Du hast mit nem Golden Retriever einen Hund, dessen Genetik wirklich so gar nicht darauf ausgelegt ist, selbstständig Distanz zu anderen Lebewesen zu wahren und "einfach wegzugehen". Das diesem Hundetyp beizubringen ist oft ein hartes Stück Arbeit und da wirst du noch eine ganze Weile geduldig dran bleiben müssen.
Einmal zum üben… Ich habe das Gefühl, dass ein reines Verbot langfristig nicht seine Unsicherheit löst…
Das stimmt schon auch. Aber wenn du ihn immer wieder in für ihn unangenehme Situationen gehen lässt, für die er noch keinen Ausweg kennt, löst das seine Unsicherheit auch nicht. Eher verschlimmert sich die Problematik noch.
Ich würde den Hund langsam an solche Situationen heranführen, und zwar immer in dem Abstand, in dem er ein selbstständiges Abwenden noch leisten kann. Die Distanz kann man dann nach und nach verringern.
Anderseits sind wir oft mit Freunden im Garten und da finde ich es schade ihm die freie Bewegung zu nehmen, die er da eigentlich haben dürfte.
Wenn die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, ihn in der Situation aber doch eh nur stresst und überfordert, was hat der Hund dann davon? Für den ist das ja gerade alles andere als schön, da frei rumzulaufen (und dann immer wieder zu den Menschen zu müssen, zu denen er eigentlich nicht will, weil ihm das seine Genetik leider so vorschreibt).