Bestimmt kann man argumentieren dass das eine Tierschutz sei und das andere Artenschutz. Für mich würde da der Artenschutz aber einfach wertvoller sein, als dieser Einzel-Tierschutz. Sicherlich ein Zielkonflikt, der sich auch gar nicht lösen lässt, wegen dem ich aber keine Freigänger aus dem Tierschutz mehr nehmen werde.
Beiträge von WorkingDogs
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Tierschutz bezieht sich doch immer nur auf die Tierart um die es gerade geht. Sonst könnte man auch Tötungsshelter Tierschutz nennen, weil so viel weniger Nutztiere sterben müssen um diese Hunde zu ernähren. Aus Hundeperspektive ist diese Sichtweise absurd.
Ich finde schon dass man da das Nutztierthema auch mal etwas ausklammern darf.
Wie gesagt bei Katzen geht’s mir ja insbesondere um eh schon gefährdete Arten und sowas, nicht ums töten Ansich sondern darum das etwas zerstört wird auf das man eigentlich besonders aufpassen sollte. Ein Extrem, über das ich nachdenke. Betrifft Hunde ja wirklich eher weniger. Aber betrifft mich, weil ich solche Katzen bislang genommen habe, aus dem Tierschutz, aber ich den Tierschutz da mittlerweile nach den ganzen Toten Mauswieseln und Singvögeln gar nicht mehr sehen und vertreten kann. -
Tierschutz bedeutet ja nicht nur Auslands-Direktimporte. Genug Rassehunde findet man ebenso im Tierheim und grade auch bei diesen Orgas.
Ein Züchter ist an einem gewissen Punkt natürlich bequemer als der Aufwand über den Tierschutz. Ich kann online Rassebeschreibungen lesen, Züchter suchen, mich bewerben, dann schaue ich die Welpen 1-2x an und fertig.
Da kann es im Tierschutz schon aufwendiger sein das passende zu finden und bedeutet sicherlich auch mehr Engagement. Außer ich bestelle aus dem Katalog oder ich bin super offen mit dem worauf ich mich einstellen kann und offen für Problemfelle.
Womit ich für mich noch hadere ist der Privatkauf, der ja gern ebenfalls als Tierschutz deklariert wird. Wo der 5jährige Rassehund weg muss und weiterverkauft wird. Da heften ja auch viele Käufer gerne das Etikett Tierschutz dran, was es für mich nicht ist, es ist einfach ein ganz normaler Kauf wie auch bei einem Züchter, Vermehrer. Aber doch kein aktiver Tierschutz. Das ist doch wie Pferdekauf. „Der landet sonst im Tierheim“, ja nu, zählt für mich irgendwie nicht weil oft sowieso nur Druckmittel und viele Tierheime würden sowieso auch nur der Vermittlung helfen. Da gibt einfach jemand eine Hund ab, ganz normaler verkauft, Nix Tierschutz.
Um mal ganz vom Thema abzukommen, bei Katzen muss ich da auch immer sehr nachdenke wo sich da Tierschutz finden soll eine Katze zu übernehme und abschließen als Freigänger in ein Ökosystem zu setzen wo diese dann lauter bedrohte Arten tötet. Wohnungskatzen was anderes. Vielleicht Einzel-Tierschutz? Halt so ohne Artenschutz und Naturschutz? Dann auf jeden Fall aber nichts mehr womit ich mich identifiziere. Das grosse Ganze fehlt.. -
Ich glaube, es ist eher das Problem, dass man sich angegriffen fühlt, wenn andere Menschen eine andere Meinung haben.
Unnötig. Und war ja auch überhaupt nicht der Tenor dieses Threads.
Ich hab meine Ansicht geteilt die von der TE erfragt wurde und grade im Social Media ist es nun mal viel ein Gegeneinander (siehe Adopt dont shop-Kampagnen, oder auf der anderen Seite immer dieses Gerede im Tierschutz gebe es keine Berechenbarkeit die gibt es nur beim Züchter).
Ob das der Tenor des Threads war kann ich dir nicht beantworten, weil ich momentan keine Zeit habe ganze Threads zu lesen. Muss ich ja aber auch nicht, ich darf der TE ja trotzdem antworten wenn sie eine so allgemeine Frage stellt

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Ja das Thema pro/contra Jagd kocht bei so einem Video wieder schnell hoch, aber mal ehrlich, völlig unabhängig davon das es bei einer Jagd passiert ist.
Wie kann man als Mensch so unfassbar unempathisch gegenüber einem Lebewesen sein?
Es spielt doch keine Rolle ob er da nun auf Jagd ist oder nicht, der Kerl hätte in ner anderen Situation doch nicht anders gehandelt.Das will mir nicht in den Kopf, diese unfassbare Verrohung von Menschen. Da liegt ein Lebewesen und leidet ganz offensichtlich und das einzige was einem einfällt ist Kamrea drauf halten und dummes Zeug labern 🤬
Och warum, er empfindet sein Handeln doch als total tierlieb, er hat ihn extra aus der Pfütze rausgetragen, weil das ach so dumme Tier sich ja ausgerechnet dort hinlegen musste (ja gut, zu nah an seinem Schusskorridor war es ihm auch, aber das war für ihn ja nur eine Nebensache und spiegelt ja eigentlich auch nur seine Tierliebe wieder)....
