Beiträge von *Waldi*

    Da möchte ich widersprechen, natürlich kann er sich dazu äussern, auch und gerade als Hundeexperte.

    Der Mann ist kein Experte. Er ist Unternehmer und Entertainer/Influencer. Die Leute hören ihm zu, weil er sich gut verkaufen kann. Eine Eigenschaft die für Erfolg unheimlich wichtig ist. Viel wichtiger als Kompetenz.

    Wie gesagt, es steht jedem frei, ihm die Kompetenz abzusprechen. Ich würde jetzt auch nicht in ne Rütter-Franchise gehen.

    Naja, er wird sich auch nicht hinstellen und das behaupten.

    Ok, ich werde mal genauer hinhören. Bisher gibt es wohl keine Anzeichen dafür, dass das Hundesportvereinswesen generell in Gefahr ist.

    Die Parallele, die du ziehst, sehe ich so nicht - aber es ist ja sowieso reine Spekulation.

    Nur um es klar zu stellen: Ich bin kein Gegner des Sports. Ich bin da sehr neutral.

    Ich wüsste nicht, wo ich ihm den Mund verbiete.

    Nein, das nicht (wie auch), deine Aussage war:

    Zitat

    "Und Unternehmen können nicht für den Tierschutz sprechen, welcher sich in Tierschutzvereine organisiert."

    Da möchte ich widersprechen, natürlich kann er sich dazu äussern, auch und gerade als Hundeexperte. Man kann natürlich anderer Meinung sein als er (oder ihm die Expertise absprechen) und auch das öffentlich äussern.

    Ich sehe nicht, dass Tierschutzbelange ausschließlich von Tierschutzvereinen vertreten oder diskutiert werden können oder sollten.

    Ist das so im Gebrauchshundesport? Einer bei uns hat tatsächlich auch vor einigen Jahren schon aufgegeben.

    War halt hier so. Den Verein gibt es noch, aber mit neuem Vorstand und Schwerpunkt Agility/RO.

    Ist Gebrauchshundesport tatsächlich immer noch von eher älteren Männern dominiert?

    Das wollte ich gar nicht damit sagen, ich fand nur den "alter weißer Mann" Kommentar schräg. Das ist ja eher im Kontext Rassismus/Sexismus zu verorten.


    Das kommt alles mit der Zeit. Agility ist als Nächstes dran. Und Erziehungskurse erschlagen sich dann dadurch, dass man den Paragraf 11 haben muss.

    Naja, generell ist in meinen Augen eine gute Tendenz, wenn bei Sport mit Tieren genau hingeschaut wird (ob Pferde oder Hunde).

    Den 11er haben die Vereinstrainer bei uns auch.

    Ich verstehe jetzt gar nicht den Bezug zwischen meinem Post und deiner Antwort. Ich hatte geschrieben, dass Gebrauchshundevereine und der IPG-Sport sich eher wenig mit dem Angebot einer kommerziellen Hundeschule für den Famileinhundehalter überschneiden. Der Verein bei uns wollte das auch gar nicht.


    Grundsätzlich kann sich doch jeder im öffentlichen Diskurs äussern, auch zum Thema Tierschutz. Warum sollte das ein Unternehmer nicht können oder dürfen? Jeder darf seine Meinung äussern.

    Man kann das natürlich blöd finden.

    Selbstverständlich sind beinahe kostenlose Vereinsstrukturen ihm ein Dorn im Auge.

    Hier bei uns in der Gegend gibt es einige Hundessportvereine, aber ohne IPG. Da wird häufig Agility angeboten usw. In meinem Verein gibts Basis-Erziehungskurse, RO, Balancy und so Sachen.

    Ich hab noch nie mitbekommen, dass der Rütter sich auch gegen solche Vereine wendet, ist das so? Ich verfolge das nicht so aufmerksam.

    Alter weißer Mann.

    Die Bemerkung verstehe ich jetzt nicht so wirklich in dem Kontext...

    Die Hundesportszene ist ja nun (auch) nicht grad arm an "alten weißen Männern", ich denke, das ist es nicht wo der Hase im Pfeffer liegt.

    Dass es hier um "Konkurrenz ausschalten" geht glaube ich auch nicht so recht, welche Familienwuschel-Ersthundebesitzerin will denn zur Welpenstunde in den örtlichen Gebrauchshundeverein?

    Zu dem bei uns (gibts jetzt nicht mehr mangels Nachwuchs) konnte man gar nicht mit Nicht-Gebrauchshunden gehen.

    Umgekehrt seh ich nicht, dass Hundesportler dann Kunden beim Rütter werden, wenn man ihnen den Sport verbietet.

    Hm, das hätte ich jetzt so nicht gesehen. Und wäre es dann nicht, aus Hundesicht, logischer, wenn der über ihr stehende Rüde auf die Couch darf?

    Ich glaube, dieses "über ihr stehen" ist nur in deinem Kopf. Das ist so ein typisches Menschendenken.

    Hunde ticken nicht so.

    Es geht da viel mehr drum, wie wichtig dem jeweiligen Hund die jeweilige Ressource ist. Wer da wem was streitig macht und wie, und auch wie erfolgreich, ist sehr situativ. Und sollte ohnehin von dir gemanagt werden.

    Die Vorstellung, dass ein Hund "über" dem anderen steht, im Sinne von, der "unten" darf nur, was der "oben" zulässt - wenn das Verhalten deiner Hunde so aussehen würde, sprich, ein Hund in der Gegenwart des anderen ständig gehemmt wäre, dann wäre das nicht schön und auch keine "natürliche Rangordnung" oder sowas.

    Ich hatte die Überraschung des (bisherigen) Lesejahres.

    Wenn mich was überhaupt gar nicht interessiert, ist es Boxen.

    Oder Frauen Boxen.

    Oder Teenager Frauen Boxen.

    Weil mich die Buchbesprechung beim Tournament of Books dann aber irgendwie neugierig gemacht hat, hab ich mir die Leseprobe von Rita Bullwinkel: Headshot (dt: Schlaglicht) runtergeladen. Und dann das ganze Ding in einem Rutsch durchgelesen.

    Es ist ein kurzer, knackiger Roman, in dem es um 8 junge Mädchen geht (15-17 Jahre), die um den US Titel boxen. Da sich generell kaum jemand für Teenage Girl Boxing interessiert, ist das eine sehr unglamouröse Veranstaltung. Die Erzählung dreht sich weniger ums Boxen als um das Innenleben der Mädchen, ihre Vergangenheit, Zukunft, ihre Traumata und Träume und ihre Motivationen.

    Witzigerweise ähnelt es "Orbital" in der Struktur sehr (beide Bücher Booker Prize nominiert bzw. gewonnen) - eine Gruppe zusammengeworfener Menschen in einer Umgebung, die Normalos völlig fremd ist, durch deren Augen wir 200 Seiten lang die Welt, in der sie leben, erfahren.

    Nun dachte ich - Weltraum! ISS! Astronauten! Her damit! und werde so gar nicht warm mit dem Buch. Auf der anderen Seite - Boxen??? siehe oben. Und dann hat es mich total reingezogen.

    Ich kann es empfehlen. Wobei es mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist.