Beiträge von Fuchshexchen

    Was ein Tagesanfang.

    Gestern noch alles gut, Nacht gut... Heute morgen hat er gespuckt, erst weißen Schaum, dann bisschen Blut. Temperatur war normal und danach hat er sich hin gelegt und ganz normal weiter geschlafen, gute zwei Stunden war alles fein, dann ist er aufgestanden, raus und hat eine riesige Lache Blut gekackt.

    Ab zum Tierarzt, ich dachte wirklich ich bringe ihn hin um ihn gehen zu lassen.

    Blut genommen, wird noch eingeschickt, aber irgendwas hat den Tierarzt da schon nicht gefallen.

    Ultraschall ist so.... Hm.

    Rechte Niere ist etwas auffällig, Gallenblase auch, im Urin sind Proteine und ganz bisschen Blut... Alles eher so hmpf, aber eben auch nichts so schlimm, das es als eine Ursache zu benennen wäre oder was auf irgendwas bestimmtes hin deuten würde.

    Ein Infekt steht im Raum, aber eben auch nicht sicher, weil da die Frage ist, was zuerst da wäre, Huhn oder Ei.

    Er hat jetzt alles mögliche gespritzt bekommen, Zugang ist auch drin geblieben, er bekommt morgen und Montag nochmal AB gespritzt, und Montag soll ich nochmal zum TA, natürlich nur wenn bis dahin nichts auffälliges passiert.

    Zwischendurch hat er einmal kurz starke schmerzen gehabt, da hat er geschrien, aber wir konnten überhaupt nicht ausmachen woher das kam und so schnell wie es da war, war es auch wieder weg.


    Ich dachte wirklich, das ist jetzt das Ende.

    Ja, das klingt ganz nach Casper. Nur eben bei uns mit Demenz. Gerade das

    manchmal fordert sie richtig Futter ein, springt um mich herum, nur um dann jedes angebotene Futter abzulehnen, sie spuckt es aus und weicht davor zurück.

    Haben wir auch hin und wieder.

    Heute Abend war das Futter der Wahl "in veganes Chili sin carne getunktes Brötchen", welches mit Appetit und Freude gefressen wurde.

    Gebratenes Huhn und Rind wurde verschmäht, dafür sind über den Tag hinweg fast 200 g Nassfutter in den Hund gewandert.

    Ich habe heute den Abend mit einer lieben Freundin verbracht, die arbeitet mit dementen Menschen und sie hat mir tatsächlich bestätigt, dass es dort genau so auch passiert. Auch hat sie mir noch einige andere Dinge erzählt, die ich so oder so ähnlich von Casper kenne... Es tat sehr gut, mich mit ihr auszutauschen, weil es mein Verständnis für die Krankheit noch verbessert hat.

    Ein ganz kleines bisschen Hoffnung gibt es wohl auch, weil diese Phasen manchmal genauso schnell verschwinden wie sie kommen.


    Wie gesagt, bin ich mit meinem Tierarzt in Kontakt und wenn nötig, wird die Diagnostik vorgezogen.

    Natürlich ist mir vollkommen bewusst, dass der letzte Weg eines Hundes kein Kampf sein sollte. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht vorschnell aufzugeben, sondern vorher entsprechende Untersuchungen machen zu lassen und jede realistische Möglichkeit auszuschöpfen. Solche Sprüche empfinde ich in der Situation ehrlich gesagt eher als überflüssig, denn es ist doch selbstverständlich, dass ich das Wohl meines Hundes an erste Stelle setze.

    Nein ist es leider nicht.

    Gibt viele Leute die ihre Hunde so lange wie möglich am leben halten weil sie nicht los lassen können.

    Ich sge nicht das du dazu gehörst. Sieh es doch einfach als reminder für andere die hier mit lesen das sowas kein Kampf sein sollte.

    Der letzte Weg soll vielleicht kein Kampf sein, aber er sollte eben auch nicht kampflos beschritten werden. Das ist zumindest meine Meinung.

    Rücksicht und genaues Lesen sind bei so einem sensiblen Thema wichtig. Ich gebe durchaus zu, dass ich hier vielleicht etwas sensibel reagiere… aber es ist eben auch ein sehr sensibles Thema. Auch wenn du geschrieben hast, dass es nicht unbedingt mich meint – hier geht es nun einmal genau um mich und meinen Hund.

