Beiträge von WorkingDogs

    Man kann hier keine Tipps zur Vermittlung geben, weil es nicht mehr Möglichkeiten gibt als den Hund entsprechend zu inserieren und zu hoffen. Es ist absolute Glücksache, wäre ein Sechser im Lotto, wenn sich binnen 3-4 Monaten jemand findet der sich den Hund antut. Es gibt keinen Trick, man ist einer von Tausenden die einen solchen Hund loswerden müssen.

    Das ist ja die Krux, diese ganzen kompetenten Plätze wo solche Hunde „hinpassen“ gibt es eben nicht. Fälle wie bei deiner Schwester gibt es wie Sand am Meer, noch dazu wird viel zu lange gedoktert bevor die Reißleine gezogen wird und selbst jetzt geht die Naivität weiter, am Ende zu lasten des Hunden und auch Kindes weil sich dieses Verhalten immer weiter festigt und es nur eine Frage der Zeit ist bis schlimmeres passiert.

    So ist das einfach, das Tier hat man jetzt an der Backe, diese Verantwortung wird man so leicht nicht loswerden und schon gar nicht gratis. Das ist doch von vorneherein klar, ich verstehe das gar nicht, dass man so überrascht ist dass den niemand einfach haben mag und auch die Tierheime ablehnen.

    Den Hund professionell unterbringen, dann die Eigentumsverhältnisse checken.

    Leider ist es aber in der Tat ein Problem, dass ewig rumgedoktert und verschlimmert wird weil man es ja gut meint und wenn das Kind dann völlig in den Brunnen gefallen ist soll sich schnellstmöglich wer finden. Das wird sehr sehr schwer wen zu finden, wenn überhaupt.

    Was ich insgesamt so rausfiltere: ich sollte auf mein Bauchgefühl hören.

    Beobachten und dann reagieren.

    Einfach machen, nicht so viel zerdenken.

    Kann man das so ausdrücken?

    Steh dir zu, dass du Anfänger bist und auch Hundehaltung ein Lernprozess ist der Erfahrung benötigt. Kein unnötiger Perfektionismus, wenn die Dinge länger dauern, dann tun sie das halt. Davon geht die Welt nicht unter und das tut sie auch nicht wenn man Fehler macht.

    Wichtig ist in erster Linie eine passende Rassewahl als Anfänger. Und in der Welpenzeit nicht vergessen seine Freude an dem lustigen Tier zu haben. Genieß die Zeit, sie ist eh viel zu kurz.

    Ich kann nicht sagen, wie die Gesetze in Frankreich sind, aber in Deutschland wäre der Angriff eines Bären ein Notstand und es würde entsprechend geprüft werden, ob mit angemessenen Mitteln reagiert wurde.

    So ist z.B. auch der niederländische Jäger, der auf einer Jagd 2019 in Deutschland einen Wolf erschoss, um Jagdhunde zu schützen mittlerweile zweimal, in erster und in zweiter Instanz, frei gesprochen worden.

    Ja, Notstand kann selbstverständlich greifen, aber das sind ja Einzelfallentscheidungen. Mir ging es eher darum zu verdeutlichen, dass eine Aufnahme ins Jagdrecht nichts dahingehend verändert, solange der Schutzstatus ist wie er ist und das Bundesnaturschutzgesetz greift. Nur weil die Tierarten dem Jagdrecht unterliegen, fällt eine eventuelle Strafe nicht geringer aus, aber Notstand kann natürlich greifen, auch unabhängig vom Jagdrecht.

    Auch da würde das Jagdrecht nichts ändern, weil das Bundesnaturschutzgesetz greift und das schlimme ja der Verstoß gegen dieses wäre. Das Gesetz kommt da bei großen, proaktiven Raubtieren einfach an seine Grenzen. Jagdrechtlich ist ein Schonzeitvergehen auch nicht ohne, aber man hätte dann einfach zwei Vergehen statt einem.

    Dafür müssten wir aber erst wieder in Frankreich 🇫🇷 einmarschieren, um unsere Gesetze dort durchzusetzen. 😅

    Die Problematik könnte ähnlich sein, der schutzstatus ist ja EU-Recht und den schlägt nationales Jagdrecht meine ich nicht. Aber da bin ich dann in der Tat rechtlich raus :D

    WorkingDogs Ging in den zitierten Passagen um den Bärenangriff in Frankreich, von paar Seiten vorher.

    Auch da würde das Jagdrecht nichts ändern, weil das Bundesnaturschutzgesetz greift und das schlimme ja der Verstoß gegen dieses wäre. Das Gesetz kommt da bei großen, proaktiven Raubtieren einfach an seine Grenzen. Jagdrechtlich ist ein Schonzeitvergehen auch nicht ohne, aber man hätte dann einfach zwei Vergehen statt einem.

