Beiträge von Fuchshexchen

    Wir haben den Übeltäter erkannt – es ist wohl das rechte Nierchen. Ich habe ein ganzes Paket an Medikamenten mitbekommen, er hat eine Spritze gegen den Durchfall bekommen, Antibiotika ist dabei, dazu ein Darmaufbaupulver fürs Futter und Nierendiätfutter ist bestellt. Jetzt muss er nur erst mal wieder richtig anfangen zu fressen.

    Natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, weil es eben doch die Niere ist. Aber das mit der Demenz war ja nicht von der Hand zu weisen und es ist auch nicht gesagt, dass das nicht ebenfalls mit hineinspielt. Zumal er der Tierarzthelferin ganz charmant einen Teil ihres Pausenbrötchens, ein Stück Lyoner und sogar ein süßes Teilchen vom Bäcker abgeschwatzt hat – der kleine Verräter.

    Er bekommt jetzt auch die Creme für den Hunger. Eine mögliche Nebenwirkung ist verstärktes Miauen. Mir ist klar, dass das Medikament eigentlich für Katzen gedacht ist, aber die Vorstellung finde ich trotzdem lustig und bin gespannt, ob mein Hund demnächst miaut.

    Wir kriegen das hin. Den Gedanken ans Einschläfern schiebe ich erst mal weit weg. Der letzte Weg soll vielleicht kein Kampf sein, aber kampflos treten wir ihn eben nicht an.

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    Ach schön... Nicht, dass uns hier langweilig wird.

    Casper war heute Nacht recht unruhig. Hat immer mal wieder den Platz gewechselt, unter die Decke, auf die Decke, rechts liegen, links liegen. Ich dachte schon wir hätten jetzt die nächste Phase der Demenz erreicht, die nächtliche Unruhe.

    Um 5:30 Uhr ist er aufgestanden und wollte rausgelassen werden, wo er dann leider wieder Durchfall hatte. Und als wir zurück ins Bett wollten, habe ich es gesehen... Er hat an jedem Schlafplatz heute Nacht ein oder zwei Tropfen Durchfall verloren. Nicht viel, aber halt überall ein bisschen. Das ist auch neu und hatten wir noch nie.

    Noch eine Idee: hast du mit ihm mal mit einem Futterdummy oder einem anderen Spielzeug etc. mit Futter gearbeitet. Vielleicht hat er darüber eine positive Verknüpfung zum Futter und frisst es eher.

    Habe ich auch schon probiert mit dem gleichen Ergebnis. In der einen Sekunde ist er begeistert, in der nächsten nicht mehr. Oder andersrum.

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    Hunger!! 😍😍

    Heute Nachmittag war ich mir eigentlich schon fast sicher, dass wir das nicht mehr lange so machen werden und ich ihn einschläfern lasse. Ich habe meinen Hunden nicht mal die Leuchthalsbänder angezogen, weil ich mir sicher war, so fertig wie er ist, werden wir nur eine kleine Pipi-Runde drehen.

    Und jetzt laufen wir hier und er stapft so munter neben mir her, als wäre nie irgendwas gewesen. Schnüffelt, markiert, pinkelt… als hätte er den ganzen Tag nicht halb tot im Körbchen gelegen.

    Vorhin hat er mir eine halbe Schale Nassfutter quasi aus den Händen gerissen, so gierig, dass er mir fast die Finger mit abgekaut hätte. Und von einer Sekunde auf die andere war genau das gleiche Futter wieder eklig. Dann stand er vor mir mit leuchtenden Augen, hat mich sogar mit der Pfote angehauen, weil er unbedingt etwas wollte – und nichts, wirklich nichts von dem, was ich mittlerweile alles im Sortiment habe, war für ihn essbar. Er guckt mich dann an, als würde ich ihm ein Stück Pappe andrehen wollen. Zwei Minuten später frisst er dann wieder zwei Bissen von genau dem Futter, das eben noch eklig war, und schiebt es danach gleich wieder weg.

    Vermutlich helfen deswegen auch diese hungeranregenden Cremes und Mittel nicht. Er hat ja Hunger, er hat Appetit, aber die Demenz gaukelt ihm offenbar vor, dass das, was ich ihm anbiete, kein Essen ist. Wenn es hochkommt, sind wir heute bei 200 g Nahrung. Aber nur mit Ach und Krach. Das ist auf Dauer nicht tragbar.

    Und trotzdem – wenn ich ihn jetzt so neben mir herlaufen sehe, so munter, so lebendig, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, ihn einschläfern zu lassen.

    Meinem Hund wurde von Mitteln gegen Übelkeit und Bauchschmerzen erst so richtig übel. Es war kurz vor knapp.