    Ich schiebe das Thema keineswegs vor mir her, im Gegenteil: ich habe in den letzten Tagen viele Tränen vergossen, mit meinem Tierarzt Rücksprache gehalten und intensiv mit nahestehenden Personen darüber gesprochen.

    Zum Glück geht es Casper nicht unbedingt schlecht: Schmerzen und Übelkeit können ausgeschlossen werden, er schläft ausreichend und ruhig, und auch Gassi ist weiterhin möglich. Ich habe hier außerdem noch ein paar Ansatzpunkte bekommen, die sich leicht und ohne großen Aufwand für den Hund abklären lassen – Blut abnehmen und ein Bauchultraschall waren ohnehin geplant. Dass ich ihn nicht durch eine Schlange an Diagnostik schicke, deren Ausgang am Ende nichts am Ergebnis ändern würde, ist für mich ebenso klar und stand auch hier nie zur Debatte.

    Damit ist für mich an dieser Stelle alles gesagt. Ich würde das Thema gerne abhaken und mich heute einfach auf das konzentrieren, worum es mir hier ursprünglich ging – nämlich zu schauen, ob es noch Möglichkeiten gibt, ihm zu helfen, bevor wir uns irgendwann auf den letzten Weg machen müssen.

    Der letzte Weg eines Hundes sollte kein Kampf sein den man irgendwie gewinnen will.

    Alles gute für die richtige Entscheidung.

    Natürlich ist mir vollkommen bewusst, dass der letzte Weg eines Hundes kein Kampf sein sollte. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht vorschnell aufzugeben, sondern vorher entsprechende Untersuchungen machen zu lassen und jede realistische Möglichkeit auszuschöpfen. Solche Sprüche empfinde ich in der Situation ehrlich gesagt eher als überflüssig, denn es ist doch selbstverständlich, dass ich das Wohl meines Hundes an erste Stelle setze.

    Ich bin ganz dankbar für die vielen lieben Worte hier.

    Das Thema, das ist nun wirklich gegen Ende geht. Tut zwar unglaublich weh, aber ist auf jeden Fall im Hinterkopf. Kampflos geben wir allerdings nicht auf. Und ich möchte vorher zumindest alles versucht wissen.

    Abnehmen tut er zum Glück aktuell nicht, noch habe ich oft genug das Glück, die Wachen Momente zu erwischen, wo er was frisst. Die Schwierigkeit ist nur genau dann herauszufinden, was er gerade auch fressen kann oder möchte und das dann auch im richtigen Moment zur Hand zu haben.

    Heute kam noch eine Packung ReConvales an und wir testen mal, ob das etwas bringt.

    Es ist nun auch abgesprochen, dass ich über das Wochenende ganz in Ruhe genau beobachte und je nachdem was mein Bauchgefühl sagt, ziehen wir den Tierarzttermin mit den Untersuchungen nach vorne.

    Es ist halt wirklich nicht einfach, weil er diese Momente hat, wo er vollkommen wach und normal ist, wo er mir den Popo hinstreckt, damit ich ihm den kraule und dann zwei Handvoll Trockenfutter verputzt. Und von jetzt auf gleich kann das Umschalten.

    Und dann hat jeder irgendwie eine andere Meinung. Und das schlechte Gewissen klingelt, dass ich überhaupt wage darüber nachzudenken, dass er den jahreswechselt vielleicht nicht mehr miterleben wird.

    Ich möchte nur auf gar keinen Fall, dass er hier auf das Sterben warten muss, weil ich nicht loslassen kann. Ich will ihn aber auch nicht gehen lassen ohne alles versucht zu haben.

    Ich weiß nicht, ob es bei eurem Problem überhaupt hilfreich sein könnte, aber im Alter lässt auch der Geruchssinn nach und verändert sich.


    Es soll wohl helfen, stark riechendes und schmeckendes Futter zuzubereiten.

    Also scharf anbraten, stark würzen.... Solche Sachen halt. Aber ich weiß nicht, ob es wirklich stimmt und wenn ja, ob es bei eurem Problem, welches ja eigentlich anders gelagert ist, überhaupt helfen könnte

    Ja, auch das habe ich probiert. Gebraten, als warme Suppe, aus dem airfryer. Ist wie beim Rest auch.... Mal geht es. Dann wieder überhaupt nicht.