Beiträge von Limetti

    Ein Direktimport wäre z.B. für mich nur mit genau der Option machbar. Ich kann doch vorher nicht einschätzen, ob der neue bei mir ins Rudel passt. Wenn da dann nur noch 100% Management möglich ist, kann ich den Hund nicht behalten. Wenn er passt, dann wäre das ja der Optimalfall und ich wär sofort Pflegestellenversager.

    so kann mans natürlich auch interpretieren, wenn ein Hund dann erst mal in Anfängerhände kommt, dort rumgestöpselt und versaut wird und dann, oh, ich bin ein Pflegestellenversager, aber macht ja nichts, ist ja kein Lebewesen, so ein Hund, den man sich im Internetshopping gekauft hat. Schlimm, diese Entwicklung, wirklich schlimm.

    Besteht die Möglichkeit, erst einmal als Pflegestelle zu agieren, mit Option auf Übernahme?

    Was versprichst Du Dir denn davon, daß man nun einen Halter, der vermutlich keine Ahnung hat, wie man den Hund auf ein neues Leben vorbereitet, als Pflegestelle bezeichnet? Rumgemurkst wird ja evtl auch unter dieser Bezeichnung. Option auf Pflegestelle ist nur die schönere Bezeichnung für: "Ach, probiers doch, wennst den versaust, kannst ihn weiterschieben, die das dann richten können."

    Pflegestelle müssen immer Leute sein, die wissen, was sie machen, alles andere ist kein Tierschutz sondern halt einfach Hundehandel unterster Schublade.

    i wie man sieht kann das wohl schnell passieren, wenn Menschen 10 mal ihre Meinung äußern ohne gefragt zu werden und führt dazu, das die Diskussion an Thema vorbei geht.

    Du hast gefragt, was für Rassen drin sein könnten, darauf wurde geantwortet, möglich wäre Listenhund, es wurde dir die mögliche Problematik erklärt. Da geht nichts am Thema vorbei und da gehts auch nicht um Meinung, sondern Wissen.

    Aber dir ist das eh wurscht, hab ich schon einige Seiten vorher gesagt, die Frage ist nur, warum fragst Du überhaupt? Mach doch einfach und nerv uns nicht mit Deinem kindischen Getue. Melde Dich ab und geh einfach

    Das Schlimmste, was dem Hund bei Einfuhr passieren kann, ist im Gegensatz dazu, dass er in einem deutschen Tierheim landet und von dort aus ganz legal an eine geeignete Stelle innerhalb Deutschlands oder nach Österreich weitervermittelt wird.

    oder für immer im TH hocken bleibt, denn der Tenor allgemein ist ja, im Tierheim erst gar nicht mehr zu schaun, weil sie a) ja angeblich alle nicht vermitteln wollen und b) dort nur gestörte Hunde sitzen...

    Also eine seriöse TschOrga sollte schon schaun, daß ihre Hunde Aussicht auf ein langes und störungsfreies Leben haben ohne dem Damoklesschwert über einem.

    Und ich liebe auch Herausforderungen, ein Hund der einfach brav alles macht was ich will wäre nicht so meins.

    Wenn Du Herausforderungen magst, dann gehe ohne Equip auf den Mount Everest oder mache Leistungssport oder was weiß ich.

    Hunde sind kein Experiment. Da geht es nicht um Leistung, um irgendwas schaffen oder meistern oder um irgendjemanden was zu beweisen. Da geht es um ein Lebewesen, mit dem man sein Leben teilt. Wo man Gemeinsamkeiten hat, denn der Hund hat nur Dich. Er will nicht Dein Versuchsobjekt für dein Ego sein, er möchte respektiert sein mit seinen Eigenheiten, seinen Schwierigkeiten, seinen Begabungen. Er möchte nicht tottrainiert werden, sondern in ein Leben aufgenommen werden, in das er paßt. Er möchte lebendig sein dürfen in einem Umfeld, in dem er zurechtkommen kann.

    Bei den meisten steht nicht für Anfänger. Wie machen Menschen das, die solch einen Hund haben? Haben die zuerst einen Hund der für Anfänger geeignet ist und holen sich dann den Hund den sie eigentlich wollen? dann hätten sie zwar Erfahrung mit einen einfachen hund aber wären immer noch Anfänger für den anspruchsvolleren hund. Das würde mich auch sehr interessieren wie ihr das so gemacht habt.

    Ich hab mit Gassihunden begonnen und so über die Jahre Erfahrung gesammelt. Und es gibt für mich einige Punkte, die ich nicht möchte, und da mach ich keine Kompromisse. Ich möchte zb keinen Hund, der von der Genetik her eher hundeunverträglich ist, der evlt schneller mal zulangt etc.

    Deswegen schau ich mir meine Hunde auch live an. Im Tierheim, oder auf Pflegestellen, 2 Hunde waren Privatabgabe. 1 Hündin war noch vor der Internetzeit ein Freikauf aus einer Massenzuchtsanlage in Niederbayern. Da wußte ich nur die Rasse, sonst nichts, aber da hatte ich schon viel Hundeerfahrung und war auf wirklich alles vorbereitet, auch mit der Möglichkeit zu trennen etc.

    Und ich bin mir selbst gegenüber ehrlich, was ich leisten kann (und nicht, was ich meine, leisten zu können). Ich habe auch das Wissen und die Erfahrung, daß Training nur ein Bruchteil dessen ist, was einen Hund ausmacht. Was in der Welpenzeit verloren ging, kannst Du nie wieder nachholen. Ich habe hier einen Hund mit Deprivationssyndrom, es ist nicht heilbar oder therapierbar, weil notwendige Strukturen nie im Gehirn angelegt wurden und nur sehr eingeschränkt nachgelernt werden kann. Bonnie wird niemals normal werden. Aber ich habe mein Leben danach gerichtet.

    Mein erster Gassihund war übrigens ein Dackel :smiling_face_with_hearts:

    und man könnte sich auch mal fragen, wo kommen denn die ganzen Problemhunde in den deutschen Tierheimen her? Da ist kein unerheblicher Teil Hunde in deutschen Tierheimen, die als Direktimport in unfähigen Händen gelandet sind und dann halt abgeschoben wurden...

    Aber das dürfen dann andere richten