Beiträge von SkippyG.

    Daran ist der Hund meines Kollegen vor drei Wochen gestorben, meine Güte, wie rasant das ging. So schlimm. Und er war sogar mit Simparica plus geschützt. Ich nehme jetzt wirklich keine Tabletten mehr für meinen Hund, nur noch Advantix, das wirkt wenigstens repellent.

    Meine Tiere waren alles Zufälle:

    In den 80ern meine AustralianTerrierHündin. Die Eltern einer Freundin meiner Schwester hatten einen Welpen zur Weitervermittlung, sie waren nicht die Züchter. Das sechsjährige Mädchen kam mit dem acht Wochen alten Hund zu uns nach Hause und wollte ihn nur zeigen, ich schätze im Auftrag ihrer Eltern. Der Hund war dann meiner. Die Papiere sahen lustig aus, wie direkt von der Kirmes, aber sie war 16 Jahre lang quietschfidel und das trotz CaesarFutter und Rouladensoße, davon hat meine Mutter immer etwas mehr gemacht (laut meiner Mutter war es das beste Futter überhaupt ;-))

    Mitte der 80er habe ich außerdem einen Jährling gekauft, das Pferd hatte ich 29 Jahre.

    Auf dem Hof wollte ich eigentlich nur reiten gehen, der Züchter sagte, such dir eins aus und dann bin ich gucken gegangen, da stand ein junger verrückter Hengst mit einem wunderhübschen Kopf (mehr konnte ich nicht sehen, es war dunkel) in einem einzelnen Verschlag, ganz schlimm, aussortiert, weil er niemals gekört werden würde, da Klopphengst mit besten Papieren. Den konnte ich fast umsonst mitnehmen, bzw in der Tierklinik kastriert für 600 DM. Lustigerweise hat man mir zwei Jahre später 30tsd DM geboten, weil sein Vater gerade das Bundeschampionat gewonnen hatte, ich habe ihn behalten und habe nie ein Springturnier besucht, wir sind Distanzen geritten, später nur noch spazieren gegangen.

    Nach dem Pferd lief mir mein jetziger Hund zufällig über den Weg, meine Nachbarin war Pflegestelle für spanische Hunde, sie hatte allerlei hübsche Tiere nacheinander, die auch nur zwei oder drei Wochen bei ihr waren. Keins der Tiere hat mich so wirklich interessiert. Und dann sollte ein neuer Hund kommen, sie zeigte mir ein Bild auf dem Handy und ich sagte, auf dem bleibst du aber länger sitzen, die anderen Hunde sahen viel schöner aus, waren jünger etc.

    Und dann kam er und der Funke sprang in der ersten Minute über. Er ist jetzt zwölf, er war keine Stunde auf der Pflegestelle.


    Ich gehe da ganz drin auf, aber ich könnte jetzt nicht grundsätzlich sagen, ich liebe Hunde und Pferde und ich muss einen/eins haben.

    Das ist so wie bei Männern, die meisten muss ich nicht haben, die interessieren mich überhaupt nicht, ich finde den einen oder anderen höchstens nett.

    Ob ich noch mal einen Hund oder ein anderes Tier haben werde, kann ich deshalb gar nicht beantworten. Vielleicht.

    Einen Bullen auf der Alm habe ich noch nie gesehen. Da hätte ich auch einen Heidenbammel vor.

    Ich weiß auch nicht ob es die richtige Bezeichnung ist. Für mich war es einfach ein männliches Rind. Nicht mehr und nicht weniger. Also keine Ahnung wie alt (meiner Einschätzung nach kein Jungtier, der Bursche wirkte sehr erwachsen), ob kastriert oder nicht kastriert, etc. Meines Wissens gibt es ja dann unterschiedliche Bezeichnungen für ein männliches Rind. Ich habe jetzt einfachshalber "Bulle" genommen.

    Ich denke, Bulle passt schon, Ochsen gibt es eher selten. Und selbst die können "lustig" werden. An meinem Reitstall gab es eine Reiterin mit zwei Ochsen, einer träge und reitbar, der andere klein, handlich(Shetlandponygröße) und völlig durchgeknallt, der war immer auf Ärger aus, egal ob Mensch, Pferd, Hund.

    Also ich werde im Sommer nicht noch einmal hierher fahren. Aber ob ich den Einwohnern damit eine Gefallen tue nicht zu kommen, bezweifle ich. Die Diskussion hatten wir schon in einem anderen Threads, brauchen wir hier nicht noch einmal aufrollen. Trotzdem glaube ich, dass eine gemeinsame Lösung wünschenswert wäre, z.B. durch das Aufstellen von Elektrozäunen entlang bestimmter Wanderwege, die dann freigegeben werden und eben sämtliche Wege mitten durch Herden für Hunde sperren und am Beginn kennzeichnen.

    Sind denn wirklich nur Hunde ein Problem? Also auf mich sind nur einmal Kühe zugerannt- und ich panisch weg - da war ich ohne Hund unterwegs.

    Nein, nicht nur Hunde, ich habe schon öfter schreiende Menschen wegrennen sehen, mir tat besonders eine alte Frau leid, die immer wieder umgestoßen wurde und wahrscheinlich Todesangst hatte, wir konnten das nur von ganz weitem beobachten und nicht helfen. Irgendwann konnte sie sich aber hinter ein Gatter retten. Anfangs waren die Kühe nur neugierig, aber sie hatte dann mit einem Schirm mehrmals zugehauen, dann kamen immer mehr Kühe, dann hat sie den Schirm geöffnet und in alle Richtungen gewirbelt und dann haben ein paar Kühe angefangen zu schubsen. Mit Hund war ich noch nie in den Bergen, aber auch hier im Flachland auf meiner normalen Runde komme ich öfter an einer Herde Jungrinder vorbei. Ist schon beeindruckend wenn da 30 Rinder direkt angelaufen kommen und hinterm Stacheldraht Parade stehen. Stehen da aber nicht wegen mir, alle Augen sind beim Hund

    Richtig interessant finde ich hier die Nicht-Reaktion der Pferde auf die große Katze, während wir hier in der Heide inzwischen erlebt haben, dass selbst coole und hundegewohnte oder sogar hundeaggressive Pferde teilweise schon mit Panik auf bloße Wolfswitterung reagieren, selbst wenn sie noch nie Kontakt hatten.


    Viele Pferde wissen also offenbar instinktiv, dass Großkatze eher ungefährlich, Wolf aber ernsthaft gefährlich ist. Verblüffend.

    Als ich im letzten Jahr Reiturlaub in der Lüneburger Heide gemacht habe (mitten im Wolfsgebiet), haben die Hofbesitzer das genau anders erzählt. Sie sagten, ihre Pferde nähmen die Wölfe eher als große Hunde wahr. Selbst, wenn die Wölfe über die Weide, zwischen den grasenden Pferden hindurch liefen, blieben die Pferde ganz cool :ka:Einerseits natürlich gut, dass sie nicht in Panik durch den Zaun brackern, aber andererseits natürlich auch beunruhigend.

    Das finde ich jetzt nicht so erstaunlich, auch Afrikas Herden lassen sich nicht von jedem Raubtier erschrecken, die können sehr gut unterscheiden, wer satt ist und wer jagt.