Beiträge von Fuchshexchen

    Meine Retriever haben schon im Welpenalter dieses Problem gelöst und wären nie weg gegangen ohne an das Futter zu kommen. :smiling_face:

    Naja, Sheltie haben halt nicht so eine große Futtermotivation wie Retriever. Schon geil, aber wenn nicht, dann halt nicht.

    Leicht gestresst finde ich meine eigenen beiden tatsächlich gar nicht, trotzdem sind beide Meister der Übersprungshandlungen. Der eine auf einer nette, der andere auf eine weniger nette Art.

    Während Hermine im Übersprung gerne mal in andere hineinfapst, drückt ihnen Abrakadabra einfach seinen Hintern ins Gesicht und macht witzige Geräusche dabei 😅

    Und da wäre halt genau meine Frage ob es nicht sinnvoll wäre, die vergleiche sein zu lassen. Also dieses besser, schöner, größer, massiger...

    Sondern das wirklich ausschließlich zählt, ob der Hund dem Rassestandard entspricht.

    Und auch arbeitsprüfungen könnte man ja so gestalten, dass es lediglich darum geht, ob der Hund die geforderte Leistung erbringt oder nicht. Ohne das es zwangshaft besser oder am besten sein muss.

    Ich frag mich, was an diesem Vergleichen für die Hunde eine Qual sein soll, Schmerz oder Leiden verursacht


    Beim Thema Ausstellungen erkennt man doch noch am besten, wo für Hunde echte Nachteile entstehen. Das fängt schon bei der Zucht an.... da wird allzu oft nicht nach Gesundheit gezüchtet, sondern nach dem, was im Ring am besten ankommt. Größer, beeindruckender, mehr Fell, massiger, extremere Merkmale… genau das wird belohnt.... egal ob das für den Hund irgendeinen Sinn ergibt oder nicht. Dass darunter Körper entstehen, die im Alltag kaum belastbar sind, überrascht da wirklich niemanden.

    Dann kommt der Teil, der direkt vor einer Ausstellung passiert. Langhaarige Hunde werden teils über Wochen eingepackt, eingezopft, gewickelt, damit das Fell ja perfekt bleibt. Viele verbringen ihre komplette Showkarriere in dieser Art Dauerzustand und werden erst nach der letzten Ausstellung endlich geschoren, weil der Hund erst dann wieder normal leben kann. (Ja, es gibt auch die Hunde, die außerhalb von Ausstellungen ein ganz normales, dreckiges Hundeleben führen dürfen. Aber es ist auch Fakt, das es auch die anderen gibt. Und zwar nicht in der Minderheit, erst Recht nicht, je größer und weiter im Ausstellungswesen) Und wenn man ein bisschen im Geschehen drin ist, sieht man auch den ganzen „verboten, aber ständig genutzt“-Kram. Schwarze Stifte für die Nase, Puder für strahlenderes Weiß, Haarspray für den perfekten Stand… offiziell alles tabu, praktisch aber überall zu finden. Ich habe Hunde gesehen, die so extrem aufgetoupiert waren, dass man ihre Augen kaum noch erkennen konnte. Und die im Alltag ohne Schleifen und Zöpfe kaum geradeaus gucken können. Wenn nicht versucht wird zu erklären, das Hunde durch diesen dichten Vorhang ganz normal gucken können. Das ist nichts, was mir jemand erzählt hat… das habe ich selbst gesehen und erlebe ich auch immer wieder.

    Dazu kommt das soziale Geflecht... Man fährt natürlich nicht zu irgendeinem Richter, sondern zu dem, bei dem man genau weiß, dass er den eigenen Typ bevorzugt. Oder die eigene Farbe. Oder den Stil des Kennels. Beziehungen spielen da eine viel größere Rolle, als viele zugeben wollen, und das ist seit Jahren bekannt.

    Im Collie-Thread wurde letzte Woche erst ein Link geteilt, bei dem mehrere Hunde im Ring standen, die eigentlich keine Bewertung hätten bekommen dürfen, geschweige denn eine gute oder sogar eine Zuchtzulassung. Und das ist kein Collie-spezifisches Problem. Auf größeren Veranstaltungen wie der CACIB sieht man dieselben Dinge quer durch alle Rassen.

    Wenn man all das zusammen nimmt, kann ich sogar viel eher nachvollziehen, warum Menschen mit ihren Hunden an Turnieren teilnehmen. Da passiert wenigstens etwas, das der Hund selbst als Aktivität erlebt – statt nur darauf zu hoffen, dass sein Körper irgendein Ideal trifft und man noch ein Schleifchen und noch einen Championtitel mit Heim nimmt.

    Nein. 1. bleibt der Vergleich ja bestehen Auch zu jüngeren Hunden und man sieht dann auch eine Entwicklung der Zuchttendenzen, trifft Nachzuchten, kommt ins Gespräch, vergleicht, fachsimpelt, tauscht sich aus, guckt Mal genauer hin, fasst an.

