Beiträge von Schäfchen288

    Hat er ein Problem mit abbiegen oder dem Blinkergeräusch? Denkt er vllt sobald du blinkst oder abbiegst/langsamer wirst , dass ihr bald da seid? Wie oft fahrt ihr denn Auto? Winselt er auf euren Stammstrecken garnicht?

    Hm...

    Er reagiert nicht immer aufs Blinken. Manchmal ja, manchmal nein.

    Dass blinken und langsamer werden bedeuten, dass wir bald/jetzt da sind, denkt er, glaube ich, schon.

    Wir fahren täglich mehrfach mit dem Auto.

    Doch auf den Stammstrecken winselt er auch.

    Ist das wirklich immer so mit dem Aufregen bei neuem, wie ist es wenn ihr in den Urlaub fahrt? Also sehr lange neue Wege fahrt?

    Bei langen Strecken ist er so lange ruhige, wie wir eben fahren. Deutet sich an, dass wir anhalten, wird er unruhig.

    Ich denke, das ihn eine gewisse Erwartungshaltung antreibt.

    Ich bin am Wochenende mal zu einer für uns untypischen Zeit an einen unbekannten Ort zum Gassi gefahren. Der Hund war die ganze Fahrt ruhig, bis wir geparkt haben. Er war da aufgeregt, aber nur ein wenig.

    Gestern bin ich nach dem Gassi noch zum Fressnapf, da musste er im Auto warten - da war er aufgeregt, aber ganz still und ruhig.

    Als ich letzte Woche zu unserer üblichen Zeit zum Gassi an einen fremden Ort gefahren bin, ist er richtig krass abgegangen als ich geparkt habe.

    Heute zu üblicher Zeit an einem bekannten Ort war er auch sehr wuselig.

    Die Frage ist wohl, wie ich diese Erwartungshaltung wieder aus ihm rauskriege... hm aber wie soll das gehen, ich geh ja nicht aus Jux und Dollerei zu bestimmten Zeiten - die passen mir eben gut 😀

    Und ich kann ja auch nicht einfach nicht Gassi gehen, er muss schließlich mal.

    Ich finde das Anraten eines Trainers mittlerweile nicht mehr sinnvoll.

    Lass mich erklären: Ich habe mehrfach Trainer wegen unterschiedlichen Themen konsultiert. Von "ich möchte einfach mehr über das Training mit meinem Hund lernen und gut mit ihm zusammenwachsen" bis "ich habe Problem x und möchte daran arbeiten".

    Aus verschiedenen Gründen ist das aber mit sämtlichen Trainern gescheitert.

    Ein paar Beispiele:

    Ein Trainer hat mich während des Trainings nie mit meinem Hund üben lassen. Der hat meinen Hund genommen und mir was vorgeführt, "üb das", Stunde vorbei. Es wurde auch nie abgefragt, dass ich das Gelernte zeigen konnte oder Fragen bei der eigenen Umsetzung stellen konnte.

    Ein anderer Trainer war extrem unzuverlässig. Hat ständig nur wenige Stunden vor dem Training abgesagt. Blöd, wenn man das Training aufgrund der Entfernung planen muss...

    Bei einer Hundeschule jetzt brandaktuell wurde ich, obwohl ich Einzelstunden bezüglich eines bestimmten Problems wollte, in einen Kurs geschickt, der wäre sinnvoll für uns.

    Nun nehmen wir da teil und "lernen" nur Dinge, die mein Hund und ich bereits können. Es ist ultra langweilig und nicht hilfreich. Ist natürlich per Vorkasse bezahlt und gibt auch kein Geld zurück, wenn man nicht mehr kommen will...

    Ich habe also keine Lust mehr da drauf. Das ist Geldverbrennung. Dann doch lieber eine Buchempfehlung oder ein Text in nem Forum...

    Das lässt sich weder kurz zusammenfassen, noch würde ich unsere Arbeitsweise jemandem blindlings empfehlen

    Schade.

    Kann es sein dass ihn neue Sachen eben allgemein sehr schnell sehr stark stressen und er vom Worst case ausgeht sozusagen?

