Aber wie erzieht man, wenn man ihm keine Grenzen setzt und nur Situationen vermeidet?
Es geht nicht darum, Situationen zu vermeiden, sondern sie zu kontrollieren.
Nicht eingreifen, wenn der Hund schon auf die Katze zu rennt, sondern ihn das gar nicht erst machen lassen.
Das unerwünschte Verhalten gar nicht erst entstehen (und festigen) lassen, sondern von Anfang an das etablieren, was du möchtest. Das erwünschte Belohnen. Also ruhiges Verhalten im Beisein der Katze. Orientieren auf dich im Beisein der Katze. Entspannen im Beisein der Katze.
Wenn das geht, DANN kann man ruhiges Annähern aufbauen.
Das hat nichts mit Vermeiden zu tun, sondern mit Gestalten. Vorausschauend handeln. Vor allem im Interesse der Katze.
Frag dich wie das erwünschte Ergebnis aussehen soll.
Klar kannst du den Hund auch bestrafen, wenn er sich der Katze zu ungestüm annähert - aber was wird dabei rauskommen? Dass beide Tiere entspannt beieinander sind? Eher nicht.
Die Katze hat ihre blöde Erfahrung gemacht (denn deine Strafe kam ja NACH dem Verhalten) und wird dem Hund lieber aus dem Weg gehen; und der Hund wird die Katze, wenn es funktioniert, meiden. Allerdings unter Umständen nur, solange du in der Nähe bist (der ist ja auch nicht blöd). Das ist eines von vielen möglichen Szenarios.
Ich hab nix gegen Grenzen setzen, aber man muss sich halt immer fragen, was das Ziel ist und wie man es erreicht.