Vor allem im Bezug auf 'nein, sowas koennen nicht alle Rassen/Mixe!'....
Das habe ich NIE geschrieben.
Mir muss da auch niemand helfen.
Ich denke, Rassen sind nun mal nicht alle gleich.
Vor allem im Bezug auf 'nein, sowas koennen nicht alle Rassen/Mixe!'....
Das habe ich NIE geschrieben.
Mir muss da auch niemand helfen.
Ich denke, Rassen sind nun mal nicht alle gleich.
Ganz ehrlich, der Artikel?
Da steht, dass der Hund (LabbiMIX - was immer das heisst, oft genug sagen Leute halt Labbimix....was immer es ist) den Mann "unglücklich erwischt" habe, als dieser in eine Beisserei eingreifen wollte - man nahm sogar zuerst an, es hätte sich ein Stock in den Hals gebohrt. Dann ist der Mann in Panik weggelaufen - nur deshalb sei er verblutet, hätte er sich ehlfen lassen, wäre gar nichts passiert.
Der Hund wurde als harmlos eingeschätzt. Sowas kann tatsächlich mit jedem Hund passieren.
Der Hundebiss war also zwar in Konsequenz tödlich - aber das ist doch in keiner Hinsicht mit dem Angriff auf die Joggerin vergleichbar.
Ich finde esgenauso zynisch, diesen Vorfall aus dem Jahr 2000 mit dem Angriff von Naarn zu vergleichen, wie einen Autounfall.
Eine Verkettung unglücklicher Umstände ist nicht dasselbe, wie ein gezielter, tödlichenr Angriff.
Dass es nun heißt, sowas kann grundsätzlich und jederzeit mit jedem Hund passieren und deswegen müssen Hunde entsprechend immer absolut 100% sicher geführt werden, das gefällt mir nicht, denn das bedeutet eigentlich, dass jeder Hundehalter immer mit einem Bein vor der Verurteilung steht.
Im Prinzip ist es aber so.
Selbst Haftpflichtversicherungen erkennen -auch ohne Verhandlung/Verurteilung- nicht zwingend eine 100% Alleinschuld vor Auszahlung an. Die meisten Beißereien gehen mit Teilschuld einher.
Das hat aber nichts mit Fahrlässigkeit oder anderen Straftatbeständen zu tun, sondern mit der Tiergefahr.
Das ein Zwergenhund einen erwachsenen Menschen toedlich verletzt, ist unwahrscheinlich. Ab einer gewissen Groesse ist es mAn abet absolut naiv zu meinen die koennen das nicht, weil sie gehoeren ja nicht zu Rasse xyz.
Diesen Umkehrschluss habe ich nicht gemacht.
Wobei ich es schon bemerkenswert finde dass man da jetzt einen fast 25 ! Jahre alten Artikel rauskramt - in dem außerdem von einem Labrador-Mix die Rede ist (weiter hinten).
Die vielen Labrador- und Boxer-Mixe kennen wir ja auch alle...
Ich habe auch ganz bewusst nichts von Listenhunden geschrieben. Zu den Hunden, bei denen ich eine erhöhte Verantwortung des Halters sehe, gehört für mich ganz klar auch der DSH, Rottweiler, Ridgeback - und weniger in Bezug zu Menschen, aber auf jeden Fall auch der Husky (Als Reiterin hab ich da meine Erfahrungen mit Husky-Angriffen auf Pferde).
Keinefalls heisst das aber, alle Hunde dieser Rassen sind per se gefährlich, noch heisst das, alle Hunde, die NICHT diesen Rassen angehören, sind es auf keinen Fall.
Beides folgt nicht aus dem, was ich geschrieben habe: Dass bestimmte typische Eigenschaften die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Angriffe erhöhen und man daher beim Halter mehr Sorgfalt erwarten kann.
Mir geht es auch so.
Mal abgesehen vom juristischen, damit kenne ich mich nicht genug aus - mich stört diese Gleichsetzung von tödlicher Verkehrsunfall und tödliche Attacke.
