Beiträge von Maevan

    Mir macht es gar nichts aus, im Lärm zu lesen. Ich kann lesen, wenn der Fernseher läuft, wenn Musik mit Text läuft, oder ohne. Ich höre beim Gassigehen meist Hörbuch und zuhause lese ich dann. Dabei kann ich Fragen beantworten (wenn auch manchmal nur mit einem "Mmmh-mh." oder einem "Mh-mh.", aber eine Antwort ist eine Antwort!) und ich lese sogar manchmal, während ich esse. Auch in der Sbahn und Ubahn auf dem Weg ins Büro lese ich viel und wer die Berliner S- und Ubahn kennt, weiß, dass ist oft nicht leicht. Aber das macht mir tatsächlich nichts. Das gilt aber auch nur für deutsche Bücher. Beim englischen brauche ich etwas mehr Ruhe, sonst verloddere ich mich etwas.

    Meine Buchclub-Freundin hat sich einen Haltegriff + eine kleine Fernbedienung für ihr Kindle gekauft, da klemmt sie das ein, kann das Kindle im Haltearm so drehen wie sie es braucht, und kuschelt sich unter ihre Decken und zum Umblättern muss sie nur auf ein Knöpfchen drücken. Das werde ich mit vllt auch im neuen Jahr anschaffen, weils einfach so bequem klingt xD

    Wir hatten bis heute ziemlich Glück. Heute Morgen war gar nichts und ich konnte eine riesige Runde mit dem Pudel drehen. Gestern Nachmittag / ab 17 Uhr war dann schon gut was los, das hat ihn auch etwas skeptisch gemacht, aber wir konnten die Geschäfte erledigen. Später zu 22:30 Uhr war ich nochmal kurz mit ihm pinkeln, da war immer noch "Hintergrundgeböller", das hat ihn dann gar nicht mehr gestört. Ich frag mich, ob er seine negative Verknüpfung mit der Nachmittagsrunde verbunden hat. Heute gehe ich früher, solang es hell ist, und dann erst wieder spät. Mal sehen. Ab morgen machen wir nur noch eine große Runde im Wald, danach gehts ins Hotel, ich freu mich ehrlich gesagt schon, auch einfach vor dem Hintergrund, dass ich mich nicht stressen muss und keinen Backup-Plan entwickeln muss.

    Dank Tina mit K und Bonadea hab ich jetzt doch erstmal mit Daughter of No Worlds angefangen, und ich muss sagen, bisher gefällt es mir auch sehr gut. Ich komme da besser rein als in Sword of Kaigen, das ich auch noch lese... aber ich merke, dass ich einfach nicht so gut in dieses asiatische World Building rein komme, mit den -Koro, -Konu, -chan, -senpai Endungen, die ja auch implementieren, wie Charaktere vom Rang zueinander stehen. Da war ich nie tief genug im Anime/Manga Game :ugly:

    Nur weil in bestimmten Fällen unklar bleibt, was ein Auslöser ist, heißt das doch im Umkehrschluss nicht, dass man seinem Hund die Unterstützung verweigert. Das schreibt doch hier niemand.



    Ergo: ohne die Info gibt’s weniger Rücksicht.

    Mit keinem Wort habe ich das gesagt. Und es gab auch deswegen nie "Du musst aber!", oder eine unterstelle Bockigkeit, woher nimmst du diese Schlußfolgerung? Ich habe ganz genau geschrieben, dass ich den Trigger gerne verstehe, völlig unabhängig was es für ein Trigger ist. Und ja, dann erarbeitet man sich eine gemeinsame Lösung, aber ich bin mir sicher, dass es, je nach Trigger, unterschiedliche Lösungen geben kann, die möglicherweise idealer oder nicht idealer auf den Trigger und den betroffenen Hund passen und funktionieren. Ich kann mir vorstellen, dass man seinen Hund anders bei Wild anleitet, als man es bei läufigen Hündinnen macht, anders bei Konflikten mit Menschen als bei Konflikten mit Hunden und anders als bei einem Ressourcenthema als wieder bei läufigen Hündinnen. Trotzdem würde ich weiterhin gerne verstehen, was der Trigger ist, weil ich meinen Hund gerne verstehe. Zum Glück hatte in meiner Junghundgruppe auch niemand ein Problem damit, das scheint ja eine richtige Glaubensfrage zu sein.

