Der unkastrierte 3-jährige Rüde ist z.B. der Hund eines anderen Pferdebesitzers im Stall. Da kann ich meinen Hund ja nicht einfach anleinen und weggehen, so groß ist der Hof nun auch wieder nicht. Ich möchte meinen Hund trotzdem mit auf den Hof nehmen können, auch wenn dort mal ein anderer Hund ist.
Das Ding ist: Dein Hund ist anhand deiner Beschreibung gar nicht das Problem. Der macht doch alles richtig. Er kommuniziert ja offenbar ganz klar, dass er Abstand möchte. Dass es dann knallt, liegt doch nur daran, dass der andere Rüde das ignoriert und deinen Hund trotzdem bedrängt. Eigentlich wäre es deshalb die Aufgabe von dessen Besitzer, seinen Hund bei sich zu behalten.
Da das aber offenbar nicht funktioniert, stehen dir zwei Möglichkeiten offen:
- Möglichkeit 1: Du sicherst deinen Hund ggf. mit Maulkorb, wenn du unsicher bist, wie weit er gehen würde, und nimmst ihn dann trotzdem mit. Vielleicht klären sie es dann tatsächlich "unter sich" und es ist danach okay. Vielleicht. Es könnte auch sein, dass dein Hund dadurch nur lernt, dass du ihn immer wieder in dieser doofen Situation allein lässt. Oder dass sich nach und nach eine richtige Aversion gegen diesen einen Rüden entwickelt, der immer und immer wieder seine Grenzen überschreitet. Ob es dir das Risiko wert ist, musst du entscheiden.
- Möglichkeit 2: Du stellst wie auch immer sicher, dass dein Hund sich nie wieder von diesem Rüden bedrängen lassen muss. Ich weiß nicht, welche Form der Trennung bei euch am Stall räumlich möglich ist, gibt es da Optionen? Ansonsten muss dein Hund eben (vorerst) doch daheim bleiben. Zu seinem Wohl. Dein Hund profitiert nicht davon, dass er auf dem Hof dabei ist, wenn dort immer wieder seine Grenzen überschritten werden.