Beiträge von *Waldi*

    Und in dem Moment hat er eigentlich gewonnen.

    ....

    Und mein ganz weit entferntes Ziel ist, ohne oder mit minimal Worte mit ihm kommunizieren zu können.
    ...

    Vorher haben wir ihn eigentlich nur mit Futterhäppchen gelobt, und das haben wir gerade auch geändert.

    Uff, das sind Sachen, die eigentlich nicht den Kern treffen.

    Es geht nicht, und zwar GAR nicht, um "gewinnen". Es geht hier um einen Welpen, da sind diese ganzen Vorstellungen von "Wer ist der Boss" völlig unangebracht.

    Der Junghund will nicht "Boss sein", sondern er kennt die Regeln nicht und weiß nicht, welches Verhalten sich lohnt und welches nicht. Das müsst ihr ihm beibringen. Und auch wenn Grenzen setzen wichtig ist, neues, für den Hund völlig unnatürliches Verhalten muss er erst mal verstehen und lernen.

    Damit er das lernt, ist richtig eingesetzte Belohnung ein unglaublich wertvolles Mittel, das jetzt nicht mehr verwenden zu wollen, macht alles schwieriger. Der Hund erlernt erwünschtes Verhalten durch Bestätigung: Ja, das ist richtig! Das lohnt sich!

    Das hat nichts damit zu tun, ob man Strafe einsetzt oder nicht. Aber mit Belohnung zu knausern, macht es euch garantiert nicht leichter.

    Und ob man akustische oder optische Signale einsetzt, ist einfach eine Frage der Präferenz. Es ist sehr nützlich, dem Hund Wortsignale beizubringen.

    Ich hoffe, ihr geratet an einen guten Trainer.

    Muss es denn gleich der Tag der offenen Tür sein? Da stellt sich die Schule vor - und Lotta ist ja kein Bestandteil der SChule.

    Der Trubel bei einem Tag der offenen Tür ist aus meiner Sicht generell nix für einen Hund. Da haben auch die Kinder doch nichts davon.

    Ich würde dir raten, erst mal mit einem Trainer überhaupt die Grundlagen zu erarbeiten, damit du deinen Hund sicher führen und anleiten kannst und sein Verhalten gut einschätzen kannst.

    Dann kannst du das in einer ruhigen Umgebung mit einer kleinen Gruppe Kinder anfangen (wenn das von den Umständen her möglich ist, Versicherungen etc)

    Mit welchen Kosten muss ich für den Trainer rechnen?

    Das kommt auf eine Menge Faktoren an, das kann man dir so nicht vorhersagen. Die meisten haben ja Preise auf ihrer Webseite, da kannst du dir ein Bild machen.

    Das werden die Eltern alle super finden, wenn da der Hund mit Maulkorb rumläuft...

    Wenn Lotta Kinder anspringt, ist das auch mit MK nicht gut.

    Eine Begegnung mit einem einzelnen Kind sagt genau nix darüber aus, wie Lotta auf viele Menschen, viel Trubel usw. reagiert.

    Denk auch mal dran, wieviel Stress der Hund bei all dem hat.

    Muss es denn gleich der Tag der offenen Tür sein? Da stellt sich die Schule vor - und Lotta ist ja kein Bestandteil der SChule.

    Der Trubel bei einem Tag der offenen Tür ist aus meiner Sicht generell nix für einen Hund. Da haben auch die Kinder doch nichts davon.

    Ich würde dir raten, erst mal mit einem Trainer überhaupt die Grundlagen zu erarbeiten, damit du deinen Hund sicher führen und anleiten kannst und sein Verhalten gut einschätzen kannst.

    Dann kannst du das in einer ruhigen Umgebung mit einer kleinen Gruppe Kinder anfangen (wenn das von den Umständen her möglich ist, Versicherungen etc)

    Wahrscheinlich weil ich positiv mit gut verbinde statt mit positiv wie "der Test ist positiv".

    Das ist im Deutschen eine Falle, in die viele reintappen. Da gibts dann immer Diskussionen, wie man denn bitte Strafe als was "positives" bezeichnen könne!!1!!1

    Noch besser: Während in der Lerntheorie die negative Verstärkung (das Wegnehmen eines unangenehmen Reizes) eine Belohnung darstellt, existiert, in einem anderen Zweig der Verhaltensforschung, der Begriff "negative Verstärkung" als Synonym für Strafe.

    Da ist dann die positive Verstärkung - alles was belohnt (egal ob durch Zufügen oder Wegnehmen)

    und die negative Verstärkung - alles was straft (egal ob durch Zufügen oder Wegnehmen)

    Positiv: Weil das gezeigte Verhalten gestärkt wird (+), und negativ, weil es geschwächt wird (-).

    Man muss ich also immer erst mal einige, in welcher Welt man unterwegs ist.

    Ja, vermutlich findet der Welpe es ziemlich doof, wenn ich ihn abhole,

    Genau, daher ist es eine Strafe, keine wirkungsvolle, weil er das mit Sicherheit nicht mit dem Verhalten "hinlaufen" verknüpft. Aber eine Strafe, weil blöd.

    und gebe ihn dann frei zur freien Interaktion.

    und das wäre dann die (wirkungsvolle) Belohnung für das ruhige Annähern.

