Beiträge von Limetti

    Nö, ist nur die Frage, ob der Mischling gesünder ist. Und ob man es gut findet, dass versucht wird Erbkrankheiten einzudämmen und trotzdem ein gewisses Krankheitsrisiko zu haben oder ob man nur das Krankheitsrisiko nimmt.

    hier gehts nicht um Mischlinge, sondern um Rassehundezucht. Und wo wird denn versucht, Erbkrankheiten einzudämmen? Das ist doch sorry - nur dummes Alibigerede, wenn der Standard allein schon krank ist zb. Und wenn halt immer nur auf Optik gezüchtet wird.

    Aber wenn Du Mix erwähnst - jupp, ein Doodle oder anderer Mix wäre der einzige Hundetyp, den ich als Welpe kaufen würde

    Sie deshalb bestrafen, anzuschreien oder gar grob zu werden kam mir nie in den Sinn. Sie wollte anfangs keine Spielzeuge, weil sie das Konzept nicht kannte. Deshalb habe ich immer, wenn das Beißen zu sehr weh getan hat in einer quitschigen Stimme "Aua" gerufen. Sie war davon so perplex, das sie kurz aufgehört hat und genau in dem Moment gab es ein Leckerchen.


    Ja, es hat Wochen gedauert bis sie damit aufgehört hat, aber ich finde Geduld in der Hundeerziehung sehr wichtig.

    ich pick mir das mal raus. Ich bin auch Clickerer, positive Schiene. Hunde sind aber mehr als Leckerliautomaten und manipulierbare Spielbälle unseres Gutmenschtums. Sie sind Tiere, die selbst auch als solche handeln und ihr Gegenüber - also uns als Besitzer - auch als Gesamtheit wahrnehmen. Als Person, so wie wir uns ihnen gegenüber verhalten. Unser Körpersprache, unsere Mimik, Stimmungen, alles gehört dazu.

    Dein Schimpfen - wer weiß schon, wie das bei deinem Hund ankommt, wenn du die plötzliche Stubenunreinheit schon nicht als mögliche Krankheit erkennen willst sondern Angst vor einer Verhaltensstörung hast. Da heißte es: Du mußt noch sehr sehr sehr viel lernen.

    Ich hab zum Glück von Hunden gelernt und nicht von Menschen, die alles so interpretieren, daß es in ihr Weltbild passt, aber nicht in das von Hunden.

    Hunde können ganz klar ihr Gegenüber a) einschätzen und b) ja und nein mitteilen.

    Und wenn ihnen jemand permanent auf die Pelle rückt, dann kommt irgendwann ein Nein. Mehr oder weniger sanft. Und dieses Grenzenziehen ist auch notwendig für die gemeinsame Basis, die Verlässlichkeit.

    Es gibt Hunde, die geben bei einem quietischen Aua erst mal so richtig Gas. Und wenn sich ihr Gegenüber auch noch beißen läßt, umso lustiger. Aber ernstzunehmender Begleiter ist man dann halt nicht. Solche Hunde finden sich dann in den Tierheimen, so ab dem Alter von 3 Jahren herum, wenn sie halt ernster werden und ihre quietschigen Besitzer an die Wand nageln. Solche Hunde findest Du in so fürchterlichen Anlagen wie der Hellhoundfoundation, oder irgendwo ausgesetzt, weil Menschen in ihrem Wahn, Hunde zu vermenschlichen, den Hund im Hund ignoriert haben. Und das ist Gewalt, auch wenn das niemand hören möchte.

    Damit sage ich aber nicht, daß es Schläge, Schreie etc benötigt, aber die Fähigkeit, Hunde als Hunde und Individuen wahrzunehmen und Grenzen zu ziehen, dem Hund einen klaren Rahmen vorzugeben, wer man ist und wer er ist in der Lebensgemeinschaft Mensch - Hund.

    Ich werde jetzt sicherlich geschlagen, aber je mehr ich über die Rassehundezucht hier mitbekomme umso wunderlicher finde ich die Argumentation "wenn Du einen Hund haben willst, der auf Gesundheit etc geprüft wird, dann geh zum Züchter vdh).

    Da werden Hunderassen gefühlt immer kaputter gezüchtet, aufgehängt wird sich aber fast ausschließlich an der Bulldogge, weil das halt vielleicht das perverste Beispiel für entgleiste menschliche Zuchtziele ist, und bei schwächeren Leiden wird gern runtergespielt.

    Für mich ist immer mehr klar, Zucht, wie sie derzeit bei Hunden abläuft, ist einfach falsch.

    Geld ist nicht alles im Leben, und ich würde ein Lebewesen lieber bei einem liebevollen und gutmütigem Menschen wissen, der sein letztes Hemd für es ausgeben würde, der nicht viel Geld hat -

    das ist immer so 'schön' verklärt. Und wenn der Hund dann zb Spezialfutter braucht oder eine teure Tierarztbehandlung, schmeißt man den Hund dann auf den Müll?

    Ein Hund vom Züchter kostet halt und wenn man nicht mal für den einmaligen, kalkulierbaren Kaufpreis sparen kann, dann siehts für den Rest wohl eher mau aus.

    Jemand ohne Geld würde von mir gar keinen Hund bekommen. Weil niemand ein Recht auf einen Hund hat. Tränendrüse hin oder her