Gibt genug ganz normale Hundehalter, wie würden sich genauso um Nachbarskatze kümmern wenn das
blöde Vieharme Ding im eigenen Garten liegt. -
Wie habt ihr für euch Tierschutz und Rassehund abgewogen?
Hattet ihr ähnliche Gedanken nach herausfordernden Verhaltensmustern?
Wie geht ihr persönlich mit dem Thema Gesundheit und genetische Risiken um?Für mich macht ein Rassehund dann Sinn, wenn ich eine Vorstellung habe. Dabei beziehe ich mich nicht rein auf Vereinzüchterei, sondern meine auch ohne Papiere. Was eben ein Zuchtziel hat welches dem entspricht was ich brauchen kann.
Engagement in Kleinstrassen ist mir zum Beispiel zu anstrengend, ich schätze Rasse mit genügend Größe damit Veranstaltungen nicht am Arsch der Welt sind und auch terminliche Auswahl besteht, möglichst viele Linien existieren und auch ein Vereinsleben stattfindet. Das ist für mich Rassezucht, das ist keine Ein-Mann-Show und möglichst wenig Aufwand für maximalen Ertrag (Kleinanzeigen Vermehrer).
Tierschutzhunde nehme ich, weil ich mich verliebe und Bock drauf habe oder dort einen Hundetyp finde, den ich hierzulande nicht mehr finden kann oder deren Anschaffung zum Marathon wird (zum Beispiel die klassischen, wetterrobusten Hofhunde).
Ich mag weder beim Züchter, noch im Tierschutz verhört werden und aufwendigste Prozesse durchlaufen, damit ich einen Hund erwerben darf. Ich schätze Augenhöhe und auch Vertrauen.
Das Thema Gesundheit und Risiken gehe ich an, in dem man möglichst offen kommuniziert und sich im Rassehundbereich entsprechend auskennt. Im Tierschutz besteht klare Inkaufnahme und "gekauft wie gesehen".
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Ich verstehe dieses gegeneinander und verkomplizieren nicht. Es gibt so viele Schnittmengen, Menschen die züchten, sich trotzdem im Tierschutz betätgen, Tierschutzhunde die bewusst produziert werden, Züchterhunde die des Geldes wegens produziert werden, Menschen die mit Leidenschaft Tierschutz betreiben und Menschen die mit Leidenschaft tolle Hunde züchten.
Ist das der Zeitgeist? "Wir" gegen "Die"?
Tierschutz darauf zu reduzieren das Hunde über eine Organisation verkauft werden halte ich sowieso für etwas kurz gedacht.
Beim Züchter steht man auf einer Warteliste, im örtlichen Tierschutzverein muss das passende dabei sein. Ich würde abwegen was ich möchte und was zu diesen Vorstellungen passt und realitisch greifbar st.
Dabei finde ich es auch ok zu sagen, man möchte einfach einen Rassehund oder man fühlt sich mit em Tierschutzhund wohler. Ist beides doch voll ok. Verstehen kann ich aber nicht, wenn man es braucht sich moralisch aufwerten zu wollen durch die Hundewahl und wenn in die Entscheidungsfindung mit einfließt dass man sich ein gutes Gefühl kaufen möchte und die Legitimation die Nase höher tragen zu dürfen als andere Hundehalter. War früher der Grund für einen Rassehund und scheint heute der Grund für einen Tierschutzhund zu sein. Beides nicht meins.
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Naja, wundert dich das wirklich? Ist halt nicht das Jagdforum. Hier sind auch nicht wenige Veganer vertreten, die sich ganz besonders für Tiere einsetzen und die Jagd (inkl. Angeln) von tiefstem Herzen verabscheuen.
Wir sind hier aber auch nicht im Veganerforum und nur weil man sich für den besseren Menschen hält braucht man nicht beleidigend werden.
Witzigerweise sind wir hier in einem Hundeforum, deren Nahrung aus Fleisch besteht. Also ein absolut ungünstiges Umfeld um sich moralisch erhöhen zu wollen.
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Natürlich tun solche Skandale aber weh und schlagen sich auf die Umsatzzahlen nieder. Für einen persönlich kann sowas schon ziemlich bös enden, ich würde nicht sagen dass da jetzt kurz gemeckert wird und dann ists egal. Zumal die Reaktion auch absolut schlecht ankommt weil null komma null Fehlereingeständnis vorhanden ist sondern man jetzt versucht das Ganze zu verdrehen. Das kommt halt noch schlechter an.
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Ein Sponsor, der diese Art von Jagd unterstützt, verliert schon vorher eine ganze Reihe von Kunden, weil Jagd in der Gesellschaft doch sehr zwiegespalten betrachtet wird und nicht erst nach einem einzigen Video in Verruf gerät. Das ist halt viel Heuchelei
Die Sponsoren sind aus einem Bereich der Jäger als Zielgruppe hat und der Mann war auch kein Hundeführer, sondern Schütze.