Beiträge von Fuchshexchen

    Ist ja bei Collie nicht viel anders. Nur, dass man da gar nicht erst eine Bearbeitung braucht. Da wird der Hund so gestellt, dass er wegen der Sonne die Augen zusammen kneifen muss, damit die möglichst klein aussehen. Vor den Fotos wird noch mal ordentlich toupiert was geht damit der Hund noch viel plüschiger aussieht als er eigentlich eh schon ist. Dann wird auch die Leine so gehalten, dass die Haare in Kragen noch mehr stehen und die Leine wird anschließend wegbearbeitet.

    Macht für mich aber das ganze nicht besser. Im Gegenteil, das zeigt ja nur, wie man wirklich vehement versucht, den Hund in diese furchtbare Richtung zu drängen. Statt froh zu sein, dass er nicht so aussieht. Das Ziel ist ja letzten Endes, nur, dass man die Hunde so züchten möchte, dass man dieses Bild irgendwann erreicht.

    Heute war ein wirklich langer und intensiver Tag für mich und die Hunde. Bei Mozart wurde das Knubbelchen entfernt – unter örtlicher Betäubung, ganz unkompliziert – und wird nun eingeschickt. Der Tierarzt meint allerdings, dass es nicht bedenklich aussieht, also heißt es erst einmal abwarten. Den Schatten im Auge habe ich tatsächlich richtig erkannt, das ist eine Pigmentablagerung. Nervig für den Hund, aber nicht weiter tragisch.

    Die Physio hat ihn auch einmal gründlich unter den Fingern gehabt und behandelt. Obwohl wir wirklich sehr viel Gassi gehen – aktuell liegt unser Durchschnitt bei über 10 km am Tag – und ich mit Trampolin, Wackelbällen und Übungen zu Hause viel mache, war sie erstaunt, wie schwach seine Muskulatur eigentlich ist. Deshalb hat er heute eine kleine Dosis Anabolika gespritzt bekommen und ich bin gespannt, ob das einen Unterschied macht.

    Bei Picasso hatte ich ja schon vor einiger Zeit auffällige Hoden bemerkt. Äußerlich ist mittlerweile wieder alles normal, aber ich war mir beim Abtasten sicher, dass sich darunter etwas verändert hat. Und tatsächlich: die Prostata ist voller Zysten. Dafür bekommt er jetzt für eine Woche ein Medikament, dazu einen Kastrationschip, und im Dezember – wenn ich meinen großen Urlaub habe – wird er kastriert. Ich wurde vom Tierarzt sehr gelobt, dass ich diese Veränderungen so früh bemerkt habe, denn dadurch ist die Behandlung jetzt deutlich einfacher.

    Während ich beim Tierarzt war, kam dann noch eine meiner Freundinnen mit ihrem Hund notfallmäßig in die Praxis. Leider voller Metastasen… wir alle haben befürchtet, dass sie heute gehen muss. Ich habe beschlossen zu bleiben und ihr beizustehen. Zum Glück konnte das Schlimmste erst einmal abgewendet werden, sodass sie noch ein paar schöne Tage miteinander haben. Trotzdem ist das Ende leider absehbar, und ich fühle sehr mit ihr.

    Mozart und Picasso haben heute einen Tierarzttermin – und ich bin ehrlich gesagt ziemlich angespannt.

    Bei Mozart habe ich ein kleines Knubbelchen entdeckt, das mir überhaupt nicht gefällt. Er hatte schon einmal ein ähnliches Knubbelchen, das sich damals als Mastzelltumor Grad 3 herausgestellt hat – und das macht mein Bauchgefühl diesmal natürlich nicht gerade besser. Für alle, die es nicht kennen: Grad 3 ist die bösartigste Form dieser Tumoren, die sehr schnell wachsen, streuen können und leider eine eher schlechte Prognose haben. Genau deshalb macht mir so ein neuer Knoten natürlich besonders Sorgen. Ich hoffe sehr, dass wir es ohne große Narkose, vielleicht nur mit lokaler Betäubung, entfernen können. Außerdem gefällt mir eines seiner Augen nicht so ganz, und unabhängig davon lasse ich wie jedes Jahr den großen Check-up mit Blutbild und Ultraschall machen.

    Bei Picasso habe ich eine Veränderung am Hoden bemerkt, die unbedingt abgeklärt werden muss. Falls es notwendig ist, wird er heute gleich kastriert.

    Da hier die magischen DF-Daumen bekannt sind, bitte ich euch, uns heute ganz fest die Daumen zu drücken. Ich bin eigentlich ein positiver Mensch, aber die Sorge, dass bei beiden etwas richtig Blödes rauskommen könnte, ist natürlich trotzdem da.

    Das mag schon sein, dass viele das als normal ansehen und ich sehe es ja auch bei einem Großteil meiner Kundschaft, dass die Hunde nicht viel mehr Bewegung bekommen und dass daheim dann auch nicht noch groß Auslastung betrieben wird. Aber nur weil etwas häufig vorkommt, bedeutet das nicht, dass ich es automatisch richtig finde. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn der Hund krank ist, wenn der Mensch krank ist, wenn man generell einen sehr aktiven Alltag mit Hund hat, in dem er viel erlebt oder sogar schon viel Bewegung bekommt, oder wenn er intensiv im Hundesport ausgelastet wird. Doch wenn wir ehrlich sind, dann ist genau das bei den wenigsten der Fall… und ich persönlich fände es für Körper und Kopf einfach schöner, wenn der durchschnittlich gesunde Hund deutlich mehr Bewegung bekäme als diese paar kleinen Minirunden.

    Der frops meiner Freundin war in den ersten Jahren sehr, sehr oft bei mir. Ich habe sie ganz normal auf meine Gassi Gänge mitgenommen und das war kein Problem, dass sie ungefähr drei oder vier Jahre alt wurde.

    Werde ich nie vergessen wie dieser Hund, der früher so ganz normal und locker mit meinen mitgelaufen ist, bei vollkommen moderaten Temperaturen auf einmal völligst aus der Puste und kurz vor dem hyperventilieren war.

    Und leider wurde und wird es schlimmer je älter sie wird.


    Ansonsten fände ich es recht erstaunlich, dass man mit seinem gesunden Hund nie länger als fünf Kilometer unterwegs ist. Das ist unsere kurze morgendliche Pipi Runde. Wenn ich mir vorstelle, nie mehr als das mit meinen Hunden zu laufen... Da sind die ja gerade mal warm gelaufen. Aber das ist vermutlich OT.

    Wenn ich auf den Fotos Hunde mit schlitzen statt Löchern in der Nase sehe, muss ich mit denen nicht laufen, um zu wissen, dass die nicht frei atmen können. Nicht nach einem und nicht nach 15 km.

    Meine Hunde trinken alle mal nachts ein schlückchen.

    Nicht jeder jede Nacht, aber z.b Picasso hat das Ritual, wenn ich aus dem Bad ins Bett gehe, noch mal zu trinken.

    Aber auch sonst muss ich den Wassernapf alle zwei Tage frisch machen.

    Probleme mit trinken aus einem " gebrauchten" Napf hat hier keiner.... Wäre in einem Mehrhundehaushalt auch irgendwie unpraktisch, weil hier jeder mal in jeden Napf die Schnute reinsteckt.