Beiträge von Limetti

    Habt ihr eine Idee, was ich machen kann?

    Geh zu einem TA mit Zahnbehandlung und Dentalröntgen. Das sind Fachleute. Chilly hat am Donnerstag seinen Besprechungstermin.

    Ja die Angst vor Narkose ist immer da, aber heute ist die Medizin so fortgeschritten, es wird mit dem Computer überwacht.

    Zu Putzen, evtl verursacht die Bürste Schmerzen, ich würde mit einem Fingerling putzen.

    Mir ist das ehrlich gesagt ziemlich, es ist das einzige Futter, das Bonnie verträgt und auch Chilly gehts mit VC super

    2.Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr Zugang zum Hund bekommen habt?

    3.Hattet ihr Trainer oder Verhaltenstierarzt?
    4.Deprivation, Misshandlung, im Shelter aufgewachsen und keine Umwelt kennengelernt oder unbekannte Vergangenheit?

    ach, die hab ich vergessen:

    also ich hatte 2 Hunde, die ich als Angsthund bezeichnen würde, Bonnie und damals eine Hündin aus einer Massenzucht (neudeutsch "puppy mill")

    2. Kann ich so nicht sagen. Lange und kurz. Das erste "einfache" Vertrauen ging bei beiden relativ schnell, aber Bonnie zb hatte draußen viele Jahre (ca 3) immer dennoch "einen Film" laufen. Sie war nie so zutraulich mir gegenüber draußen wie drinnen. Sie kam nie komplett zu mir, weil sie einfach überlagert war von den Eindrücken draußen. Das war wirklich Arbeit und sie konnte erst nach 3 Jahren an sehr ausgewählten Orten frei laufen. An den ausgewählten Orten hat sich nichts verändert, ich könnte sie nie einfach irgendwo beim Wandern in der Natur ableinen, weil sie in fremder Umgebung gerne wieder 'ihren Film' abspult

    3. Nein

    4. Bonnie ist nicht depriviert, Anfangs dachte ich, sie wäre es, aber ihr ganzes Verhalten spricht dagegen. Sie ist blitzgescheit, lernt sehr schnell, ist kreativ, sehr sozial, verspielt und vertrauensvoll. Neugierig, aktiv, frech. Allerdings kann sie ihre Angst vor Menschen nicht überwinden

    Die Hündin aus der Massenzucht war komplett depriviert und verhaltensgestört. Ich habe damals in einer Hundepension gearbeitet, die von einer Tierschützerin freigekaufte (bitte darüber keine Diskussion) Hunde aufnahm, die aus Niederbayern von den Bauernhöfen der Massenzüchter kamen.

    Ich habe zu der Tierschützerin gesagt, bei der nächsten Aktion soll sie mir eine Hündin mitbringen. Ich habe vieles an Elend gesehen, und nur deswegen habe ich es mir damals zugetraut, nur anhand einer Liste meine Hündin auszuwählen, von der ich gar nichts wußte. Nur, daß sie mißbraucht wurde für den Profit und um dämlichen Welpenkäufern ihre Ware Welpe zu produzieren.

    Ihr gesamtes Leben lang, bis sie mit etwa 6 Jahren zu mir kam, war sie in einem Schweinestall. Sie kannte nichts. Keine Natur, keinen Wind, gar nichts. Sie konnte nicht mal richtig laufen und hat zb das Galoppieren nie mehr gelernt. Sie konnte Hindernisse nicht überwinden usw. und wir mußten das alles wirklich mühsam lernen. Man kann von ihr sagen, sie war in sich gefangen, sie war nie ein wirklich fröhlicher Hund. Aber auf ihre Weise hat sie das Leben dennoch genießen können, hoffe ich zumindest, und mein Husky hat ihr dabei sehr geholfen.