Ernalie Mein Rüde hat ebenfalls keine Freude am Aufnehmen, Halten und Tragen von Gegenständen. Er macht dennoch total gerne Dummyarbeit, weil er das Suchen des Dummys und die Futterbelohnung bei der Abgabe so liebt. Aufnehmen und Apportieren musste ich kleinschrittig aufbauen. Dafür habe ich einen Futterdummy verwendet, vielleicht wäre der bei euch ja auch einen Versuch wert? Bei meinem Hund empfand ich als großen Vorteil, dass der gefüllte Dummy an sich schon interessant ist, da war er gleich mit viel mehr Eifer dabei bzw. überhaupt motiviert, sich mit dem Dummy zu beschäftigen.
Bei uns war außerdem noch hilfreich,
- anfangs schon jede Zuwendung zum Dummy damit zu belohnen, dass der Dummy geöffnet wird
- wirklich sehr kleinschrittig vorzugehen (Schnauze zum Dummy -> den am Boden liegenden Dummy kurz zwischen die Zähne nehmen -> Dummy ganz kurz hochheben -> hochheben und sich mir zuwenden usw.) und gerade ganz am Anfang sehr viele Erfolgserlebnisse mit Belohnung zu schaffen
- relativ früh bereits das Suchen mit einzubauen und dabei mitzulaufen, damit der Hund noch nicht den ganzen Weg zurück apportieren muss, sondern anfangs nur eine ganz kurze Strecke
- immer eine Leine am Hund zu haben, um zu verhindern, dass er sich mit dem Dummy verselbstständigt.
Außerdem war ich anfangs auch noch nicht so streng bei der Abgabe. Er durfte den Dummy auch vor mir fallen lassen, Hauptsache, er hat schnell ein Erfolgserlebnis und es kommt kein Frust auf. Das In-die-Hand-Geben haben wir später draufgesetzt, als die Grundlagen schon saßen, das war gar kein Problem.