Beiträge von Fuchshexchen

    Ganz ab von der Hundezahl störe ich mich daran, dass hier im Grunde wieder nur ein Typ Hund das Maß der Dinge sein soll. Ein Begleithund. Und dem Hund etwas zu bieten besteht darin, dass man möglichst viel und unterschiedliche Strecken Gassi geht.

    Davon ab gibt es aber so viele Hundetypen und die leben alle nicht von Gassi gehen.

    Angefangen bei Herdenschutzhunden die in der Herde leben, über Schlittenhunde in der Gruppe die gemeinsam ausgelastet werden, Hofhunde die den ganzen Tag draußen sind, verschiedene Arbeitshunde oder auch Hunde, die ein Umweltproblem haben und aufgrunddessen den Maßstab nicht erfüllen können.

    Es gibt so viele verschiedene Konstellationen.

    Aber es geht hier doch auch gar nicht um Hundetypen?

    Ich glaube, so wenig wie mir jemand schlüssig erklären kann, warum man sich ein oder mehrere Kinder anschafft und wie zum Geier man die damit verbundene Arbeit und Einschränkungen erledigen und ertragen kann, und dabei auch noch glücklich sein kann, genauso wenig kann ich jemandem begreiflich machen was mir meine Hunde geben und warum ich dieses Leben um nichts in der Welt tauschen würde.

    Man liebt es und lebt dafür, oder eben nicht.


    Und zum Thema "Ja, aber, wenn, dann...." Für jeden von uns kann das Leben, oder das Leben wie wir es kennen, morgen vorbei sein. Innerhalb einer Sekunde. Und es ist vollkommen egal, ob da ein Hund oder acht, ein Pferd oder drei Esel, ein Kind oder fünf Kinder sind. Wir alle gehen doch (hoffentlich) nicht ständig und immer vom schlimmsten aus und haben doch alle trotzdem (hoffentlich?!) so gut wie irgend möglich vorgesorgt für die, für die wir verantwortlich sind.

    Mozart und Casper werden dieses Jahr 13 Jahre alt.

    Bisher (!) machen sie alles mit, 25 km Wanderungen inclusive. Beide sind kälteempfindlicher geworden, tragen so ihre gesundheitlichen Wehwehchen mit sich rum.

    Aber genau das meine ich 😅 (keine sorge, ich weiß, es ist nicht böse gemeint) "ja, aber, wenn"

    Die Vielhundehalter, die ich so kenne, haben mehr Plan Bs für sämtliche möglichen und unmöglichen Notfälle, als die meisten Einzelhundehalter. Da beschränkt sich der Plan B nämlich ganz oft auf den Partner.

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    Collie betteln nicht ☝🏻

    Dazu muss man als Tierbesitzer jeden Schritt kennen, der durchgeführt wird und abgerechnet werden muss. Und dann bleibt noch die große Spanne, zu welchem Satz abgerechnet wird.

    Aber das muss sich auch alles auf der Rechnung stehen? Und Google gibt dann den Rest, das ist ja kein Umstand.

    Und, wenn dann über immer noch was nicht klar ist.... Reden.

    Ich fahre 40 Minuten einfache Strecke zu meinem Tierarzt, bzw manchmal bezahle ich ihn dafür das er Hausbesuche macht (wenn alle ne Impfung brauchen zum Beispiel)

    Ich habe selbst schon so einigen Mist mit Tierärzten erlebt, aber bekomme durch meine Arbeit auch genügend Horrorstorys mit. Ich pack Mal ein paar Stories unten in den Spoiler, die hab ich schon im Vielhundehalterthread gepostet.

    Mir ist das Gesamtpaket wichtig. Keine Homöopathie, aber gern naturheilkunde, kein "joaaah das KÖNNTE xy sein, wir geben Mal dieses Medikament, vielleicht hilft es ja", anständiger Umgang mit meinen Tieren, Wahrnehmen von meinen Sorgen, aber mir nicht einfach so nach der Nase tanzen (meine Züchterin wollte gern ein bestimmtes Medikament in der Narkose für die Collies, der Tierarzt hat es aber abgelehnt, weil er schlechte Erfahrung damit gemacht hat, hat aber dafür etliche Recherchen betrieben, damit auch wirklich nichts passiert), er beantwortet mir geduldig meine 50000 Fragen, hat selbst gepflegte Hunde (ist nicht selbstverständlich, ich hab schon Tierarzthunde gesehen, holymoly, mit Filz und Krallen bis zum geht nicht mehr oder so unterbemuskelt und fett.... 🤕), spielt so Themen wie Übergewicht oder Zahnstein nicht runter, Physio ist mit im Haus,....

    Wenn er wirklich Mal nach Schweden auswandern will, lauf ich ihm auf jeden Fall hinterher ☝🏻

    So schnell kommt mir kein anderer Mensch mehr an meine Tiere.

    Trotzdem hab ich für den nötigsten Notfall eine Tierklinik zur Hand und wenn er Mal nicht mehr weiter weiß, werde ich seiner Kollegenempfehlung vertrauen.

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    Da sind welche bei, die Arbeiten Quasi umsonst, keine Ahnung wovon die Leben. Und da sind einige bei, bei denen bezahlt man über JAHRE für irgendwelche Spritzen für angebliche Allergien, dabei war das Rätsels Lösung einfach, dem Hund Mal ordentlich die Ohren frei zu zupfen. Ich könnte ein Buch mit Fehldiagnosen füllen. Hunde, die doppelt operiert werden mussten, weil Eigroße Tumore vergessen wurden. Hunde, die sich nach einem BSV die Hinterbeine über den Boden wund scheuern, weil der Tierarzt "kein Fan von Rollis" ist, "die sind ja auch so teuer", und die nicht einmal eine Physio empfehlen. Hunde, die vom Tierarzt als "ist halt alt" abgestempelt wurden, und die nachdem sie "neee, die sind nicht zu lang" Krallen geschnitten wurden, auf einmal eine neue Jugend entdecken.

    Vor meinem Urlaub erst... Hund eitert seit WOCHEN aus einer Wunde unterm Auge. Tierarzt findet keine Lösung (ich hab hier im df nachgefragt, vielleicht erinnert sich jemand), Besitzer sollten halt eine Salbe drauf schmieren. Ich hab dann die (vermutete) Ursache gefunden... Ein kaputter Zahn, feuerrotes Zahnfleisch. Die Besitzer sind nach dem Termin bei mir sofort zum gleichen Tierarzt, haben dort einen Termin für ZWEI WOCHEN SPÄTER zum Röntgen bekommen, aber weder Schmerzmittel, noch Antibiotika... Weil "der Hund zeigt ja keine Schmerzen". Ergebnis war, der Zahn war zerbrochen.

    Anderer Kunde, anderer Tierarzt... Der Hund wurde nach der Zahnreinigung tiefschlafend mit nach Hause gegeben. Während der OP hat der Tierarzt ein Herzgeräusche festgestellt "das muss nicht weiter untersucht werden, erst wenn der Hund Probleme hat" 🫥 dann ist es übrigens schon quasi zu spät. Zahnröntgen wurde abgelehnt, weil "das macht man erst wenn man was sieht".