Beiträge von Limetti

    Weil ja auch immer der Autoführerschein als dummer Vergleich herangezogen wird: Man lernt die Verkehrsregeln und es hat halt echte Konsequenzen, wenn man dagegen verstößt.

    Viele Regelbrüche haben nichts mit nicht wissen zu tun, sondern mit einer LMAA-Mentalität, sieht man an all den vielen Radfahrern, die sich an nichts halten, Nachts ohne Licht bei rot über die Ampel, auf Gehwegen, auf der falschen Straßenseite, viel zu schnell etc., die kennen die Regeln, es ist ihnen nur wurscht, weil erwischen tut man sie eher selten. Genauso all die Hundehalter, die die Kacke liegen lassen, sich nicht an Leinenpflicht halten, ihren Hund überall hinlassen - gerade letzteres dient einfach der Provokation, man sucht Streit, ein bisschen Unterhaltung im armseeligen Leben. Leute, die jetzt nicht bemüht sind um ihren Hund und denen auch ihre Mitmenschen egal sind - da hilft keine Prüfung was. Weil es keine Konsequenzen haben wird.

    Und eben auch - was geprüft wird. Es wird in Bayern ja nicht geprüft, ob man mit dem INDIVIDUELLEN Hund zurechtkommt, sondern es wird eine Schablone drübergedrückt, der man sich anpassen muß und wenn der Hund das nicht leisten kann, dann was? Dann bin ich angeblich nicht fähig, einen Hund zu halten, nur weil ich die Fähigkeit besitze, Hunde aufzunehmen und sicher durchs Leben zu führen, die eben nicht der allgemeinen Vorstellung "was muß ein Hund können" entsprechen.

    Der Hundeführerschein ist halt eine politische Alibihandlung: "Schau, dumme Bevölkerung, wir tun ja was. Wir verschwenden Eure Steuern für so einen Schmarrn, ein paar Wichtigtuer lachen sich ins Fäustchen, "Experten" bekommen eine Plattform, die sie sonst gar nicht hätten, wie wir das umsetzen sollen, wissen wir auch nicht, wir fordern einfach irgendwas und im Grunde ist eh alles wurscht, hauptsache, wir konnten Geld ausgeben, eine Scheinwelt aufbauen und den Bildleser beruhigen."

    Der Schein kann nur ohne Bestandschutz was bringen,

    und dann hast Du einen Hund, der den Anforderungen nicht entspricht, das, was in Bayern zb gefordert wird, nicht leisten kann, es aber kein Problem ist, weil er es nicht können muß (zb in einem belebten Einkaufszentrum abliegen, weil man dort nie hingeht), dann soll dieser Hund also eingezogen werden, obwohl ich den Hund sicher durchs Leben führe, das für ihn passt, er aber nicht irgendeiner Norm entspricht?

    Da wird es dann aber viele eingezogene oder tote Hunde geben, nur weil sie irgendwelchen Wunschvorstellungen nicht entsprechen, aber dennoch sicher durchs Leben gehen würden. Viel Spaß beim Töten

    Was sind eure Erfahrungen mit Hermanns Selection sensible Biohuhn? Könnte das was für den sensiblen Darm von meinem Skyler sein? Fred Thai hat er ja super vertragen mit ähnlicher Zusammensetzung aus Huhn , Reis und Karotten.

    Ich finde, das ganze Herrmannszeug wird immer mehr zu einer undefinierbaren Pampe, die seltsam riecht, Chilly mags gar nicht. Ich würde nur wenige Dosen zum Testen kaufen

    Wie meinst du das?

    Was ist für dich "in den Vordergrund schieben", und was ist "stilles, würdiges Loslassen", und womit nimmt man dem Hund den Raum?

    Ich habe echt keine Vorstellung, was du damit meinst :???:

    Mein Vater ist letztes Jahr im September gestorben. Er hatte die Diagnose Lungenkrebs und dann hatten wir alle natürlich Angst, daß er furchtbar sterben wird, ersticken zb. Und dann war alles ganz friedlich. Er hat das Essen eingestellt, am Schluß auch das Trinken. Im Hospiz hat man mich dann so um 6 Uhr morgens angerufen, daß er bald, im Laufe des Tages, sterben wird. Wir sind losgefahren, aber mein Papa ist 10 Minuten vor unserem eintreffen gestorben und auch genau in den paar Minuten, wo der Pfleger den Raum verlassen hatte.