    Ich habe ja nicht gesagt, dass das ausschließlich für läufige Hündinnen gilt. Ich verstehe einfach gerne, was meinen Hund umtreibt, dabei sind läufige Hündinnen kein "wichtigerer" Triggerfaktor als irgendein anderer. Es ist mir völlig egal, ob es Wild ist, Autos, Baustellen, andere Hunde (prollige Rüden, läufige Hündinnen) - wenn mein Hund sich in einer Situation unerwartet verhält oder Überforderung zeigt, dann weiß ich einfach gerne, wieso. Sowohl für mein zukünftiges als auch das gegenwärtige Training. Ich hatte tatsächlich noch keine Situation, in der ich mir nicht erklären konnte, wieso mein Hund sich womöglich so verhalten hat, wie er sich verhalten hat. Darauf kann ich aufbauen, im schlimmsten Fall könnte ich sogar für eine gewisse Zeit bestimmte Trigger vermeiden und mich langsam heran arbeiten - dazu muss ich halt die Trigger kennen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was daran so abwegig ist.

    Ist jetzt nicht so, dass ich einen detaillierten Zyklusplan von jeder Hündin, die mir über den Weg läuft, will.

    Jein, denn es ist ansich völlig wurscht, warum der Hund grad wie ist.

    Mir nicht. Ich möchte, besonders als Anfängerin, die Hunde noch nicht blind lesen kann mit ihrem ersten Hund, gerne verstehen, wieso mein Hund sich eventuell in einer bestimmten Situation plötzlich anders/unerwartet verhält, das ist ja auch oft genug hier im Forum Bestandteil diverser Fragethreads: "Warum hat mein Hund XY gemacht/Ist er in Situationen XY?" Gerade in Junghundgruppen, wo man eventuell noch gar nicht weiß, wie der Hund auf bestimmte, hormonelle Veränderungen reagiert. Wenn ich verstehe, wieso etwas passiert oder mein Hund vielleicht mehr Schwierigkeiten mit einem Thema hat, kann ich auch adäquat im Alltag damit umgehen. Mir hat es daher enorm weiter geholfen, dass meine Trainerin mir das damals erklärt hat, und mir gleichzeitig auch Strategien an die Hand gegeben hat, damit umzugehen und meinen Hund fair und gerecht anzuleiten, wenn er überfordert ist.

    Und um das hier viel gepriesene "Er muss es halt lernen!"-Kredo auch anwenden zu können, möchte ich halt auch wissen, womit ich es zu tun habe. Finde es daher gut, wie flying-paws sagt, dass man das auch einfach individuell entscheiden kann.

    Ich würde es ehrlich gesagt auch wissen wollen (in so einer Gruppentrainingssituation), wenn eine Hündin läufig wäre und ich mit Rüde aufschlage.

    Im Verein war es Usus, dass die läufigen Hündinnen mittrainieren, die Läufigkeit aber trotzdem vorher kommuniziert wird

    Ich ehrlich gesagt auch. Nicht, weil ich dann panisch werde und hysterisch versuche, auf meinen Hund einzuwirken, sondern um einfach rücksichtsvoller in manchen Situationen mit ihm umzugehen. Das fände ich ehrlich gesagt nur fair. Ich hatte im Rahmen unseres Hundeführerschein-Training ganz oft die Situation, die meine Trainerin auch fair und gerecht für mich aufgeklärt hat: "Der weiß, was du willst, er versucht es auch, aber er kann grade nicht so, wie er gerne würde." Wir konnten uns dann an einige Situationen einfach besser heranarbeiten. Ich hab rein gar nichts dagegen und begrüße es, mit läufigen Hündinnen Kontakt zu haben oder zu trainieren, aber wissen wollen würde ich es schon gerne. Das ist ja nicht gleich gleichzusetzen damit, das ich es erlaube oder als Entschuldigung nutze, dass mein Rüde sich wie ne offene Hose benehmen kann.