Ja, alle Hunde können einen tödlichen Verkehrsunfall auslösen, wenn sie freilaufen, oder sich losreissen etc - diese Gefahr besteht bei allen Hunden. (Und Katzen. Und Pferden.)
Alle Hunde können einen Menschen beissen, der Biss kann sich entzünden und der Mensch kann an Sepsis sterben. Diese Gefahr besteht auch bei allen Hunden (und Katzen...)
Haken dran, da geh ich mit. Alles gefährlich. Bei allen Hunden. Katzen. Pferden.
So und jetzt kommt zusätzlich noch OBENDRAUF die Gefahr, dass ein Hund einen Menschen durch Bisse tötet. Also nicht durch Folgen des Bisses, sondern unmittelbar, Haut vom Schädel abziehen, Halsschlagader durchtrennen.
Nein, diese Gefahr besteht nicht bei allen Hunden. Das kann mir einfach keiner erzählen. Das fängt ja schon mit der Größe und Körperkraft an. Und dass es GAR nichts mit dem Hundetyp zu tun hat (und ich meine nicht nur Listenhunde), stimmt doch auch nicht. Bestimmte Eigenschaften (z.B. niedrige Reizschwelle, oder höhere Aggressionsbereitschaft, oder erhöhter Beutetrieb, oder Schutztrieb, oder Unverträglichkeit) machen Angriffe nun mal wahrscheinlicher. Nicht unausweichlich! Aber wahrscheinlicher.
Und damit dann nicht entsprechend umzugehen, ist fahrlässig.
Sondern auch zb den Pferdehalter, der beim Ausritt vom Pferd fällt und dessen Pferd nach Hause läuft und dabei zb in ein Auto läuft und den Autofahrer schwer verletzt oder noch schlimmeres. Auch da verwirklicht sich die typische Tiergefahr, die der Pferdehalter nicht körperlich (logisch) und auch sonst offensichtlich nicht unter Kontrolle hatte..
In dem Fall ist der Pferdehalter erst mal zu 100% haftbar. Tiergefahr hat aber überhaupt gar nix mit Fahrlässigkeit zu tun.
Wenn bei den Ermittlungen der Verdacht entsteht, dass der Reiter grob fahrlässig gehandelt hat, dann wird das entsprechend verfolgt und ein Urteil gefällt. Das passiert immer im Einzelfall.
Das gleiche passiert bei Vorfällen mit Hunden. In diesem Fall ist das Gericht nun mal zu dem Ergebnis gekommen, dass die Halterin es hätte besser wissen müssen. Da hat mit Sicherheit die Rasse der Hunde eine Rolle gespielt, die mangelnde Sicherung, das Gesamtgewicht der Hunde.
Das ist jetzt aber kein geltende Regelung "Niemand darf mehr mit drei Hunden raus" oder "Es ist immer fahrlässig, mit drei großen Hunden raus zu gehen". Das Gericht kam in diesem Fall zu diesem Ergebnis.
Sollte tatsächlich morgen jemand von drei Chihuahuas oder drei Labbis getötet werden, wird ein Gericht sicherlich auch darüber entscheiden...
Ich finde es allerdings richtig, wenn es, wie in manchen Bundesländern, Vorschriften dazu gibt, wieviele große Hunde gleichzeitig geführt werden dürfen.
Sehe ich auch so.
Ich freu mich wie irre, wenn der inzwischen 11 Jahre alte Hund nochmal einen "Rennflash" hat. Als der jung war... ich habs geliebt, zuzuschauen, wie er sich einfach an der Bewegung freut.
Ich finde es absolut richtig und wichtig, dass man auf das Thema Stress achtet. Aber jugendlicher Übermut gehört auch dazu.
Für mich ist der Indikator, wie der Hund drauf ist, wenn man nach Hause kommt. Wenn er da relativ schnell zur Ruhe kommt, ist das für mich ein positives Zeichen. Von daher denke ich, das passt schon bei euch.
Interaktion und Spiel mit anderen Hunden - anderen Jungspunden, aber auch erwachsenen Hunden - wäre mir in dem Alter wichtig.
