Das wäre natürlich praktisch. Dann kann man es einfach nochmal mit dem nächsten Hund versuchen. Was soll's ist ja nur ein Tier ohne eigenes Lebensrecht und halt da, damit ich mich als Mensch damit Vergnügen kann.
Naja, mal ehrlich, als würde die Abgabe im Tierheim den Besitzer zur Selbstreflektion bewegen. Ich denke der Tod des Tieres ist eine nachhaltigere Lernerfahrung als die Abgabe im Tierheim.
Der Tierschutz kann nicht noch dafür leisten müssen, die Fehlanschaffungen von Hundebesitzer abzufangen, damit der eigene Geldbeutel nicht überlastet wird oder die traumvorstellung von Hundehaltung sich nicht verwirklicht. Dann muss man für seine Fehlanschaffung halt einen Kredit aufnehmen um die Unterbringung zu gewährleisten. Und auch dann werden sich nicht ausreichend Plätze finden, weil es gar nicht genug Menschen gibt die Lust haben sich selbst zu gefährden und einzuschränken und deren Verständnis von Tierschutz darin besteht die ausgearteten Fehlanschaffungen anderer aufzufangen.
Was ich daran immer so perplex finde, ist, das es ein Bereiche ist, wo es als Tierschutz gelten soll, die Tiere in ein schlechteres Umfeld zu geben aus dem sie vermutlich nie wieder rauskommen. Vorher waren sie in einer Familie, hatten ggf. einen Trainer, Einzelbetreuung, tierärtliche Versorgung, usw. Und von dort aus sollen sie nun in eine Sammelstelle. Das ist kein Tierschutz, hier geht es rein darum dass der Besitzer möglichst angenehm aus der Situation kommt. Im Gegensatz zur Einschläferung wird das Problem und die Gefährung aber nur verlagert. Andere sollen dafür Gerade stehen.
Das ist ein so ganz anderer Schnack als das was Tierschutz eigentlich bedeutet, den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen und kein schlechteres. Kastrationsprojekte, Tiere aus schechter Haltung (Beschlagnahmung), Fundtiere, Wildtierhilfen - DAS ist Tierschutz. Aber doch nicht die Übernahme von "Problemhunden" weil Lieschen Müller ne Lebenskrise bekommt wenn sie ihrem Rottweile einen Zwinger in den Garten bauen muss und nicht genug Geld für Trainerstunden einkalkuliert hat. Es gibt übrigens auch Vereine in denen man viel lernen kann und die Hilfestellung bieten. Ist oft nur mehr Aufwand als ein beruflicher Trainer, dafür kostengünstiger.