Beiträge von GilianCo

    Hast du den Giardientest nochmal ganz banal wiederholen lassen?

    Ich hatte mich gerade auch damit beschäftigt und war erschreckt, wie ungenau die Tests mit dem Ergebnis negativ sind, weil die Biester nicht immer ausgeschieden werden, selbst wenn sie noch aktiv sind… :thinking_face:

    Ok, wir haben sie in der Praxis immer als recht zuverlässig gesehen, wir haben einen Antigentest? (keine Ahnung, was es alles für Schnelltests so gibt, kann nur von uns sprechen....)

    Ich hab keine Ahnung, ob ich eine Tierärztin für Ernährung hier mit Link empfehlen darf, ich hätte sonst zu den beiden guten Adressen auch noch eine. Aber Napfcheck und Futtermedicus sind auch definitiv schon gute Adressen.

    Tja, so machen das viele Otto-Normalhundehalter, besonders seit Erhöhung der GOT. Da wird im Zweifel dann lieber früher als später eingeschläfert, weil die Kosten sonst in immense Höhen steigen können.

    Wenn der Zustand infaust ist, ist das legitim. Wenn man reell noch helfen kann, dann nicht. Ich sehe tatsächlich immer noch dieselben zwei Phänomene in der Praxis. Die, die sich entweder nicht trennen können, oder wirklich die Entscheidung treffen, wenn wirklich nicht mehr zu helfen ist - und die, die bei Hunden, die "teuer" und "anstrengend" werden, dann gerne eine Euthanasie hätten. Weil ja Dinge wie Demenz, Inkontinenz etc. einfach eine Zumutung sind, und der Hund deswegen einfach "wegsoll".

    Einen Zusammenhang mit der GOT habe ich da tatsächlich noch nicht erleben müssen, zum Glück. Den sehe ich da, wo es wünschenswert ist - nämlich in dem Punkt, dass weniger den Notdienst nutzen. Und zwar nicht, weil sie einfach abwarten (das erlebe ich fast nie), sondern, weil der Hund, der vier Tage Durchfall hat, dann spätestens am Freitag vorgestellt wird, und nicht am Sonntag, weil "nichts mehr geht".

    Die Echten Notfälle hingegen kommen nach wie vor, und das soll und darf auch genau so bleiben.

    und wo lernst du, bzw dein Hund, Hunde kennen, wenn du bei allgemeiner Leinenpflicht kein Kontakt meidest?

    Ich würde vermuten, du meinst, wo wir Hunde kennenlernen, WENN wir Kontakt an der Leine vermeiden, oder? (ich hab es jetzt dreimal gelesen, wenn ich das falsch verstehe, mea culpa).

    Erstens hat mein Hund eine Leinenbefreiung, und läuft daher auch durchaus frei. Und im Freilauf zeigt er mir schon selber an, ob der Kontakt zu anderen Hunden wünscht oder nicht (bzw. wenn ER dann ins Anschleichen und Co gerät, dann unterbinde ich das, ansonsten hat er eigentlich eine gute Kommunikation mit Artgenossen). Dann kennt er natürlich auch schon Hunde, die auch zu den ersten gehören, mit denen Kontakt an der Leine total ok ist. Und er MUSS keine neuen Hunde an der Leine kennenlernen. Der hat Kontakt auf dem Hundeplatz, bei vielen Spaziergängen, bei der Arbeit, wo er mitdarf und dort auch Teil eines Rudels von neun Hunden ist (gelegentlich auch 10 Hunde, aber selten). Ich muß ja auch nicht mit jedem, den ich auf nem Spaziergang treffe, ein Gespräch beginnen :woman_shrugging:

    Nachdem ich alles erklärt habe und sie mich auf das Doppelröntgen sowie die Notfalleinstufung in Kenntnis gesetzt haben, beschwerten sie sich noch über die Rechnung und das sie ja schließlich alle Medikamente noch zuhause haben.

