Beiträge von WorkingDogs

    Ja das merken wir auch immer deutlich. An den ersten warmen Tagen ist das Training immer SEHR reduziert.

    Wenn man Fachvorträgen glauben darf, dass treten hier auch mit die meisten belastungsbedingten Hitzschläge auf und gar nicht im Hochsommer. Ob meine Quelle aktuell ist kann ich aber nicht versprechen. Akklimatisierung wird stark unterschätzt bei belastungsbedingten Überhitzungen (abzugrenzen von passiven wie Aufenthalt im geschlossenen Auto!). Dafür brauchts keine relativ hohen Temperaturen.

    Für die Hunde ist August/September also gar nicht so das Problem und eigentlich Risikofreier im Hinblick auf Akklimatisierungsrisiko. Auch wenn die Temperaturen relativ gesehen höher sind.

    Aber ganz ehrlich. Ich trainiere das ganze Jahr (auch im Sommer) locker eine Stunde am Stück. Natürlich nicht jedes Training, aber schon sehr regelmäßig. Das heißt meine Hunde haben die Kondition und die Gesundheit, dies durchzuhalten.

    Nicht zu unterschätzen ist auch, dass das Risiko eines Hitzschlages zu Akklimatisierungszeiten, also im Frühjahr und Frühsommer, erhöht ist, obwohl die Temperaturen da relativ gesehen noch gar nicht so hoch sind.

    Die "speziellen" Hunde neigen im Gegensatz zu anderen dazu trotz zu hohen Temperaturen alles zu geben und das über deutlich mehr als eine Minute. Und das ist dann eben ungesund.

    Ich habe einen Husky. Die würde rennen und arbeiten bis sie kollabiert und das gilt für viele Hunde, die auf Zugleistung selektiert sind. Der Arbeitswille ist für ihren eigentlichen Job überlebenswichtig, führt aber im Zweifel zu Problemen, wenn man die Hunde hier hält und im Sommer Sport mit ihnen betreibt.

    Aus dem Grund werden designierte ZHS Veranstaltungen ab bestimmten Temperaturen abgesagt. Die Regel gibt's bei dem ZHS Verbänden, beim THS (VDH) leider nicht.

    Ich kann auch nur für meinen Sport schreiben, wie gesagt im ZHS kenne ich mich nicht aus, da kann ich nicht beurteilen was sinnvoll ist. Deshalb ist ja aber auch so wichtig dass jeder Sport gestaltungsspielraum hat.

    Ich habe von ZHS keine Ahnung, im IGP ist doch die Frage der Notwendigkeit. Es sind drei Sparten die über 2 bis mehr Tage verteilt werden (SV BSP/WUSV). Der Hund läuft wenige Minuten in Höchstleistung, Ablageplätze werden mittlerweile beschattet. Wir haben jetzt ein Beispiel gefunden wo ein Hund kollabiert ist, da ist also was schief gelaufen.

    Zuchtrelevant ist es auf jeden Fall das ein Hund da grundsätzlich auch Leistungsfähig ist.

    Sinnvoller wäre es dann doch eher EKG und Herzuntersuchungen zu intensivieren wenn solche Probleme vermehrt auftauchen bei einer Rasse, ob es da so der richtige Schluss ist die Belastung einfach zu vermeiden, ich weiß ja nicht.

    Als Hundeführer habe ich Hitzemanagement auf der einen Seite und die Möglichkeit meinen Hund vor ab auf Herz- und Kreislauf zu testen, wenn ich mich bei hohen Temperaturen unwohl fühle. Oft hat man mit dem Gefühl ja auch recht und dann sollte man das Ganze doch abklären lassen und den Hund ggf. aus dem Sport nehmen wenn sich da was anbahnt.

    Temperaturen und Klima können also sicherlich ein Thema sein, mit dem man sich beschäftigen sollte. Ob es das Wichtigste ist, wahrscheinlich nicht. Aber wie offen man sich dann in der Diskussion hier zeigt, so offen ist man dann vllt auch in anderen Bereichen. Manchmal ist ein Input von vermeintlich Unbeteiligten vllt auch gar nicht so schlecht, Betriebsblindheit ist ja nicht selten und auch völlig nachvollziehbar.

    Die Temperatur zu beachten ist schon sehr wichtig für ein sinnvolles Training. Gibt es mittlerweile sogar Schulungen und Webinare zu. Wenn ich besser im Hitzemanagement bin als die anderen, dann ist mein Hund ja leistungsfähiger. Man hat als ehrgeiziger Sportler doch nichts davon sowas zu ignorieren, sondern es ist eine Chance am Tag X besser zu sein.

    Es ist sehr schwierig Veranstaltungen nach dem Wetter zu planen, bei uns hängt das auch gerne mal am Fußball und deren Saison.

    Nun, "hier" sind stickige 32-35 Grad halt nicht mehr selten. Aber seitens der Veranstalter wird das immer noch als "kein Problem" bezeichnet.

    Und da wo es nicht so heiss wird, ist doch super. Ich ziehe sofort da hin 😄

    Ist es denn ein Problem? Wie viele Hunde kollabieren euch auf den Veranstaltungen oder zeigen klare Anzeichen von Überhitzung?

    Das mag in der Zukunft ja alles kommen, momentan gibt es doch aber noch gar keinen Anlass. Wenn die Veranstalter keinen Anlass sieht wäre es sinnvoll dass das zuständige Amt Temperaturgrenzen vorgibt, die ganzjährig gelten egal welches Datum sich ausgesucht wird.