Beiträge von WorkingDogs

    Er war als Welpe echt anstrengend. Er ist extrem schwer zur Ruhe gekommen. Nur mit Hausleine und Box und selbst da hat es ewig gedauert bis es geklappt hat. Mit etwa 16 Wochen hatte er eine fiese Phase mit Frustbellen. Obwohl das tägliche Programm schon lange auf null runtergefahren war.

    Sei mir nicht böse, aber ich finde, das klingt sehr unschön. Du hattest einen Welpen und jetzt Junghund, das sind keine kleinen Erwachsenen. Hast du die Welpenzeit überhaupt genossen? Es klingt alles sehr freudlos und verkopft.

    Für mich braucht nicht eleminiert werden. Ich empfinde mich auch als ausreichend wehrhaft sollten wir unterwegs tatsächlich mal Konfrontation laufen.

    Da denkst du aber nur an dich. Tönt als ob es ok für dich wäre, wenn auf Weidetiere spezialisierte Wölfe sich beim Nachbarn schadlos halten, der keinen Jagdschein hat. Warum nicht abschiessen? Reguliert werden muss eh ob kurz oder lang, warum dann nicht zuerst die Tiere eliminieren, die sich auf Haustiere als Beute spezialisiert haben?

    Natürlich, meine Zeit ist begrenzt und ich kann mich nicht für jedes Problem Anderer verantwortlich fühlen oder machen lassen. Wenn Haustierhalter starke Probleme haben, dann bietet es sich an den Jagdschein zu machen und die eigene Freizeit zu opfern.


    Sicher kann man erst die Wölfe schießen die auf Haustiere gehen, jemand finden der es macht muss man immer, ich würde jetzt nicht für fremde Haustiere meine Freizeit opfern. Von Wolfsjagd hast du nichts außer dass es viel Zeit und Geld kostet. Kein Wildbret, nichts.

    Zweites Problem ist, dass die Wölfe, die schon auf "Weidetiere" spezialisiert sind, in sich ein Problem darstellen.

    Mir als Tierhalter würde es reichen wenn ich meine Tiere auch mittels Abschuss schützen darf.

    Hohe Zäune, ggf. HSH braucht es da trotzdem, denn auch der Wolf hätte sowas wie Schonzeiten und auch wenn ich ansitzen darf vermeidet das Übergriffe nie zu 100%. Das ist einfach jagdliche Realität.

    Für mich braucht nicht eleminiert werden. Ich empfinde mich auch als ausreichend wehrhaft sollten wir unterwegs tatsächlich mal Konfrontation laufen.

    Persönlich kann ich es gut verschmerzen dass Hunde gefährdet sind, ist halt Natur und das gehört dazu.

    Auch scheue Wölfe bieten kein 100% Schutz. Gibt ja auch genug Krankheiten oder Bedingungen unter denen Tiere übergriffig werden.

    Den Abschuss als Ausrottung oder im anderen Extem als Heilmittel zu verkaufen ist einfach auch wieder verkehrt und nicht die Realität. Es ist lediglich ein weiteres Werkzeug zum Schutz.

    Ich denke aber eben tatsächlich, dass dies (anfüttern etc.) NICHT der relevanteste Grund ist, dass Wölfe nicht mehr scheu sind. Ich denke eben, sie sind nicht mehr scheu, weil sie zu intelligent sind, und dazu lernen.

    Die allermeisten Wölfe sind doch aber scheu hier bei uns.

    Also gemessen an der Zahl an Wölfen, die wir haben in einigen Bundesländern. Es ist ja nicht usus, dass man Wölfen begegnet, auch wenn man regelmäßig in brandenburger Wäldern unterwegs ist.

    Ich empfinde „scheu“ als falsches Wort für einen Kulturfolger. „Präsent“ wäre für mich das richtige Wort.

    Und je nachdem wie viele Berührungspunkte man hat, sind Wildtiere mehr oder weniger präsent. Kulturfolger gewöhnen sich auch schnell. Mein Rehwild schaut mir auch einfach beim füttern des Viehs zu und versucht dann und wann Obstbäume zu schälen. Die haben sich an mich gewöhnt und entsprechend flüchten sie nicht mehr und partizipieren von uns.

    Aber sie sind jetzt nicht zutraulich oder sowas. Was scheue angeht aber auch nicht zu vergleichen mit echten Kulturvermeidern.

    Mit einem eigenständigen Hund muß man erst einmal dahin kommen, daß der sich für menschliche Wünsche interessiert. Das war bei uns Dinge, die der Hund eh mag, gemeinsam machen und ihn in dem, was er macht bestätigen. Etwa selbst womöglich interessante Stellen zeigen oder wenn der Hund was geortet hat loben "Ah, hast ein Eichhörnchen entdeckt, super. Bist du ein toller Spürhund!"

    Das hat doch nichts mit Eigenständigkeit zu tun, es ist ganz normal dass es grade bei Arbeitsrassen über die Zusammenarbeit zur Bindung kommt. Da braucht es den Part in der normalen Erziehung schlicht nicht, weil Jagderfolg und das gemeinsame verfolgen von Zielen während der Ausbildung von ganz alleine kommt, das muss man im Alltag einfach Nicht forcieren. Und dort gibt es auch echte Erfolge und keine kastrierten, weshalb die viel höhere Bindung und Erfolge als „Kadavergehorsam“ wirken mögen.

    Dieses falsche Verständnis von Eigenständigkeit entsteht ganz fix, wenn man sich die falsche Rasse kauft und niemals in den Genuss von gemeinsamen Erfolgen kommt für die die Rasse gemacht wurde. Es ist das Ergebnis davon auf biegen und brechen etwas passend machen zu wollen was nicht passt.

    In einer anderen Gesellschaft sind Akitas schlicht passend. Da sollen sie unbestechlich Haus und Hof verteidigen, vor fremden Menschen und auch fremden Artgenossen. Mit auf Jagd kommen, bei einem anderen Jagdverständnis und niemand erwartet dass der Hund für ein Bröckchen Futter „Sitz“ macht, weil das niemand braucht.

    Das wird ja gerne mal als "langweilig" gesehen, man möchte keinen "Kadavergehorsam" und so. Als ob Hunde, die gerne zusammenarbeiten, keinen eigenen Willen mehr hätten.

    Danke, da steckt auch bei Rassen mit hoher Trainierbarkeit sehr viel Arbeit, es wird immer so getan, als würde man das Geschenk bekommen.

    Und selbst bei den Rassen kriegen es genug nicht hin, obwohl diese eigentlich züchterisch sehr gut in unsere heutige Welt passen.

    Warum man dann einen Akita in einer Wohnung braucht erschließt sich mir null, da braucht man auch nicht mit Erziehung kommen. Erziehung ist kein Allheilmittel, in erster Linie sollte man einen Hunde danach aussuchen, dass er vom Setting her ins eigene Leben passt.