfinde sie wie so ein trotziges Teenagerkind. Lächelte ständig so ein bisserl vor sich hin, macht sich über die Gefahr quasi lustig (ach ja, dann wird man halt gebissen) und richtig fundiert Dinge erklären tut sie auch nicht. Is halt wie es is. Wirkliche Tiefe Gefühle für die Hunde sehe ich auch nicht. Eher so ein abarbeiten von täglichen to-dos.

    Ich hab sie allerdings auch noch nie richtig mit einem Hund arbeiten gesehen. Immer nur diese reportagen-vorführ Sachen.

    Ich kam mir also gar keine wirkliche Meinung über ihre Arbeit bilden, weil ich sie einfach als unangenehm empfinde und nicht lange zuhören kann.

    Ich kenne wirklich echt keinen einzigen grund, wieso man sowas im Dunkeln nicht an den Hund machen sollte.

    Weil es andere Hundehalter anzieht. Ich laufe ganz oft ohne, weil ich dann meine Ruhe habe :ops:

    Auch an Strecken, wo du weißt, dass Dir potentiell andere Hundehalter begegnen?


    Mit einem reaktiven Hund ist es halt totaler Mist, wenn man plötzlich vor anderen Hunden steht, weil man die nicht sehen kann. Ich bin mal in einen anderen grossen Hund rein gelaufen, null Licht auf stockdunklem Weg, das war alles andere als schön. Und beide Hunde waren an der kurzen Leine. Seitdem krönt ein weiterer "Erzfeind" unsere Liste. Wegen etwas, was echt nicht hätte sein müssen. Mir bis heute auch schleierhaft, wieso der nicht etwa ausgewichen ist, denn wir waren durchaus beleuchtet. Und sein Hund auch nicht ohne

    Ja, Fahrradfahrer, Jogger, ich kenn das! Obwohl Bucky damit gar kein Thema hat und meist nicht mals groß guckt, aber trotzdem finde ich das immer schlimm, weil ich mich selber immer erschrecke und denke: Woah, wenn Bucky jetzt kurz in die Richtung abgedriftet wäre, dann wäre er voll ins Fahrrad gelaufen und es hätte geknallt.

    Wofür haben die eine Klingeln? Oder wenn nicht, einen Mund??? Regt mich immer wieder auf.

    Und Hunde ohne Beleuchtung, die machen mich auch fertig. Ich kenne wirklich echt keinen einzigen grund, wieso man sowas im Dunkeln nicht an den Hund machen sollte. Muss ja keine Dreisternebeleuchtung sein, wenn man meint geblendet zu werden, aber irgendwas leuchtendes geht ja wohl immer.