    Dazu bräuchte es ja aber immer noch keinen Wettbewerb.

    2. Ist das auch immer Treffpunkt für die Rasse, für Rasseliebhaber. Es ist ein Ort des Zusammenkommens und des Austausches. Wo willst du sonst die Hunde sehen? Bei Facebook und Instagram, wo kein Bild unbearbeitet ist und jedes Video so geschnitten, dass man optimal dargestellt ist und nur den Ausschnitt zeigt, den man will? Wo man kein Tier anfassen kann? Wo immer alles toll ist?

    Nanu? Ich dachte wir gehen hier nicht nur von Negativbeispielen aus? Und dass das keine Grundlage für eine Diskussion ist?


    Und ganz generell verstehe ich das Problem gerade ehrlich gesagt nicht.

    Auf der einen Seite ist die Ausstellung was ganz tolles, was unbedingt nötig ist, weil man da vor Ort sich Sachen angucken kann und weil das von mir genannte mauscheln und betrügen sowieso nur Negativbeispiele sind.

    Rassevertreter gesehen habe, die online top waren, geile Fotos, geiles Gebäude, perfekt dargestellt. Und real waren die einfach gar nix. Zwei verschiedene Tiere sozusagen. Da hätte ich mich grün und blau geärgert, wenn ich 1000km zum Decken fahre zu so nem Klappstuhl. Und das aufgrund von Bildern.

    Aber würden dann so etwas wie Gebäudefehler, Klappsthl und Co nicht im Richterbericht stehen? Außer vielleicht mal die ein oder andere Ausnahme, die überhaupt nicht ins Gewicht fällt? Oder passiert das vielleicht doch deutlich öfter?

    Ganz im Gegenteil, es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, Wettbewerbe mit Tieren durchzuführen.

    Zucht funktioniert genauso.

    Wir testen unsere Hunde und wählen die aus, die am meisten dem Ideal nah kommen und das leisten, was die Rasse leisten soll. Die in Exterieur, Gesundheit, Leistung, Charakter usw. am meisten die Rasse vertritt. Natürlich im Vergleich zueinander.

    Und das entscheidet keiner einfach so für sich selbst, sondern es soll möglichst objektiv bewertet werden von Leuten, die dafür geschult wurden und sich auskennen.

    Zucht ist Selektion auf Kriterien. Dafür gibt es Wettbewerbe.

    Na ja, wenn man ganz ehrlich ist, ist das zwar das Ideal, aber ganz so einfach funktioniert das nun doch nicht.

    In der Zucht und auf Ausstellungen wird unfassbar viel gemauschelt. Da sucht man sich den Richter aus, der den eigenen Typ Hund am ehesten gut bewertet, es wird geschummelt, wo man es nur kann, Beziehungen spielen eine große Rolle.

    Es gibt haufenweise zuchthunde, die besser nicht in der Zucht wären, vollkommen egal welche Rasse. Sei es wegen körperlicher oder psychischer Mängel.

    Noch dazu würde es ja theoretisch reichen. Lediglich so oft auf Ausstellung zu gehen, bis die zuchtzulassung erreicht ist, der Hund also ausreichend Objektiv bewertet wurde. Viele Hunde haben ja aber eine richtiggehende Showkarriere.

    Und für so eine Bewertung bräuchte es auch keine Wettbewerbe.

    Ein neuer Artikel zur Entwicklung der Langhaarcollie-Zucht:

    https://collienews.de/2025/11/10/bun…-dortmund-2025/

    Anlass war die Ausstellung in Dortmund letzten Sonntag. Ich war auch dort. Die ausgestellten Hunde erinnern eher an Samojeden als an Collies, vom Gangwerk, X-Beinen oder durchtrittigen Pfoten ganz zu schweigen.

    Ich hab' nicht viel Collie-Ahnung (nur so vage Interesse an den LHCs für die fernere Zukunft), deshalb eine eventuell doofe Frage... :ops: Auf den Bildern sieht das so aus, als ob bei ganz vielen der Hunde jede Menge totes Fell nicht ausgebürstet, sondern drin gelassen wurde, damit es nach mehr Volumen aussieht – ist das üblich bei den Ausstellungen?

    Leider ja. Die meisten von denen wären nicht mal ansatzweise solche plüschbomben, wenn man sie richtig pflegen würde.

    Dann schrei halt, wenn dir danach ist.

    Nur damit wir uns nicht missverstehen: Keine der Dinge, die du mir vorwirfst, stammt überhaupt von mir. Du reagierst auf Aussagen, die ich nie gemacht habe, und legst mir Worte in den Mund, die nicht gefallen sind. Ich habe eine einfache Frage gestellt und meine Gedanken dazu geteilt, mehr war es nicht.