Beiträge von Fuchshexchen

    Als Ergänzung noch:

    Ich persönlich handhabe das zum Beispiel ganz anders. Einfach, weil ich keine Angst davor habe, dass ein Welpe mich beißen könnte. Bei mir gibt es dann das altbewährte „äh-äh“, danach entferne ich den Welpen von der Stelle, wo ich ihn nicht haben will. Und ja, zur Not halte ich ihn auch mal für ein paar Momente fest.

    Ich gehe dabei gar nicht auf diese kleinen Wutbürger ein. Ich nehme das nicht ernst. Ich weiß dann einfach: Okay, da war ich zu spät, nächstes Mal reagiere ich früher.

    Aber das funktioniert eben nicht für jeden so. Und gerade wenn da schon so viele Emotionen drin sind wie bei euch, ist das auch nicht hilfreich. Deshalb wäre es Quatsch, euch das als den einzig richtigen Weg zu verkaufen.

    Ich finde kleine wütende Welpen ehrlich gesagt einfach furchtbar zuckersüß und nehme das Ganze nicht sonderlich ernst. Ich habe eher Spaß daran, ihnen zu zeigen, wie die Welt funktioniert. Dass man nicht immer alles bekommt, was man gerne hätte. Und dass das auch wirklich nicht schlimm ist.

    Und ich liebe die kleine Rangelkämpfe, Hapsen und Schubsen und überhaupt. Mir macht das großen spaß, den Welpen bisher auch und gleichzeitig kann ich ganz nebenbei üben nicht nur die Energie hochzufahren, sondern eben auch wieder runter. Aber das ist wirklich noch eine Stufe zu weit für euch

    Hast du hier einen konkreten Vorschlag, wie wir das "umlenken" können und gleichzeitig eine Frustatrionstoleranz aufbauen können?

    Frustrationstoleranz entsteht nicht dadurch, dass man wartet, bis der Frust schon richtig da ist und dann versucht, ihn irgendwie runterzudrücken oder „aushalten zu lassen“.l. Entscheidend ist, früher zu reagieren, ruhig und selbstverständlich, ohne panisch zu werden.

    Und ja, ich verstehe absolut, dass es verunsichert, wenn ein Welpe plötzlich schnappt oder beißt. Das tut weh, das erschreckt und das fühlt sich im ersten Moment einfach falsch an. Das darf man auch so empfinden. Wichtig ist nur, was man danach daraus macht.

    Je mehr Emotionen man in diese Situationen packt, egal ob Hilflosigkeit, Wut, Genervtsein,... desto größer wird das Thema für den Hund. Und dann lohnt es sich für ihn immer wieder, genau dort anzusetzen. Nicht, weil er böse ist, sondern weil Menschen sich in solchen Momenten extrem gut lenken lassen.

    Was viel sinnvoller ist, ist ein nüchterner Umgang damit.

    Ganz praktisch kann das zum Beispiel so aussehen: Der Welpe steuert Richtung Couch. Man reagiert früh, ich nutze dabei ein einfaches Ähäh, und führt ihn ruhig aus dem Zimmer. Kein Nein, kein Schimpfen, kein Drama. Im Flur passiert erst mal nichts. Man bleibt kurz dort, ruhig, neutral. Dann geht man gemeinsam wieder ins Wohnzimmer und bietet dort eine Alternative an.

    Geht der Hund wieder Richtung Couch, passiert wieder genau dasselbe. Ruhig rausführen, kurz im Flur bleiben, wieder zurück. Ohne Steigerung, ohne Emotionen.

    Wenn ihr euch nicht mehr mit den Händen an euren Welpen traut, nehmt ihr eben eine Leine dafür. Die könnt ihr auch erstmal dran lassen, dann müsst ihr nicht immer erst noch anleinen.

    So lernt der Hund nicht, dass etwas schlimm ist, sondern dass ein unerfüllter Wunsch einfach keine große Sache ist. Und genau so entsteht Frustrationstoleranz.

