Bonnie war am Anfang auch so. Am Abend ist sie ausgeflippt, rumgeschossen wie ein Floh, konnte schlecht einschlafen, weil sie immer wieder rumflippen "mußte". Ich glaube, es war alles zusammen. Die beginnende Entspannung nach monatelangem Tierheimstress (dort lief sie sehr häufig stereotyp im kreis), das Glück, nicht mehr allein zu sein, neue Eindrücke (denn auch einfach mit jemandem zusammenzuleben sind Eindrücke), die ganze angestaute Energie, die Aufregung - ich hab gar nichts künstlich runtergeschraubt oder trainiert. Wir sind dennoch 4x täglich Gassi gegangen, kurz natürlich, aber das wichtigste war mir Routine. Abläufe, die immer gleich waren, Bonnie einen Rahmen gaben und Halt, die Gewissheit, daß Futter regelmäßig kommt und leisten mußte sie dafür gar nichts. Einfach nur sein, entdecken.
Und Bonnie ist halt einfach auch der Typ dazu. Super impulsiv, null Geduld, total schnell euphorisch. Später hab ich ihr dann "Ruhe geben" beigebracht, daß sie sich hinlegt, wenn ich merke, daß sie es doch mal wieder übertreibt.
Mit dem Schnappen - Du hast halt einen im Moment super aufgedrehten Hund, der Dich noch nicht wirklich kennt und dann hälst Du ihn fest. Da bleibt dem Hund fast nichts anderes übrig als zu schnappen