Beiträge von Fuchshexchen

    Abraten würde ich immer von Fitzek

    Warum?

    Also ich habe noch nichts von ihm gelesen, aber habe eine Freundin, die alles von ihm verschlingt. Ich glaub, er schreibt erstaunlich oft über Gewalt an Frauen, das war zumindest mal eine Kritik, die ich zu ihm gelesen hatte.

    Ich finde ihn GAAANZ schlimm. Ewig lange Schachtelsätze, etliche an den Haaren herangezogene Handlungsstränge, das Ende gern absurd... Ich finde Bücher von ihm furchtbar unbefriedigend zu lesen.

    Wenn man das Ereignis korrekt einordnet, muss man nämlich berücksichtigen, dass Betten keine statischen Möbelstücke sind, sondern nächtliche Resonanzflächen mit erhöhter psychosozialer Rückkopplung, insbesondere dann, wenn dort regelmäßig zwei Menschen schlafen, träumen und Entscheidungen von mittlerer Tragweite treffen. In der Fachliteratur spricht man in solchen Fällen von einer transversalen Schlafzonenüberlagerung, die bei jungen Hunden unter zwölf Monaten bekanntermaßen zu massiven Fehldeutungen führen kann.

    Der Hund hat das Bett also nicht als Bett wahrgenommen, sondern als eine Art temporären Knotenpunkt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und möglicher Zukunft des Haushalts. Die Abwesenheit der eigentlichen Haushündin hat diese Zone zusätzlich destabilisiert, wodurch es zu einer spontanen olfaktorisch-existentiellen Kurzschlussreaktion kam. Der Körper reagierte folgerichtig mit einem sogenannten somatischen Wahrheitsausstoß, landläufig als Durchfall bekannt, in Wirklichkeit aber eine unbewusste Reaktion auf eine nicht auflösbare emotionale Raumfrage.

    Besonders brisant ist dabei, dass Betten nachts ihre Frequenz wechseln. Tagsüber Möbel, nachts Projektionsfläche. Ein junger Hund, ohnehin noch nicht vollständig in der Lage, zwischen Objekt und Bedeutungsebene zu unterscheiden, kann das unmöglich sauber trennen. In der Folge wird der Ort nicht markiert, sondern „korrigiert“. Der Hund versucht nicht, Besitz zu ergreifen, sondern den Raum wieder auf ein für ihn verständliches energetisches Niveau zurückzuführen. Dass dabei die Bettwäsche ihr Leben lassen musste, ist bedauerlich, aber im Kontext eines fehlgeschlagenen räumlichen Reset-Versuchs absolut erwartbar.

    Kurz gesagt: Der Hund hatte keinen Durchfall im Bett, das Bett hatte kurzzeitig eine Identitätskrise und der Hund hat versucht zu helfen. Unglücklich gelöst, ja, aber aus interdimensional-verhaltenslogischer Sicht durchaus konsequent.

    Ich glaube du hast dir die Antwort schon selbst gegeben.

    Das Verhalten ist aus Hundesicht gut erklärbar, für eine Familie mit einem vierjährigen Kind aber kritisch. Ein 10 Monate alter Junghund aus dem Auslandstierschutz bringt oft hohe Erregung, wenig Impulskontrolle und Unsicherheit mit. Kinder, besonders wenn sie sich bücken oder auf Augenhöhe sind, sind für viele Hunde schwer einzuschätzen und genau das scheint hier der Auslöser zu sein.

    Das Anspringen von hinten, das Zupfen an Mütze oder Kleidung und das gezielte Gehen Richtung Kopf ist kein aggressives Verhalten, aber auch kein harmloses Spiel. Es zeigt Überforderung und fehlende Selbstregulation. Entscheidend ist weniger, ob daraus zwingend ein Schnappen wird, sondern dass ein vierjähriges Kind solche Situationen nicht zuverlässig absichern kann.

    Dass der Hund sich ohne Kind schnell entspannt, mit Kind aber deutlich unruhiger ist, spricht dafür, dass das Kind aktuell ein Stressfaktor ist. Das würde ein dauerhaft sehr konsequentes Management erfordern, was im Familienalltag kaum realistisch ist.

    Aus meiner Sicht würde ich daher eher davon abraten, diesen Hund in eine Familie mit kleinem Kind zu holen. Nicht, weil der Hund „schwierig“ ist, sondern weil er sehr wahrscheinlich in einem ruhigen Haushalt ohne kleine Kinder besser aufgehoben wäre.

    Ich habe mir jetzt mal Bilder von Amstaff in dem Alter und in der Farbe angeschaut und finde die Ähnlichkeit schon arg groß. Ich wäre da wirklich vorsichtig und würde eher absagen und einen anderen, passenden Hund suchen. Nicht nur wegen der rechtlichen Seite, sondern weil das im Zweifelsfall ein relativ großer Hund werden kann, der Rasseeigenschaften mitbringen könnte die dir nicht liegen. Selbst wenn es "nur" ein SchäferhundLabrador wird.