    Ich glaube, sein Verhalten ist nicht rein negativ motiviert.

    Er ist definitiv sehr gestresst in solchen Situationen. Vielleicht auch überfordert. Aber nicht unbedingt, weil er es schlimm findet, im Sinne von "es ist furchtbar hier". Ich glaub, er weiß da nur nirgends hin mit seinem Energieüberschuss.

    Er ist aber generell leicht zu stressen. Haben viel geübt, dass er sich in verschiedenen Situationen entspannen kann.

    Fährst Du auch einfach so mal rum? Ohne wohin zu müssen?
    Dann im Auto sitzenbleiben, etwas snacken (zusammen) und wieder weiterfahren, nochmal anhalten zum weitersnacken, dann nach Hause?

    Einfach so rum fahren mach ich nicht. Aber ich könnte "wilkürliche" Zwischenstops einbauen. Gute Idee!

    aber etwas zum einkuscheln?

    Ist auch nicht so sein Ding. Er braucht kein Kissen, er ist das Kissen.

    Und daheim, so ganz ohne Stress dafür mit viel Freude Gleichgewichtsspielchen machen. Das kann helfen, das sich-sicher-fühlen beim autofahren zu verbessern

    Wir haben Zuhause so ein Balancepad mit dem wir ab und an üben, könnten wir ausweiten 😊

    Kein Tipp für Dich, nur eine Anregung, nämlich Dir Euer Zusammenleben mal mit Hilfe eines so arbeitenden Trainers ganzheitlicher anzuschauen.

    Jetzt war dein Text für mich so kryptisch, dass ich gar nicht recht erfasst habe, was oder wie genau du gearbeitet hast...?

    Einen (Einzel-)Trainer möchte ich momentan nicht mehr.

    Hi,

    mein Wuffi fährt rein theoretisch unproblematisch im Auto mit. Er steigt artig ein, legt sich auch ab - sowohl angeschnallt auf dem Rücksitz als auch in seiner Box. Wir fahren täglich gemeinsam zur Arbeit, zum Gassi raus oder zum Training.

    Tja... aber dann gibt es da diese Trigger, die ihn hochfahren. Und dann reden wir von allen Variationen zwischen richtig krass aufgedreht und nur etwas freudig erregt.

    Die freudige Erregung lasse ich mal beiseite, was wirklich anstrengend ist, ist das Stresshecheln und stressige Kläffen/Jaulen. Er zittert sogar...

    Trigger:

    Ich musste heute zum Beispiel auf dem Nachhauseweg von der Arbeit einen kleinen Umweg fahren, weil eine Straße gesperrt war. Kaum setze ich den Blinker und biege vom "Standardweg" ab, eskaliert der Hund. Zuvor lag er einfach ruhig auf dem Rücksitz.

    Fahren wir an einen neuen Ort und ich parke oder setze zum Parken an: Eskalation.

    Ich fahre durch Dörfer oder Städte und muss mehrfach abbiegen: Eskalation.

    Ich wage es ein Navi mit Ton zu verwenden: Eskalation.

    Ich habe schon einiges probiert, aber so richtig Herr werden wir der Sache nicht.

    Was hilft, ist Körperkontakt. Sobald ich eine Hand hinhalte, drückt er sich mit seiner Brust dagegen und wird ruhiger. Das geht halt nur leider nicht während der Fahrt... Er ist auch nicht klein genug, um vorne zu sitzen.

    Wir fahren regelmäßig an verschiedene Orte. Sobald er die Orte kennt, geht es. Beim ersten Mal ist grundsätzlich Stress. Ist viel los am Zielort, ist es ebenfalls stressig.

    Ich warte am Zielort im Auto bis er sich beruhigt hat und steige dann erst aus. Auch das Aussteigen machen wir langsam, er darf nicht stressig losballern, sondern soll ruhig an der Leine gehen oder stehen (je nachdem wie hoch der Stresspegel ist, stehen wir auch einfach eine Weile).