Ich denke, dein Hund verhält sich ziemlich normal ... Diesen Hundetyp hab ich auch gerade... vieles wird mit dem Erwachsenwerden sowieso ruhiger, von ganz alleine. Dass er drinnen entspannt ist super.
Was ich dir dalassen will: Dinge, die du für einfach halten magst, sind es für den Hund ganz und gar nicht.
Am See sitzen und entspannen, während rundum Trubel ist? Das ist MEGA schwierig für reizoffene, lebhafte Hunde.
Unterwegs rumstehen und "nichts" tun? Auch super schwer.
"Mini-Runde" an der Leine in der Stadt? Viel anstrengender als 45 min im Freilauf ohne Ablenkungen.
Das heisst nicht, dass alle diese Dinge nicht gehen. Aber vielleicht hilft es dir, dir klarzumachen, dass das wirklich viel verlangt ist.
Diesen Sommer würde ich jedenfalls noch keine längeren Aufenthalte am See planen.
Ich persönlich würde auch warten bis nach dem Urlaub.
Aber - wenn die Urlaubsbetreuung sowieso eine regelmässige Betreuung sein soll, die ihr öfter mal in Anspruch nehmen wollt, dann würde ich von Anfang an, also wirklich nach ein paar Tagen schon, damit anfangen, den Hund dort hinzubringen und auch bei denen Eltern zu lassen. Dann wäre das mit dem Kurzurlaub auch kein problem in meinen Augen, weil deine Eltern für ihn dann vertraute Personen sind.
kann ich mich bei den genannten und auch anderen Beispielen durchaus ähnlich positionieren. Aber...ist das zielführend?
Ich hab schon den Eindruck, dass es sich gesellschaftlich immer mehr in die Richtung "meine (kleine) Gruppe und die anderen" entwickelt.
Das sehe ich genauso.
Daher würde ich auch niemals aus meinen Partikularinteressen ableiten wollen, dass es genauso zu sein hat, wie ich das gerne hätte!
Für mein Leben, meine Nerven und meine Sorgen um meinen Hund wäre ein generelles Verbot mancher Rassen und alle möglichen Vorschriften für große Hunde total gut, auf der anderen Seite ist es mir vollkommen egal, wie sich kleine Hunde benehmen, die stören mich nicht.
Dass kann man aber so nicht einfordern, und das würde ich auch nie tun.
Ich will aber auch nicht vor den Karren gespannt werden, für Interessen einzutreten, die nicht meine sind. Was mich da immer besonders wurmt, ist die Forderung nach "Gleichbehandlung" - ja, es gibt ne Menge gegen Rasselisten zu sagen, aber das Argument, dass man ALLE Hunde (bis hin zum Chihuahua) als gleichermassen gefährlich anzusehen habe - damit schadet man doch allen Hundehaltern (von wegen "Wir"...). "Selbst aus einem Pudel kann man einen Kampfhund machen" und solche Sachen. Gleiches Unrecht für alle, bitteschön - oder wie ist das zu verstehen?
Da reicht das "Wir" auch nur bis zum Ende der eigenen Interessen.
Oder der Kleinhund ("Fußhupe") der selbst schuld ist, wenn er "geschreddert" wird. Hm.
Da es immer mehr Hunde gibt, wird die Toleranz der Gesellschaft (sowohl Nicht-Hundehalter als auch andere Hundehalter) einfach geringer, die Reibungsfläche größer. Da wird man sich drauf einstellen müssen. Hundehaltung wird restriktiver werden. Für jemanden, der sich einen Hund holt, der in die heutige Lebenswelt passt, und sich dann entsprechend bildet, sollte das machbar bleiben.
Aber ich denke, für Hunde, die aus dem "akzeptablen Schema" rausfallen, wird es schwieriger werden.
Dass es gerade Hundehalter sind, die lautstark nach einem Hundeführerschein verlangen (natürlich immer für die anderen Deppen...), wundert mich daher manchmal schon auch.