    Und das scheint öfter zu passieren, die Gründe kann man natürlich nicht fragen, der Verstorbene ist tot, aber ich glaube, das Sterben, der Übertritt, wenn die Seele den Körper verläßt, daß dieser Augenblick, diese Minuten, einfach Stille brauchen und all den Raum für den Sterbenden. Kein Stören durch nicht loslassen wollen durch Angehörige, oder in unserem Fall auch Hundebesitzer. Nicht ich bin in diesem Moment wichtig, sondern der Sterbende.

    Ich habe mich damals, als ich eine sehr gestörte und sehr kranke Hündin hatte, mit einer Heilpraktikerin unterhalten und sie hat mir gesagt zum Thema einschläfern, sinngemäß: Wir müssen immer in uns horchen - sind wir diejenigen, die die Situation nicht mehr ertragen, oder ist es der Hund? Und auch umgekehrt: Können/wollen wir nicht loslassen und muten dem Tier mehr zu, als es ertragen kann.

    Ich verspreche allen meinen Tieren, daß sie würdig alt werden dürfen und dazu gehört für mich auch, ab einem bestimmten Punkt, wenn Krankheit zb sehr weit fortgeschritten ist, keine lebensverlängernden oder diagnostischen Maßnahmen mehr zu unternehmen. Irgendwann ist eben einfach Schluß und jedes Leben hat das Recht, daß das akzeptiert wird. Dann gibt es nur noch Unterstützung, Schmerzmittel zum Beispiel. Und irgendwann, wenn es sein muß, eben auch die Erlösung durch den TA.

    Daß manche Hundebesitzer eine Termin ausmacht fürs Einschläfern, das habe ich zum ersten Mal im DF gelesen. Also Sätze wie: Morgen werden wir unseren Hund einschläfern lassen.

    Hier war das Einschläfern lassen all meiner Tiere immer "spontan", manchmal weil das letzte i-Tüpfelchen eingetroffen ist, bei meiner Ponhündin war das mitten in der Nacht der Durchbruch der Blasenwand durch Krebs, dann sofort Tierklinik und sie blieb die Nacht über dort und in der Früh bin ich hin zum Einschläfern. Dieser Abschied, noch so voller Stress für meine Hündin, hängt mir noch heute nach, wirklich drüber hinweg komme ich nicht.

    Rein vom Alter her wird Chilly vor Bonnie sterben. Ich möchte es friedlich gestalten, ohne Hektik, weil man schnell in einem Notfall einen TA braucht oder die Tierrettung oder die Tierklinik. Ich könnte in einem Notfall Chilly allein gar nicht mehr transportieren, wenn er nicht selbst gehen könnte.

    Meinen zweiten Pon haben wir zum Einschläfern zu zweit in einer Decke zum TA getragen, weil mein TA grad Praxis hatte und nicht kommen konnte. Diese Art zu Sterben, in der Hektik, selbst so ratlos und verzweifelt - das möchte ich für Chilly und Bonnie vermeiden.

    Aber ich weiß nicht, wie ich es zum Beispiel machen soll mit Bonnie, wenn Chilly beim TA sterben würde, würde ich ihn dort lassen, aber dann kann Bonnie ihn nicht mehr sehen und das finde ich schlecht, sie hängt so an ihm :(

    Und wenn der TA zum Einschläfern käme, dann hätte sie unglaublich Streß und würde sich total aufregen, ich würde sie also erst mal ins andere Zimmer, aber dann käme sie so gestresst in den Raum und da würde Chilly tot liegen und sie bekommt vielleicht einen Schock und vor allem würde Chilly beim Sterben ihren Stress mitbekommen.

    Glaubst du denn, dass eine Hund kognitiv dazu in der Lage ist, seinen eigenen Tod zu planen? Dass ein Hund also weiß, dass er sterben wird? Wie soll ein Hudn sich auf etwas vorbereiten, was er nicht kennen kann?

    man braucht keine Worte, um zu wissen, daß man stirbt, der Körper bereitet sich darauf vor. Essen und Trinken wird reduziert und eingestellt, weil der Körper es nicht mehr braucht, mehr Schlaf wird benötigt. Auch ein Mensch plant sein Sterben nicht, es ist ein natürlicher Prozess.

    Ja ich denke schon, Tiere wissen, daß sie sterben werden. So wie Menschen es auch einfach wissen, wann ihre Zeit gekommen ist (wenn es kein Unfall ist, sondern Alter oder Krankheit).


    Hundundmehr, ich antworte Dir morgen, ich muß jetzt leider ins Bett