Ich bin der Meinung, dass die Frustrationstoleranz (also das eigene Empfinden) weitgehend im Charakter und der ganz frühen Lernerfahrung angelegt ist und sich nicht wirklich trainieren lässt. Sehr wohl aber kann der Umgang mit Frust erlernt und geübt werden.
Was man trainieren kann:
- Impulskontrolle, Aushalten lohnt sich
- Strategien, mit Frust umzugehen und Stress abzubauen, wie z.B. sich rausnehmen, Umlenken usw.
- frustrierende Situationen emotional anders bewerten (Umorientierung, Frustauslöser als Ankündigung einer Belohnung erlernen etc.)
Und natürlich, bei der Erziehung, vermeiden, dass der Hund erst etwas als normal kennenlernt, was ihm später dann vorenthalten werden soll. Z.B. als Welpe zu jedem Hund hinrennen dürfen und plötzlich nicht mehr, als Welpe den Besitzer an der Leine hinter sich herziehen und plötzlich nicht mehr Ziehen dürfen usw. Also: Frustauslöser für den Hund nicht erst selbst schaffen. Stichwort Erwartungshaltung.