Oder man sagt, jeder Hund kann gefährlich werden, deshalb gibt es Versicherungen und eine Sicherungspflicht und der Versuch, durch Steuern zu regulieren, wie es bisher schon geschieht.
Was mich an dieser "Alle Hunde sind gleichermassen gefährlich" Argumentation so stört:
Ich möchte einen Hund, der einfach zu führen und relativ ungefährlich ist. Natürlich muss ich Verantwortung übernehmen und aufpassen, dass keine Unfälle passieren!
Aber ich möchte einen Hund, bei dem ich nicht damit rechnen muss, dass der Menschen angreift, schwer verletzt oder tötet, weil mir die Leine aus der Hand gerutscht ist.
Also hole ich mir einen Begleithund, einen Labbi, Pudel, Collie oder Cocker Spaniel. Die können auch beissen, das ist völlig klar! (ich bin als Kind von einem Collie gebissen worden - Lassie wollte ich dann nicht mehr gucken... aber das war ein Biss aus einer blöden Situation raus, ich war in keinem Moment in Lebensgefahr).
Dass diese Hunde einen Menschen angreifen und die Haut vom Schädel ziehen, die Schlagader durchtrennen, den Menschen bis zur Unkenntlichkeit zurichten - damit muss ich doch bei diesen Rassen nicht rechnen.
Oder seht ihr das anders?
Es GIBT aber tödliche Hundeangriffe auf Menschen. Und plötzlich heisst es: Das hätte mit deinem Pudel oder Collie genauso passieren können!
Könnte, vielleicht, theoretisch...? IST ES ABER NICHT. Mal abgesehen von konstruierten "Labbi-Mix" Geschichten und unglücklichen Unfällen.
Ich hab da einfach keinen Bock drauf, dass alle Hunde verteufelt werden. Ja, ist auch blöd, wenn eine ganze Rasse verteufelt wird wegen einiger Exemplare. Wird aber nicht besser, wenn man das ausweitet.
und Ja, einen völlig ungefährlichen Hund gibt es nicht. Aber es gibt Unterschiede.
Es ist eben NICHT egal, ob ich mir Kangal, AmStaff oder DSH hole (auch, wenn die nicht alle automatisch gefährlich sind) , oder Labbi, Pudel und Collie.