Beiträge von Limetti

    Für diesen unsensiblen Tierarzt. :no: Die Diagnose mit der Vorgeschichte sollte doch ehrliches "da können wir leider nix mehr tun, möchten sie noch ein paar Minuten zum verabschieden haben?" nach sich ziehen..

    Danke, aber leider ist halt bei manchen Tierärzten (oder auch Menschenärzten) die Geldgier größer als der Nutzen für den Patienten.

    Und manchmal ist auch die "Arzthörigkeit", der Glaube, daß immer mehr Diagnostik immer mehr Heilung und Gutes bringt, durchaus auch ein Problem.

    Vieles ist doch einfach Kommunikation.

    Genau, und auch ein vernünftiger Tierarzt, der einen ernst nimmt und aber auch verschiedene Wege aufzeigt, also Wege der Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten, damit ich entscheiden kann.

    Und auch wenn geglaubt wird, daß Leute in der DF Bubble "alles" geben - nein, ich nicht. Ich muß nicht Leben um jeden Preis erhalten, und Mords Diagnostik und Behandlung fahren, wenn das Ergebnis dann paar Wochen mehr Leben ist. Ein Hund lebt im Jetzt. Und es ist wichtig, daß dieses Jetzt für den Hund als gut empfunden werden kann. Ich als Mensch, der nicht loslassen möchte, darf sich in solchen Fragen nicht in den Vordergrund schieben. Sicher ist es sehr schwierig, da immer den richtigen Weg zu finden, aber der teuerste ist garantiert nicht immer der beste.

    Somit - ich habe ein finanzielles Pölsterchen und die OP-Versicherung und damit fühle ich mich sicher.

    Aber ja.. wieviele können da gegen argumentieren und sich der "also wenn sie das Beste für ihr Tier wollen!" Manipulation entziehen? Indirekt, zwischen den Zeilen, wurde auch gedroht, sonst mit mir langfristig nicht mehr zusammen zu arbeiten. War ich ja nicht drauf angewiesen aber es hatte einen ziemlich blöden Beigeschmack.

    Ja, ich kenne daß, daß einen Ärzte in der TK durchaus unter Druck setzen. Meine frühere Hündin war totkrank, ihr Herz schlug trotz Medis so schwach, daß meinem TA ein "mit diesem Herz müßte sie eigentlich tot sein" rausrutschte. Sie hatte noch eine Autoimmunerkrankung und einiges mehr.

    Dann gings ihr an einem Abend sehr schlecht, wir sind in die TK, dort stellte man fest, Blasenkrebs, die Blasenwand aktuell durchbrochen, der ganze Urin also quasi im Körper, sie wollten operieren. Ich hab meinen TA angerufen zur Beratung, der mir dringend abgeraten hat, meinen Hund noch operieren zu lassen.

    In der Tierklinik wirft mir der Arzt dann vor: "Ach, Sie sind zu geizig und wollen die OP nicht zahlen. Dann kommen Sie aber schnell vorbei, damit Ihr Hund eingeschläfert werden kann". Tja, so kann das laufen, wenn eine TK halt das Geld gerne noch verdient hätte, der Hund das aber gar nicht mehr her gibt eigentlich.

    Ich habe auch hier im Forum manchmal das Gefühl, daß manche Mitschreiber andere User drängen zu immer mehr Diagnostik, mit nichts zufrieden sind und natürlich die besten Ärzte wären ;-), was für mich zb ein Grund ist, hier im Forum nichts groß über Diagnosen oder Behandlungen zu erzählen, weil das niemanden hier was angeht.

    Ja man kann im Leben nicht alles haben, aber ich kann haben, was MIR wichtig ist: Hunde, bzw einen Hund. Und ich bin ganz bestimmt kein Großverdiener.

    Kleiner weil billiger im Unterhalt und jung dass noch versicherbar. Ich finde es schade, weil ich eigentlich aus Überzeugung Tierschutzhunde nehme, auch die erwachsenen. Auch gerne die mit Herdenschutzeinschlag, die nicht so gute Vermittlungschancen haben. Ich kann mit denen gut, hier ist das Prinzip viel kann, wenig muss. Und dann aus reinen finanziellen Gründen die im Tierheim zu lassen und irgendwas kleines, junges, "billigeres". Irgendwie fühlt es sich doof an.

    Ältere TschHunde sind ja nicht automatisch krank. Also ich konnte meine beiden Hunde mit 7 Jahren ca immer noch OP versichern, KV würde ich eh nicht. Wirklich teuer in Bezug auf TA war eigentlich bisher nur einer meiner Hunde in Jahrzehnten der Tierhaltung.

    Diese ganzen Horrorszenarien mit tausenden von Euros TA-Kosten können passieren, müssen aber nicht, und deswegen mach ich mir da auch keinen Kopf. Ich habe nicht 10.000 Euro sofort greifbar. Dennoch fühle ich mich sicher und kann beide Hunde anständig versorgen incl. Tierarztkosten.

    Außerdem können auch kleine Hunde in Not sein, Verhaltensoriginell und "Überbleibsel" im Tierschutz. Man muß nicht alles am Geld festmachen, finde ich zumindest. Das ist seit der Gebührenerhöhung so eine Panikmache, als ob vorher Tierärzte umsonst behandelt hätten.

    Immerhin ist man so ehrlich und gibt zu, daß aggressives Verhalten gewünscht und gefördert wird bei diesem Typ Hund und es wird nicht die alte öde Leier von "aller Erziehung und nur der Mensch ist schuld" runtergeeiert. Ich bin immer noch froh um die Liste und daß ich keine Amstaffs als Nachbar ertragen muß. Die Typen mit ihren Hunden bei der Show zeigen ganz genau warum.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß es viele Tierhalter gibt, die die höheren Tierarztkosten als Ausrede benützen, ihr Tier nicht mehr vernünftig zu versorgen. Früher waren's die (menschlichen) Allergien, weswegen Tiere abgeschoben werden, heute wird auf die Tränendrüse gedrückt und alles auf die teuren Tierarztkosten geschoben.

    Tierhaltung war noch nie wirklich günstig. Man hatte schon immer das Risiko, einen teuren (also kranken) Hund zu erwischen. Und die viel zitierten armen Rentner. Also im Regelfall wird man nicht von heute auf morgen Rentner. Ich zb weiß, daß ein Leben für mich ohne Hund nicht lebenswert ist und auch nicht möglich, Ich werde immer Hunde haben, solange ich atmen und gehen kann. Klar wird es Abstriche geben. Es wird kein großer Hund mehr werden, es wird wahrscheinlich nur einer sein und ich hab ein Hundesparbuch, wo ich jetzt schon spare. Ich 'verzichte' jetzt schon auf sehr vieles, das Geld kostet, um das Geld für die Hunde zu haben.

    Tierarztkosten sind auch deswegen gestiegen, weil viel mehr möglich ist. Und da muß ich als Mensch entscheiden, ob das alles auch immer sinnvoll ist.

    Also gesund sieht anders aus und für mich eröffnet sich wieder mal die Frage, was denn eigentlich an der angeblich so seriösen, gezielten Zucht nun so gut sein soll? Mit jedem weiteren Eintrag hier in diesem Thread verstehe ich es weniger. Daß der Mensch beweist, daß er mit klarem Verstand und Wissen Tiere deformiert und verunstaltet? Das soll dann "Hunde verbessern?" Ich kann grad nicht soviel Essen wie ich kotzen könnte:

    Zu sehen ist die Verunstaltung des Kopfes:


    Terrierman's Daily Dose: Selecting for Mutation: The Bull Terrier