    Deine Bezeichnung "Korrektur" würde ich "Alternativverhalten etablieren" nennen. Und ja, das erreicht man dadurch, dass man erwünschtes Verhalten belohnt und unerwünschtes soweit wie möglich verhindert.

    Ich will dir also nicht widersprechen! Ich sehe es im Grunde genau wie du, vom Ansatz her.

    Das wegholen ist zwar eine Strafe, aber der Hund kann alleine daraus nicht lernen "oh ich darf da nicht hinlaufen". In dem Moment, wo er hingelaufen ist, hat er sich schon für das Verhalten selbst belohnt und der Drops ist gelutscht. Da bringt eine Strafe eh nix mehr.

    Strafen ist, wenn man welche einsetzen möchte, nur sinnvoll, wenn der Hund sie korrekt verknüpfen kann, und da hapert es sehr oft. UND, damit es fair ist, sollte man ein Ankündigungssignal etablieren, damit der Hund weiß - oh, das lass ich lieber, weil sonst... Das ist dann das "Nein", das Räuspern, etc.

    Meistens macht man das völlig unbewusst sowieso. Menschen agieren (untereinander) genauso. Das alles ist ja kein erfundenes Zeug, sondern direkt aus der Verhaltensbiologie.

    Das mag ich gar nicht beschreiben, weil ich es nur falsch oder mit zu viel Interpretationsspielraum hier wiedergeben kann.

    Genau das ist es, was alle immer wieder geschrieben haben. Man kann keine konkreten und allgemeingültigen Handlungsanweisungen geben.


    Du nimmst ihm ja was weg, was er gerade tun möchte. Das heisst auch irgendwie.

    Das heisst negative Strafe (negativ, weil etwas abgezogen/weggenommen wird), das ist alles, was Frust macht.

    Positive Strafe ist alles, was man aktiv "hinzufügt", und der Hund das blöd findet - böse gucken, laut werden, körperlich irgendwie beeinflussen (wie es wohl in diesem Fall die Züchterin gezeigt hat - körpersprachlich korrigieren), Wasser spritzen etc pp. Sogar streicheln kann eine Strafe sein, wenn der Hund das blöd findet.

    Ein Abbruchsignal ist eine Ankündigung einer Strafe (egal, ob positive oder negative). Das Abbruchsignal ermöglicht dem Hund, eine Strafe zu vermeiden.

    Es hilft ein bisschen, wenn man sich das mal durchdenkt. Dann sieht man auch ganz schnell, wie wichtig es ist, dass der Hund überhaupt versteht, wofür gestraft wird (und das gleiche gilt natürlich fürs Belohnen). Sonst kann die erwünschte Verhaltensänderung nicht eintreten.

    Find ich nen Guten Tipp. So wirds sein, er denkt, er bekommt mit uns immer Action.

    Ihr züchtet euch halt auch selbst ein unerwünschtes Verhalten ran. Wie in dem Video zu sehen - der Hund bekommt nur Input, wenn er was tut, was dir nicht gefällt.

    Das Verhalten wird er tendenziell öfter zeigen, weil Aufmerksamkeit fast immer ein Verstärker ist. Nichts ist schneller antrainiert, als ein um Aufmerksamkeit heischen. Vor allem, wenn Hunde viel ignoriert werden und nur beachtet, wenn sie "nerven".

    Daher ist es wichtig, dass der Hund öfter Aufmerksamkeit bei erwünschtem Verhalten erntet, als bei unerwünschtem. Das kann ein Lächeln im Vorbeigehen sein, ein "ich bin da und du bist toll" ohne großes Gewese.

    Das ist alles nicht so einfach und auch eine Gradwanderung - Schema F gibts da nicht. Der Hund hat auch keine Uhr und sagt sich, bald ist 16 Uhr, dann bekomme ich Aufmerksamkeit, warte ich halt solange.

    Naja, es sind nicht alle Lebensräume wirklich gut für Hundeaufzucht geeignet. Das ist einfach so. Das war jetzt halt eure Wahl, nicht die des Hundes.

    Egal, wie perfekt richtig man alles im Umgang mit dem Welpen macht - eine Hundehaltung und v.a. Welpenaufzucht ohne Dreck oder dass mal was kaputt geht gibt es nicht.

    Ich habe überhaupt keine negativen Erinnerungen an sowas in der Welpenzeit. Das liegt nicht daran, dass mein Hund nie reingemacht hat oder die Fransen vom Teppich genagt hat oder Schuhe rumschleppen wollte - es hat mich nur nicht gestört, weil wisch ich es halt weg, der Teppich war nicht teuer udn liegt hier halt jetzt ohne Fransen und Schuhe gehören in den Schuhschrank, sonst selbst schuld.

    Derselbe Welpe wäre für euch vielleicht ein Problem gewesen.

    Daher ist das auch schwer mit passgenauen Tipps.

    Bei euch denke ich wäre mehr Bedürfnisbefriedigung draussen - den Hund einfach machen lassen, auch mal was ankauen lassen, Blumen rausrupfen, buddeln, schnuppern, rumkullern - vielleicht helfen. Irgendwo muss er das ausleben.