Heute war ein wirklich langer und intensiver Tag für mich und die Hunde. Bei Mozart wurde das Knubbelchen entfernt – unter örtlicher Betäubung, ganz unkompliziert – und wird nun eingeschickt. Der Tierarzt meint allerdings, dass es nicht bedenklich aussieht, also heißt es erst einmal abwarten. Den Schatten im Auge habe ich tatsächlich richtig erkannt, das ist eine Pigmentablagerung. Nervig für den Hund, aber nicht weiter tragisch.
Die Physio hat ihn auch einmal gründlich unter den Fingern gehabt und behandelt. Obwohl wir wirklich sehr viel Gassi gehen – aktuell liegt unser Durchschnitt bei über 10 km am Tag – und ich mit Trampolin, Wackelbällen und Übungen zu Hause viel mache, war sie erstaunt, wie schwach seine Muskulatur eigentlich ist. Deshalb hat er heute eine kleine Dosis Anabolika gespritzt bekommen und ich bin gespannt, ob das einen Unterschied macht.
Bei Picasso hatte ich ja schon vor einiger Zeit auffällige Hoden bemerkt. Äußerlich ist mittlerweile wieder alles normal, aber ich war mir beim Abtasten sicher, dass sich darunter etwas verändert hat. Und tatsächlich: die Prostata ist voller Zysten. Dafür bekommt er jetzt für eine Woche ein Medikament, dazu einen Kastrationschip, und im Dezember – wenn ich meinen großen Urlaub habe – wird er kastriert. Ich wurde vom Tierarzt sehr gelobt, dass ich diese Veränderungen so früh bemerkt habe, denn dadurch ist die Behandlung jetzt deutlich einfacher.
Während ich beim Tierarzt war, kam dann noch eine meiner Freundinnen mit ihrem Hund notfallmäßig in die Praxis. Leider voller Metastasen… wir alle haben befürchtet, dass sie heute gehen muss. Ich habe beschlossen zu bleiben und ihr beizustehen. Zum Glück konnte das Schlimmste erst einmal abgewendet werden, sodass sie noch ein paar schöne Tage miteinander haben. Trotzdem ist das Ende leider absehbar, und ich fühle sehr mit ihr.