Fühl dich gedrückt. Ich hatte ja auch schon zu deinen früheren Postings geschrieben, Du hast das richtig gemacht, alles andere wäre zu spät gewesen. Jetzt beginnt die Zeit der Trauer und Du darfst trauern so lange und tief Du es brauchst und niemand wird das richtig verstehen, weil es nicht deren Seelenhund war. Blöde Kommentare würde ich erwidern, mangelnde Empathie etc. Mach dir keine Sorgen um dein Kind, das ist noch gut verpackt im Bauch
, du kannst dich ja ab und zu in ein Zimmer zurückziehen, beruhigende klassische Musik oder Chillout-Musik anmachen, das tut dir und dem Baby gut.
An dem Tag, an dem mein Pferd eingeschläfert wurde, habe ich als erstes meinen besten Reitfreund angerufen, weil der eigentlich sogar dabei sein wollte(ich wollte aber alleine mit meinem Pferd sein und er wollte danach angerufen werden). Im Verlaufe des kurzen Gesprächs sagte ich: ja, das ist jetzt schwer für mich, im Januar meine Mutter, im März mein Pferd (das ich 29 Jahre hatte). Er antwortete da drauf wirklich vorwurfsvoll: wie kann man beides nur in einem Satz sagen, ob ich den Tod eines Tieres mit dem meiner Mutter vergleichen möchte.
Der hat mich ganz schön angepiekst. Ich meinte in dem Augenblick zwar, ich wollte nicht schon wieder trauern müssen, aber ich habe danach oft darüber nachgedacht, ich bin mir heute sicher, dass Trauer keine Abstufung braucht, man muss sich auch nicht verteidigen, warum man wie lange oder wie tief trauert