Beiträge von *Waldi*

    Soweit ich weiß ist es wohl auch recht schwierig Allergien in der Zucht komplett auszuschließen oder ? Gibt soweit ich informiert bin noch keine Tets bzgl Genetik und ein Hund kann ja bei den ersten Würfen noch Allergiefrei sein und später trotzdem Allergiker werden. Theoretisch.

    Das schwierige ist ja doch - alle betroffenen Hunde aus der Zucht auszuschliessen, heisst, den Genpool noch mehr zu verkleinern, und das macht die Situation der Rasse insgesamt noch schlechter.

    Damit meine ich nicht, dass man mit kranken Hunden züchten sollte, auf keinen Fall! Aber das "Rausnehmen aus der Zucht" ist nicht die Lösung. Die Lösung könnte auf lange Sicht nur darin bestehen, mehr gesunde Hunde in die Zucht zu nehmen, mit möglichst wenig genetischer Überlappung. Sprich: "Frisches Blut" (ich mag diese archaische Ausdrucksweise nicht, aber so wird es ja bezeichnet).

    Solange Reinzucht besteht, kann das Problem der genetischen Verarmung nicht kleiner werden.

    Auf der anderen Seite - ich persönlich bin kein Gegner von Fertigfutter (teilweise gebe ich auch Trockenfutter, aber nicht nur), aber als alleiniges Futtermittel, v.a. beim Welpen, bin ich misstrauisch. Ich bin froh, dass mein letzter Welpe bei der Züchterin frisch gefüttert wurde, und ich wünsche mir das beim nächsten Welpen (wenns wieder einer wird) auch. Beim Menschen gelten stark verarbeitete Nahrungsmittel gesichert als Krankmacher. Warum das beim Hund anders sein soll, erschliesst sich mir nicht. Warum GERADE bei Welpen immer gern von Frischfütterung abgeraten wird, verstehe ich nicht (also, ich kenne die Argumentation, muss hier nicht wieder dahergebetet werden, ich finde sie nur nicht überzeugend).

    Das ist aber kein Rasseproblem. Und natürlich ist frische Fütterung kein Garant dafür, dass es KEINE Allergien gibt, der Umkehrschluss funktioniert leider nicht. Aber dass Ernährung mit Darmproblemen und Allergien zusammenhängt, das ist schließlich sattsam bekannt.

    Das mit dem Füttern bezog sich auf das Leckerlie geben durch Besuch.

    Ich würde - völlig unabhängig von der Hundeerfahrung - einfach deinen eigenen gesunden Menschenverstand einschalten (manche nennen das auch "Bauchgefühl"). Du hast ja erkannt, dass da was nicht optimal war. Vertrau darauf.

    Ich sehe Allergien, Autoimmunerkrankungen, hohe Krebsneigung usw. als generelles Problem in der Rassehundezucht - je mehr genetische Verarmung, umso schlechter steht es um die Vitalität in der Gesamtpopulation.

    Das ist ein Problem, dass eigentlich nur schlimmer werden kann, solange es Reinzucht und Linienzucht gibt, das liegt in der Natur der Sache.

    Persönlich würde mich beim Dalmatiner die Nierenthematik, das Taubheitsrisiko abschrecken - und die Tatsache, dass die Farbzucht im Vordergrund steht. Ich würde die Zucht unter diesen Umständen nicht unterstützen wollen.

    Als Qualzucht betrachte ich persönlich die Dalmatiner aber nicht.

    Sie hat nur gesagt, sie baue nun extra so grossen Druck auf, damit er lernt damit umzugehen, standzuhalten…

    Überleg doch einfach mal - gesunder Menschenverstand - WIE soll er das lernen? Er wird bedroht und soll von ganz alleine drauf kommen, dass er das einfach ruhig über sich ergehen lassen soll?

    Das ergibt doch absolut keinen Sinn. Jedes Lebewesen reagiert auf Bedrohungen - und wenn man sich nicht zurückziehen kann/darf - weil man festgehalten wird - oder möchte - weil man halt nicht der Typ dazu ist - dann reagiert man eben mit sich verteidigen.

    Egal, ob ängstlich oder forsch - KEIN Mensch und KEIN Hund kommt auf die Idee, einfach gar nichts zu machen. Das ist doch logisch.

    Du musst dem Hund helfen, zu erkennen, welche Dinge ihn was angehen und welche nicht, wie er reagieren soll, welches Verhalten erwünscht ist. Und, dass DU die Gefahr abwehrst! Indem du der Trainerin erlaubst, deinen Hund zu bedrohen, zeigst du ihm nachhaltig, dass du nicht in der Lage bist, euch zu schützen.

    Ihr wolltet einen Wachhund - dazu passt die Erwartung, dass der Hund ruhig bleiben soll, wenn er bedroht wird, dass er sich von Fremden füttern und streicheln lassen soll und solche Dinge einfach nicht dazu.

    kam von hinten an mich ran, sagte sie wolle extra Druck aufbauen, er muss lernen diese Situationen auszuhalten.

    Hat sie dir denn wenigstens erklärt, WIE und was genau der Hund lernen soll in der Situation?

    Ich finde das Vorgehen unverständlich.

    Du schriebst, du musstest blocken - damit das ansatzweise Sinn für den Hund ergeben hätte, hättest du die Trainerin blocken müssen, nicht den Hund. Das kann (v.a. bei ängstlichen Hunde)n eine gute Übung sein - nach dem Motto "Schau mal, ich halte dir die Bedrohung vom Leib!"

    Wenn du aber den Hund erst alleine lässt, er dann auslöst und du dann erst reagierst, indem zu ihn blockst, lernt der ja nur, dass du die Situation gar nicht überblickst oder kontrollierst, sondern nur ihn an seinem Job hinderst.

    Wer ist denn jetzt für die Einschläferung eines gefährlichen Hundes und wer dagegen? Und was passiert mit denen, die dafür sind?

    Was soll denn passieren?

    Und hier gings jetzt eigentlich die ganze Zeit um die Frage, ob dieser Hund (nicht ein gefährlicher Hund, sondern DIESER Hund) vermittelt werden kann/soll, gar nicht ums Einschläfern.

    Und ja, solche Diskussionen drehen sich natürlich im Kreis, ist halt ein Austausch (an dem man nicht teilnehmen muss).