Beiträge von *Waldi*

    Die TE verbietet das Knurren doch gar nicht, der Trainingsansatz läuft über Gewöhnung und Desensibilisierungsversuche

    Ich habe mich auf dein Zitat bezogen, dort war von verbieten die Rede.

    Der Trainingsansatz war wohl als Densibilisierung gedacht, die beschriebene Durchführung ging aber deutlich weiter.

    Eine sinnvolle Desensibilisierung bietet Auswege ("wenn du kurz ruhig bleibst, geht der Auslöser weg"). Was hier gemacht wurde, ging viel zu weit, man würde das heute Flooding nennen. Im Pferdebereich tatsächlich oft angewandt ("Aussacken") - oft genug mit gefährlichen Folgen.

    Desensibilisierung in Bezug auf den Sozialpartner finde ich merkwürdig. Wenn es um den Staubsauger geht, oder darum, von der etablierten Vertrauensperson Manipulationen auszuhalten (Bürsten etc.), ja, da muss man Desensibilisieren - aber einen neuen Sozialpartner etabliert man so eher nicht erfolgreich.

    Wenn ich schreibe:

    Wenn du es nassmachst, dann wird es zum Gremlin

    bedeutet das NICHT:

    Wenn du es nicht nassmachst, wird es nicht zum Gremlin (denn es könnte mehr als einen Faktor geben, der die Verwandlung auslöst)


    Übertragen auf dein Beispiel:

    "Knurren immer akzeptieren und nie bestrafen. Das führt nur dazu dass die nächste Stufe eingesetzt wird, das abschnappen."

    Das ist absolut NICHT dasselbe, wie zu sagen:

    "Knurren immer akzeptieren und nie bestrafen. Das führt dazu, dass der Hund den Partner akzeptiert"

    Letzteres hat niemand nirgends geschrieben. Kienr kann wissen, ob der Hund den Partner jemals akzeptiert. Was man rauslesen kann, ist, dass es schlimmer gemacht wurde durch das Training.

    Das hat alles nichts mit Hunden zu tun, sondern mit Logik. Was du gemacht hast, ist ein sogenannter unzulässiger Umkehrschluss.

    Zurück zu Hunden: Ob man jetzt ganz allgemein Knurren nie verbieten darf/kann/soll - das ist hier ja nicht das Thema. Hier in diesem Fall hat das Übergehen zu einer deutlichen Eskalation geführt, mit der der Mensch dann nicht umgehen konnte - es war also ganz sicher der falsche Weg (so, wie es gemacht wurde).

    Bretone&Sam

    In D braucht man eine Erlaubnis des Vet-Amtes, u als Hundetrainer arbeiten zu dürfen (den sogenannten "11er")

    Die Erlaubnis wird vom AmtsVet des Landkreises erteilt und kann auch wieder entzogen werden.

    Du könntest also dorthin eine Email schreiben oder dort anrufen und deine Eindrücke schildern. Daraufhin erfolgt dann ggf. eine Überprüfung. Der Amtsvet darf nicht sagen, von wem die Meldung kommt.

    Das wäre der beste Weg.

    Ich vertraue dem Trainer und schätze ihn. Bevor ich ihn wechsele, würde ich erst mal das Trainingskonzept mit ihm besprechen und dieses ggf. wechseln.

    Ich glaube auch, ihr habt das Training gar nicht so umgesetzt, wie der Trainer es wollte. Ihr seid sehr schnell vorgegangen und habt dem Hund dabei keine Lösungswege gelassen - das hat Schäferterrier ja schon sehr gut erklärt.

    Beim weiteren Training solltet ihr unbedingt dem Trainer genau erzählen, was bei der missglückten Session passiert ist - denn damit habt ihr das Problem vermutlich deutlich verschärft.

    Ich denke, das wird viel Zeit, Geduld und Vertrauensaufbau brauchen. Keinerlei Hau Ruck Aktionen. Wenn ihr mit dem Trainer weitermacht, dann lasst euch genau erklären und zeigen, was ihr tun sollt, und haltet euch daran.

    Auch das bloße Anleinen (= Leine ins Geschirr klinken) lässt sie inzwischen von meinem Freund nicht mehr zu, vor 4 Wochen ging das noch.

    Mal ganz allgemein gesprochen: Wenn ich bezogen auf mein Trainingsziel eine deutliche Verschlechterung wahrnehme, würde ich das Training überdenken.

    Ich kenne den Ansatz auch von der Ausbildung junger Pferde, dass man ruhig, aber beharrlich weitermacht, wenn sie ein Verhalten zeigen, das man nicht haben möchte,

    auch das kann in die Hose gehen, und auch da gibt es andere Ansätze, die man wählen kann. Grundsätzlich finde ich zwar einiges übertragbar zwischen Pferde- und Hundetraining, aber bei allem, was mit Aggressionsverhalten zu tun hat, sind die beiden Tierarten sehr sehr weit auseinander. In dem Fall passt der Vergleich eher nicht, würde ich sagen (und ich würde es auch mit Pferden nicht so machen).

    hätten wir nicht Massen von "Problemhunden".

    Wo haben wir denn Massen von Problemhunden?

    Ich finde, es bringt niemanden weiter, wenn wir hier dieselbe Grundsatz-Diskussion wie immer noch mal führen.

    Ich glaube jedenfalls nicht, dass "klares Schwarz-Weiß" in diesem Fall irgendwie weiterhilft. Jetzt noch Strafen obendrauf zu setzen, wo der Hund doch eh schon nicht weiß, wohin mit sich, fände ich nicht zielführend. Der Hund kann das "Überdrehen" ja nicht steuern.

    Es klingt, als wäre der Hund draußen immer an der Leine (meistens kurze Leine) und wird zusätzlich auch noch viel im Haus angebunden.

    Damit würde mein jetzt 13 Jahre alter Hund durchdrehen.

    Vielleicht schaut ihr euch mal nach einem anderen Trainer um?