    Kein Tierarzt kam darauf. Ich hab es im Beipackzettel gelesen und das Medikament selbst abgesetzt.

    Du gibst Propentotab, richtig? Auch das kann Übelkeit etc. auslösen.

    Damit pausieren wir schon um eben ausschließen zu können das eines der Medikamente schuld ist.

    Die Diagnose kann man nicht verstehen, weil es eben noch keine Diagnose gibt.

    Morgen gehen wir noch mal hin um das Blutbild zu besprechen und weitere Schritte und natürlich um zu schauen, ob irgendetwas von gestern die Situation verbessert hat. Das sehe ich allerdings leider so nicht.

    Ich habe heute genug Zeit gehabt, um nachzudenken, und irgendwie komme ich nicht so recht auf eine Lösung. Die rechte Niere und die Gallenblase sehen beide im Ultraschall nicht so ganz in Ordnung aus. Nichts richtig Dramatisches, kein akuter Notfall, aber eben schon ein bisschen mehr als nur altersbedingt angeschlagen. Beide Organe können natürlich auch eine Übelkeit verursachen – aber wir haben ja schon ausprobiert, ob Mittel gegen Übelkeit ihm helfen, und es hat keinen Erfolg gebracht. Bei einem jungen Hund würde ich jetzt wohl sämtliche Register ziehen, alle Untersuchungen machen lassen und dann entsprechend behandeln oder sogar operieren. Aber bei einem 14 Jahre alten Hund mit Demenz… ich weiß nicht, ob ich ihm das wirklich noch zumuten will.

    Gerade kam er ganz munter in die Küche gewackelt, obwohl er den ganzen Tag bisher nur gelegen hatte. Die Gelegenheit habe ich genutzt und ihm nacheinander Hühnchen, Rind, Nudeln und Nassfutter angeboten – nichts davon wollte er haben. Und das ist ja auch irgendwie kein Zustand. Was aktuell fast noch geht, sind Leberpastete oder diese flüssigen Katzenleckerlis von Miamor. Aber selbst das nimmt er nicht mit großer Begeisterung, sondern eher, weil der Hunger es erzwingt.

    Und genau da hänge ich gerade fest. Soll ich es einfach so laufen lassen und ihm das geben, was er gerade noch nimmt, auch wenn es ihm keine große Freude mehr macht, oder ziehe ich die Grenze früher und erspare ihm dieses ständige Hin und Her? Ich weiß nicht mal, ob ich ihm per Spritze zwangsweise etwas eingeben soll – wohlwissend, dass das vermutlich nur dazu führt, dass er noch mehr Abneigung gegen Futter entwickelt. Oder lasse ich es bleiben und er wird Stück für Stück schwächer? Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht, dass ich ihn zu früh aufgebe, obwohl es vielleicht etwas gewesen wäre, das man hätte behandeln können. Niemand kann mir diese Entscheidung abnehmen, aber es ist verdammt schwer auszuhalten.

    Ich merke gerade, wie sehr mich dieser Zwiespalt zerreißt, weil ich eigentlich nur möchte, dass er mit Würde und ohne Qual durchs Leben gehen darf. Und es trifft mich doppelt, weil ich immer dachte, dass ich meinen Hunden vor ihrem Abschied all das geben würde, wovon sie je geträumt haben zu fressen… und jetzt stehe ich hier...

    Guten Morgen!

    Eine ruhige Nacht (für ihn 😅) hinter uns. Bisher kein Kot mehr und auch kein Kotzen.

    Gestern hat er außer ein paar kleine Stücke gebratenes Fleisch und ein bisschen was von der EnteriCreme nichts gegessen und viel geschlafen (am Anfang war er ein bisschen wie zugedröhnt)

    Heute morgen hat er eine gute Handvoll Fleisch mit viel Appetit gefressen und ein bisschen EnteriCreme. Ich hatte das Gefühl er war ein bisschen wackelig auf den Beinen weil er gestern kaum gefressen hat.

    Aber er guckt schon recht munter aus der Wäsche 🩷

    Ich schwanke noch zwischen "wir bleiben heute einfach mal den ganzen Tag im Bett" und "ein bisschen Bewegung wird uns allen gut tun" 🫣

    Leider ist heute Herbstmarkt direkt vor meiner Tür und das bedeutet viele Menschen und Hunde, wenn man zur Tür rausgeht...

    Dazu hat sich der Stress in einer fetten Bindehautentzündung bei mir manifestiert.

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    Wir wackeln eine kleine minirunde Gassi.

    Fressen mag er leider immer noch nichts, hart aber vorhin zumindest vier kleine Stück Hühnchen gefressen und ein paar Leckerlis.

    Und er wedelt einen ganz kleines bisschen, wenn ich ihn streichel 🥺