    Aber ganz sicher nicht! Ausser du schreibst von Saugwelpen und das waere in diesem Fall mehr als unpassend!

    Warum liest man das dann überall? Also in Büchern oder im Netz. 🤷‍♀️ Da zählt ja das ruhen dazu.

    Man liest auch überall immer noch, dass man Hunde nicht Baden sollte, dass man nur lange genug mit dem Hund laufen muss, damit man keine Krallen schneiden muss.... Ist genauso Bullshit und das Internet ist trotzdem voll damit.

    Ihr habt da keinen „problematischen“ Hund, ihr habt ein Baby. Einen zwölf Wochen alten Welpen. Und mit einem Baby wird man hoffentlich niemals körperlich – selbst dann nicht, wenn es in Haare greift, kneift oder zieht. Ein Welpe in diesem Alter hat weder Impulskontrolle noch Frustrationstoleranz noch irgendeine Idee davon, wie man mit starken Emotionen vernünftig umgeht.

    Was ihr da erlebt, ist klassischer Frust. Frust entsteht, wenn ein Bedürfnis blockiert wird: Ich will da hin und darf nicht. Ich will etwas und bekomme es nicht. Für so einen jungen Hund ist das extrem überwältigend. Und jetzt die entscheidende Frage: Woher soll der Welpe wissen, wie man mit Frust ordentlich umgeht, wenn ihm das niemand beigebracht hat?

    Aktuell erlebt er: Er ist frustriert, er schnappt, der Mensch wird körperlich. Die Situation eskaliert. Das, was dabei hängen bleibt, ist nicht „Grenzen akzeptieren“, sondern: Frust endet in körperlicher Auseinandersetzung. Dass er sich dann immer mehr reinsteigert, nicht loslässt oder gezielt nach Händen und Kleidung geht, ist keine Aggression, sondern eine logische Folge dieses Lernprozesses.

    Frust muss man lernen, und zwar in sehr kleinen Dosen. Nicht, indem man einen Welpen immer wieder blockiert, bis er explodiert, sondern durch gutes Management: Situationen so gestalten, dass er gar nicht erst regelmäßig scheitert, frühzeitig umlenken, Distanz schaffen, bevor er hochfährt. Grenzen sind wichtig, keine Frage. Aber Welpen lernen Grenzen nicht durch Durchsetzen und körperliche Gewalt.

    Ein Hund in diesem Alter kann Frust noch nicht gut aushalten, Emotionen nicht regulieren und Impulse nicht kontrollieren. Das ist keine Erziehungsfrage, das ist schlicht Hirnentwicklung.

    Bitte hört mit jeglicher körperlicher Maßregelung sofort auf. Wenn ihr merkt, dass ihr an eure Grenzen kommt, holt euch Unterstützung bei jemandem, der wirklich mit Welpen arbeitet und nicht mit Dominanz oder Durchsetzen. Euer Hund zeigt kein Fehlverhalten – er zeigt Überforderung. Und das lässt sich lösen.

    Was ist das denn für ein seltsames Video?

    Meinst du inhaltlich im Bezug auf seinen Erklärungsversuch, warum er sein Reactionvideo runtergenommen hat, oder meinst du etwas anderes?

    Ich bin ihm Mal eine Weile gefolgt und das ist eigentlich so gar nicht seine Art, so einen Rückzieher zu machen. Da hat er schon ganz andere Videos zumindest auf Social Media gepostet, die deutlich kritischer waren (weshalb ich ihm irgendwann entfolgt bin) und wo er nie so einem Rückzug gemacht hat mit x Wiederholungen und Rechtfertigungen.

    Kann auch ein einfacher Strike vom Verursacher sein, weil ja sein Videomaterial in der Einordnung genutzt wurde.

    Okay, hat doch der Dennis selber gemacht:

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    Was ist das denn für ein seltsames Video?