    Ich sagte zwar es tut mir echt leid, aber ich hätte ja schließlich ein OK von ihnen erhalten. Und da ich keinen Schlüssel für deren Wohnung habe, kann ich auf die Meds nicht zugreifen. (frage mich aber schon mit wie wenig Kosten sie denn gerechnet haben???)

    Wenn sie "alle Medikamente noch zu Hause haben" (besonders auch im Hinblick auf Herzmedikamente) - WARUM haben sie sie Dir nicht mitgegeben? Wenn ein Herzleiden bekannt ist (und die Beschreibung ließ mich mit als erstes auch an ein eventuelles Herzproblem denken), dann muß sie ggf. grundsätzlich Medikamente bekommen? (wenn sie sie "noch zu Hause" haben - nicht jeder Herzpatient benötigt immer schon Medikamente, klar...)


    Das Röntgen halte ich persönlich für völlig korrekt, denn wenn sich akut was am Zustand verschlechtert, ist das durchaus möglich (bzw sogar wahrscheinlich), dass da was ist, was man das auf zurückliegen Aufnahmen noch nicht sieht. Die Ergüsse zb machen halt JETZT Probleme, auch wenn die vir 6 Wochen noch nicht da waren.

    Dass der TA das als Notfall abrechnet, kann schon sein. Da du ja trotz vorherigen Anrufes ausserplanmässig zwischengeschoben wurdest. Ist mir auch schon passiert und nachvollziehbar.

    Ich würde auch ganz klar sagen, das Röntgenbild ist keine Abzocke, sondern insbesondere bei Atemnot oder auch "nur" erschwerter Atmung ist das einfach ein wichtiger Teil der Diagnostik!! Das ist dort korrekt entschieden und korrekt gemacht worden!!

    Und ja, wenn man noch zwischengeschoben wird, dann kann es durchaus auch sein, dass das dann zusätzlich abgerechnet wird, beispielsweise mit dem schönen Punkt der GOT: "Eilige Leistungen, die den Praxisbetrieb erheblich stören" - ich kenne sogar Praxen, in denen auch der bitte einzuhaltende Folgetermin am nächsten Tag AUCH NOCH mit diesem Punkt abgerechnet wird.....

    Das heisst es ist dir Wurst, wenn Hunde über Monate (BuS ist bei uns 4mt) keinen Kontakt mit anderen Hunden gaben dürfen?

    Wir habe die Leinenpflicht erst seit 3J, seither gibt es nach der BuS deutlich mehr 'unverträgliche' Hunde, als früher.

    Nein, wie kommst Du denn auf sowas blödsinniges? Weil es selbstverständlich nur "Leinenkontakt" oder "Isolation" gibt? Erstens habe ich geschrieben, Leinenkontakt DANN, wenn die Hunde sich kennen, und damit klar kommen. Für alles andere bin ich wahlweise in Gebieten, wo Freilauf auch dann gestattet ist, wenn "Brut- und Setzzeit" ist (ja, ich wohne in Hamburg, da gibt es die nicht, weil eine generelle Anleinpflicht existiert, und dennoch gibt es Regionen, in denen die Hunde auch dann frei laufen dürfen, insbesondere mit Leinenbefreiung), oder treffe mich gezielt mit den Kumpels meines Hundes. Dadurch, dass ich viel dort spazieren gehe, wo mein Hund eh frei laufen darf, stellt sich mir das Problem gar nicht so sehr.

    Zur weiteren Analyse der anfangs beschriebenen Situation wurde ja schon genug geschrieben :woman_shrugging:

    Tipps kann ich leider nicht geben, aber möchte hier die Bitte aussprechen, das Hinlegen (und erst recht das Losschießen) zu unterbrechen. Labradore sind nicht immer nur friedlich gesinnt und zudem recht groß. Als Entgegenkommende äußerst unangenehm.

