Beiträge von *Waldi*

    Ich bin der Meinung, dass die Frustrationstoleranz (also das eigene Empfinden) weitgehend im Charakter und der ganz frühen Lernerfahrung angelegt ist und sich nicht wirklich trainieren lässt. Sehr wohl aber kann der Umgang mit Frust erlernt und geübt werden.

    Was man trainieren kann:

    - Impulskontrolle, Aushalten lohnt sich

    - Strategien, mit Frust umzugehen und Stress abzubauen, wie z.B. sich rausnehmen, Umlenken usw.

    - frustrierende Situationen emotional anders bewerten (Umorientierung, Frustauslöser als Ankündigung einer Belohnung erlernen etc.)

    Und natürlich, bei der Erziehung, vermeiden, dass der Hund erst etwas als normal kennenlernt, was ihm später dann vorenthalten werden soll. Z.B. als Welpe zu jedem Hund hinrennen dürfen und plötzlich nicht mehr, als Welpe den Besitzer an der Leine hinter sich herziehen und plötzlich nicht mehr Ziehen dürfen usw. Also: Frustauslöser für den Hund nicht erst selbst schaffen. Stichwort Erwartungshaltung.

    Aber im Grundsatz finde ich, das klingt doch alles gut. Persönlich würde ich zum Wandern, Radfahren etc. immer eher auf einen Hund unter 20 Kilo gehen, damit man ihn Tragen bzw. beim Radeln im Anhänger gut transportieren kann. Das eröffnet viele Möglichkeiten und macht das Leben einfacher.

    Das stimmt, aber beim tatsächlichen Wandern ist mein Mann dabei und für alles andere haben wir diese Tragevorrichtung die man sich auf den Rücken macht, sieht aus wie so ein Babytragetuch. Ich habe es allerdings noch nicht ausprobiert! Dachte beim Radfahren jetzt eher an nebenher laufen, oder ist das nicht mehr gut für den Hund?

    Klar ist Nebenherlaufen auch gut. Wenn man längere Touren machen möchte, ist es aber superpraktisch, wenn der Hund auf Strassenabschnitten, wenn es zu warm ist oder wenn er eine Pause braucht, in den Hänger kann (oder ein Kleinhund, in den Korb).

    Es kommt immer drauf an, ob man "für den Hund" radelt, oder ob man ne Tour macht und nimmt den Hund halt mit. Bei letzterem ist es Mitlaufen manchmal schwierig.

    Einen verletzten Hund bei einer Wanderung tragen zu müssen, ist halt was, was passieren kann.

    Und je größer der Hund, umso kleiner ist das aktive Fenster. Wenn sie jung sind, kann man sie nicht zu stark belasten, und sie werden (in der Regel) früher alt als kleinere Hunde. Große Hunde sind ja oft mit 8, 9 Jahren schon Senioren.

    Für alles, was mit Strecke machen zu tun hat, sind schlanke, mittelgroße Hunde meiner Meinung nach das beste.

    Meine DSH aus LZ würden sich damit sehr wohlfühlen.

    Ich würde mir da bei dem Kriterium der Verträglichkeit mit anderen Hunden Gedanken machen. Ich finde das Thema für einen Anfänger schwer einzuschätzen und zu händeln.

    Wenn man bisher noch keine Erfahrung mit Hundesport hatte, ist es schwierig abzusehen, wie das nachher wirklich ist. Gerade, weil man bei vielen Sportarten auf einen Verein angewiesen ist. Und da erlebt man schon durchaus ... interessante... Sachen.

    Aber im Grundsatz finde ich, das klingt doch alles gut. Persönlich würde ich zum Wandern, Radfahren etc. immer eher auf einen Hund unter 20 Kilo gehen, damit man ihn Tragen bzw. beim Radeln im Anhänger gut transportieren kann. Das eröffnet viele Möglichkeiten und macht das Leben einfacher.

    mit den anspruchsvollen Arbeitshunden in meiner Umgebung

    Welche sind das? Da kannst du doch dann auch einschätzen, welche davon dir gefallen würden. Kannst du nicht deren Besitzer zum Hundesport begleiten um dir das anzuschauen?

    Die Zwergspitze haben schon 2005 als ich Mitglied im Verein für deutsche Spitze war zwischen 2.000€ und 2.500€ gekostet.

    Es fällt mir wirklich schwer, dass zu glauben. Vor 20 Jahren? 2500 Euro für einen Hund?

    Ich glaube dir, dass du dir das nicht ausgedacht hast, aber glauben würde ich es erst, wenn das aus anderen Quellen bestätigt würde.

    Waren die Zwergspitze vor 20 Jahren schon solche Qualzuchten wie heute? Ich dachte, der Boom wäre neuer.

    habe es eher als eine intellektuelle Fingerübung denn als Roman empfunden

    Ja das trifft es wohl.

    Es fühlt sich so an, als wenn jemand die ganze Zeit da steht und schreit: Guck, wie schlau ich bin! Gebt mir einen Preis, sofort! Was ich alles gelesen habe! Die Filme die kenne! Schau, ein tolles Zitat!

    Nur schade, dass nichts dabei rausgekommen ist, was selbst eines Zitats würdig wäre.

    Aber gut - gebärende Ziegen, ein kaputter Kühlschrank, das Mustang-Makeover - interessante Auswahl des "Grauens".

    Also dieses Jahr habe ich kein Glück mit Preisträgern.


    Booker Preis - Orbital: War nicht meins. Ich durfte schon einige Naturwissenschaftler und sogar einen Astronauten kennenlernen, und irgendwie passten die Figuren in dem Buch so gar nicht zu meinem Bild. Ich fands langweilig.

    Und jetzt der Deutsche Buchpreis - da fand ich schon die letzten beiden so semi, aber "Die Holländerinnen" hat mich gar nicht erreicht. Ich fand die Struktur furchtbar gewollt und gezwungen. Der Text ist (fast) durchgehend in indirekter Rede - die Protagonistin hält eine Vorlesung, die indirekt wiedergegeben wird, und darin erzählt sie wiederum in indirekter Rede, was ihr andere erzählt haben. Ok, kann man machen, wenn man unbedingt was Besonderes machen will. Nur, die ganzen Geschichten, die auf diese Art erzählt werden, fügen sich nicht zusammen, ergeben kein Bild, haben oft nicht mal ein richtiges Ende. Klar, das ist alles Absicht und soll uns irgendwie die Sinnlosigkeit des Erzählens oder sowas nahebringen. Ich fand, man hätte es dann auch gleich lassen können. Ich habe gar nichts gegen einen anspruchsvollen Stil - aber hier fühlte es sich für mich wie Selbstzweck an. Unzugänglich machen, um exklusiv zu wirken.

    Als Audiobuch aber sehr schön gelesen und zum Glück sehr kurz, so dass ich es zu Ende gebracht habe - hoffend, es kommt noch ein befriedigendes Ende, das blieb aber aus.

    Zufrieden war ich nur mit dem Sieger des "Tournament of Books" - James von Percival Everett, obwohl mit der Zweitplatzierte "Martyr!" noch viel besser gefallen hat. Das fand ich richtig klasse.