    Während der Fahrt rede ich ruhig mit ihm oder verbiete ihm zu kläffen (je nachdem was ich glaube, das gerade mehr hilft).


    Habt ihr vielleicht andere, bessere Tips wie ich meinem Hund beibringen kann in diesen Situationen ruhig zu bleiben?

    Warst du zufällig bei einer Hundeschule in 895....? Klingt original so wie es dort abläuft:grinning_squinting_face:

    Hundeschulen sind meiner Erfahrung nach tatsächlich mehr "Blabla". Muss nicht schlecht sein, aber mir persönlich ist das auch etwas zu langweilig.

    Mir geben Hundevereine mehr - da allerdings beachten, dass das Training sportbezogen ist. Die Übungen, die man dort macht, sind sicher auch für Zuhause/Freizeit hilfreich, aber im Fokus steht eben sportliche Beschäftigung mit Hund - was ja aber auch sehr viel Spaß macht. Bei uns im Verein wird einiges angeboten: Quadrillie, Koordinationstraining, Agility, Unterordnung, Longieren...

    Da dir ja wichtig ist, dass es bei dir in der Nähe ist: Da bräuchten wir ein paar mehr Zahlen als nur 8 für die Postleitzahl. 8 ist mal eben fast ganz Bayern und etwas Umland:grinning_face_with_smiling_eyes:

    Bei uns ist das so 50:50 Katze-Hund, die morgens Dinge möchten. Alle lassen mir aber am Wochenende in der Regel bis 7:30/8:00 Uhr Ruhe.

    Hund möchte dann aber auch mal frühstücken und Katze möchte raus - jeweils dringend, weil Hungertod und akuter Frischluftmangel drohen!!!

    Ich gehe für meinen Hund spazieren, also wähle ich das Tempo, das ihm gut gefällt.

    Natürlich gibt es streckenweise auch mein Tempo vorgesetzt - man will ja manchmal nur von A nach B und manchmal will ich auch Ruhe reinbringen, da hilft es den Möter für ein Weilchen betont ruhig zu bewegen (bei uns ist das dann aber eher ein Stop and Go), damit er nicht total im Stress hektisch durch die Gegend wuselt, sondern sich erstmal sammeln und dann in Ruhe mit seiner Umwelt auseinandersetzen kann.

    Der überwiegende Teil unserer Spaziergänge richtet sich aber nach dem Hund. Er schnüffelt unheimlich gerne, also sind wir angeleint nicht sooo schnell. Unangeleint laufe ich einfach einen normalen Schritt, der Hund kann ja hinterherflitzen oder kurz warten.


    Ich halte nichts davon, den Hund für einen ganzen Spaziergang zum Latschen zu zwingen, wenn er doch lieber laufen mag. Hunde bewegen sich natürlicher Weise meist im leichten Trab voran, den sollte man ihnen also auch so gut es geht ermöglichen, finde ich.

    Ist bei größeren Rassen natürlich etwas schwieriger mit Menschenbeinchen Schritt zu halten.

    Bei Stressis finde ich es sinnvoll mal Tempo rauszunehmen, aber eben nur für einen Moment und keinen ganzen Spaziergang.

    Ich habe mir das Leben mit Hund auch ursprünglich etwas anders vorgestellt.

    Es sollte ein "überall dabei"-Hund sein, aber auch wir haben viel mit Stress und Management zu kämpfen, sodass die Rechnungen eben nicht ganz aufgeht.

    Unser Stressor sind andere, fremde Hunde. Aber auch Autofahren zu unbekannten Orten und die unbekannten Orte (insbesondere, wenn dann auch noch fremde Hunde dort sind...) selbst stressen meinen Hund.

    Wir arbeiten da gezielt dran und es ist sehr viel besser geworden.

    Mein Hund ist ebenfalls noch jung und ich erhoffe mir da schon noch etwas Coolness aufgrund fortschreitender Reife 😉

    Ich mache keine Zwangsruhe. Was soll das nützen? Mein Hund wird kläffig, wenn er sich langweilt. Ich laste meinen Hund so aus, wie ich denke, dass er es braucht um sich wohlzufühlen.