    Ich mag Labradore. Gerne sogar. Aber leider ist meine Erfahrung, dass es gerade bei Labradoren mehr Hunde gibt, die grundsätzlich "lieb" sind (Aggression züchterisch eliminiert), dafür aber in der Kommunikation mit anderen Hunden "stumpf", und dazu gibt es dann häufig Besitzer, die WISSEN, dass ihr Hund noch nie gebissen hat, sich nicht mit der Körpersprache beschäftigen, und es vollkommen normal finden, wenn ein Hund beispielsweise (auch ohne Leine) in einen anderen Hund rein rennt, auch wenn der STOPP signalisiert. Erlebe ich mit meinem Hund sehr regelmäßig, und sehe auch immer deutlich die Unterschiede zwischen Hunden, die die Kommunikation akzeptieren, und auch danach "handeln", und denen, bei denen das schlicht nicht der Fall ist. Und wenn dann der Hund, der STOPP signalisiert hat, einmal laut wird (auch dabei muß nohc nichts passieren, im Sinne von Verletzungen), ist der Besitzer des draufstürmenden Hundes meist empört, und es kommen Bemerkungen wie "naja, wenn ihr Hund SO drauf ist".... auch das, am eigenen Leib mit meinem Hund immer wieder erleben dürfen. Genau deswegen ist es wichtig, auch den "lieben" Hund wirklich einzugrenzen, und solche Begegnungen, egal ob mit oder ohne Leine, im Sinne aller Hunde, auch des eigenen, zu vermeiden.

    Das ist Jagdverhalten. Für andere Hunde ist es sehr unangenehm derart bedroht zu werden.

    Sehe ich auch so.

    Ich unterbinde das Hinlegen, Lauern, Ducken, Anstarren und das abrupte Hochspringen bei Begegnungen bei meinem Hund konsequent.

    Mein Hund kann das durchaus auch. Kommt uns ein Hund entgegen, der "klein genug" und nicht "bedrohlich" ist (meiner ist halt knapp 10 kg, da wäre ein Labbi oder so schon "bedrohlich" von der Statur her), dann nimmt der den Kopf runter, und will am liebsten auf den Zurobben, bis er dann losschießt. Sehe ich auch nur den Ansatz zum "robben", hole ich ihn da raus, und verhindere definitiv in jedem Fall das losstürmen. Ich finde es unangenehm, für alle Hunde, selbst wenn mein Hund eine "handliche" Größe haben mag, finde ich, dass es schlicht nicht sein muß.


    Naja, ist wohl irgendso eine seltsame Regel wie diejenige, dass es grundsätzlich keine Leinenkontakte geben soll.

    Ich sehe in Begegnungen / Kontakt an der Leine auch immer kritisch. Nicht, weil " das Forum" das so sieht, sondern weil ich denke, auch eine Leine schränkt den Hund ein, und deswegen sind Leinen bei Kontaktaufnahme grundsätzlich nicht so schön. Wenn die Hunde sich kennen, habe ich damit keinerlei Thema - wenn sie sich nicht kennen, finde ich es schwierig, und würde es immer vermeiden.

    Leider sehen das halt auch nicht alle so,.... man hat seinen Hund frei laufend, es kommt ein angeleinter Hund entgegen. Ich rufe meinen Hund ran, leine ihn an, und als nächstes ist der angeleinte Hund fast in meinem Hund drin, und der Besitzer "ach, die können doch mal eben HALLO sagen?" Woah. (und ja, ich habe gelesen, dass Du schriebst, dass es für beide Seiten ok sein sollte - habe nur schon SO häufig solche Begegnungen gehabt, dass ich es halt doch immer eher vermeiden würde).

    Murmelchen Da kannst du facepalmen wie du willst, es gibt nicht nur den einen Grund aus dem ein Hund sich bei Hundebegegnung hinlegt. Auch wenn das in diesem Forum gern so gesehen und als völlig inakzeptables Verhalten verkauft wird, was es längst nicht immer ist.

    https://hundundhaustier.de/erziehung/hund…hundebegegnung/

    Aber Du kannst doch nicht ein Verhalten "herausgreifen", und erklären, dass es mehr Gründe haben kann, sondern man muß das "gesamte Verhalten" in der Situation analysieren. Und wenn der Hund versucht, den Blickkontakt zu halten, und losstürmt ohne "Korrekturmöglichkeit", dann ist die Variante, dass es ein Teil des Jagdverhaltens ist, einfach die wahrscheinlichste. Und ja, natürlich kann man auch versuchen, den "anderen" Hund zu lesen.... wenn allerdings schon das Lesen des eigenen Hundes Schwierigkeiten bereitet, ist denke ich das lesen anderer Hunde noch schwieriger. (aber ja, ich finde, man kann aus der Körpersprache immer sehr viel ziehen, und daher ist dir für mich bei Begegnungen auch immer sehr wichtig).

    Und ehrlich gesagt, bin ich über die Reaktionen überrascht. Es mag für einen, der Erfahrung hat, so banal klingeln, aber wenn man keine Erfahrung hat, ist man um einen Profi froh. Google ist da keine Hilfe. Und eine OP fängt und endet nicht auf dem OP Tisch.

    Mit dem Chirurgen hat man in dem Bereich mit Sicherheit den besten Profi an der Hand, der einen da durch begleitet. Dafür benötigt es keine THP. Nachdem die Ausbildung der THP auch in keiner Form genormt ist, und sich somit jeder einfach THP nennen kann, bin ich damit sehr, sehr vorsichtig. Da ist man mit den Kliniken, und hinterher einer guten Physiotherapie, und eben noch einer guten Nachsorge, die springen und Co komplett vermeidet, eigentlich schon gut davor.

    Und auf anderer Ebene geht es immer weiter.... Goldschakal auf Sylt, reißt 100 Schafe, und ein Verein aus Rheinland-Pfalz sorgt dafür, dass er nicht abgeschossen werden darf. Der soll, nach PETAS Vorstellungen, doch bitte eingefangen, und woanders wieder ausgewildert werden. Und ich denke mir so, wo ist es denn nicht störend, wenn ein Goldschakal Schafe reißt?

    Wieso bekommt man einfach immer mehr das Gefühl, dass es sowas wie einen gesunden Menschenverstand nicht mehr zu geben scheint?

    Bin mir grad gar nicht mehr sicher ob ich es richtig verstanden habe. Mal angenommen man geht bei euch zum TA aufgrund einer Ohrentzündung. Dieser berechnet eine Allgemeine Untersuchung und eine eingehende Untersuchung der Ohren. Nun geht man ne Woche später wieder hin. Dann wird eine Folgeuntersuchung im gleichen Behandlungsfall + eine eingehende Untersuchung der Ohren berechnet? Meintest du das damit? Und in anderen Bundesländern wird da teilweise beim Kontrolltermin nur die eingehende Untersuchung berechnet?

    Nein - Kontrolltermin findet statt, es wird noch mal ein kurzer Blick auf die Ohren geworfen, die sind abgeheilt, Patient innerhalb von drei Minuten wieder aus der Behandlung raus, Tierarzt berechnet nur eine eingehende Untersuchung, keine Folgeuntersuchung, weil die eingehende günstiger ist, und so extrem kurz durchgeführt wurde.


    Mir ging es auch ausdrücklich nicht darum, hier anzuprangern, dass jemand falsch abrechnet

    Ich meinem Fall kann ich sagen, dass die Abrechnung korrekt ist.

    Genauso haben wir es auch gehandhabt, bis uns mitgeteilt wurde, dass unsere Kammer das anders sieht, und Praxen, die es dennoch so halten, angezeigt werden können. Fragt man in den umliegenden Bundesländern, dann ist es dort wieder ok.... und für mich ist es absolut einleuchtend, dass es so abgerechnet wird. Es geht ja nicht darum, alles zu unterbieten, sondern, einer sehr kurzen Kontrolle Rechnung zu tragen.