    Auf der anderen Seite passieren ständig Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz, gesellschaftlich völlig akzeptiert. Das beste Beispiel ist das schneiden von Bäumen und Hecken zur Brut- und Setzzeit. Interessiert niemanden, finden ganz viele auch total legitim. Sogar die Kommunen und der Gesetzgeber ignorieren dieses Gesetz an der Stelle oft völlig.

    Auch das Entfernen von Unkraut mittels Gift auf Wegen ist kein kleiner Verstoß, der gesellschaftlich ignoriert wird.

    Ich denke mal, wenn er im offiziellen Jagdgebiet gewesen wäre, hätte es einen Freispruch gegeben … aber sie waren als Jagdgemeinschaft im Naturschutzgebiet unterwegs (weil das ja so schlecht ausgeschildert sei) und hätten das als Jäger wissen müssen

    Nein, hier in NDS ist der Wolf doch seit 2022 im Jagdrecht, aber mit ganzjähriger Schonzeit. Im Naturschutzgebiet wird außerdem genauso gejagt wie überall sonst auch, das ist kein Unterschied an der Stelle.

    Das ist einfach Wolfs-Wahnsinn.

    Übergriffe auf die eigenen Tiere sind tragisch, lassen sich aber auch mit Bejagung nicht auf Null bringen. Wir bejagen Raubwild scharf und trotzdem wurden dieses Frühjahr all unsere Nachzuchten in einer Nacht getötet. Und nein, die frisst das Raubwild nicht, 90% der Tiere bleiben liegen. Wenn es Räuber gibt werden sie kommen und sie gewöhnen sich auch dran, wenn man bejagen darf hat man aber die faire Chance die eigenen Tiere zu schützen und dann kehrt auch wieder Ruhe ein. Wenn man das nicht dürfte, dann könnte man aufgeben, was ja auch viele tun. Der Habicht ist ja der Wolf des Geflügelhalters. Und nein, auch hier kann man nicht tausende Quadratmeter mit Netzen überspannen.

    Ich bin Fan animierter Spaziergänge. Training, Spass und Spielen findet bei uns ausschliesslich draussen statt. Dafür ist bei uns im Haus in der Regel absolute Ruhe.

    Das wäre auch der way to go den ich der TE empfehlen würde nachdem ihre Probleme ja vornehmlich im Haus stattfinden.

    Ich würde hier aber darin unterscheiden, dass wir von einem Welpen sprechen und das sind auch keine Probleme die der Hund zeigt, sondern das ist einfach ein Welpe auf dem Weg zum Junghund der seine rassetypischen Verhaltensweisen zeigt, vieles kommt erst mit der Reifung.

    Der kann auch noch gar nicht unterscheiden zwischen Ruhe im Haus und draußen Action und hatte bei seinem Züchter auch ein sehr selbstbestimmtes Leben. Nach der Aufzucht, die ja beim Käufer weitergeht kann man sowas sicherlich lockern, aber in der aktuellen Phase wäre es nicht mein Weg.

    Auch Kind und Hund muss man nicht ewig trennen, die werden ja beide Älter. Dem Kind wird ja auch nicht verboten werden im Wohnzimmer vor sich hin zu spielen weil es „Ruhe“ lernen soll. Die braucht man unterwegs doch gar nicht beschäftigen, die entdecken die Welt doch sowieso und setzen sich mit ihrer Unwelt auseinander, da braucht man nichts draufpacken, das kann man alles machen wenn der Hund reifer ist.

    Bei Welpen braucht es mEn einen ausgeglichenen Umgang und weniger ist mehr, viele Themen sind Hausgemacht. Action auf Spaziergängen führen nicht selten zu den gängigen Junghundethemen wie Schreien, Leine beißen, und einfach eine riesige Erwartungshaltung. Logisch, vor der Gelassenheit eines Erwachsenen Hundes kommt erstmal die Phase eines energiegeladenen Junghundes.

    Das meine ich auch mit Ungeduld, ein Welpe und Junghund muss erstmal dahin kommen dass man mit ihm die Dinge tun kann, die ein erwachsener Hund leisten kann.

    Dir scheint sehr wichtig zu sein, dass der Border Collie für sein Alter überdurchschnittlich gut erzogen ist.

    Ein Border Collie lernt Tricks natürlich sehr schnell, was man dir hier versucht zu erklären ist aber, dass es eine Genetik gibt an der man erzieherisch nichts verändern kann.

    Wenn ich Jagdhorn spiele, dann bin ich ja nun mal auch auf meine B-Stimmung begrenzt und ein Klavier auf Jagd ist auch recht unpraktisch. Daran ändert der beste Lehrer nichts.

    Border Collies neigen zu Stereotypen und Suchtverhalten, das muss man bei der Aufzucht bedenken, auch sowas wie Heelen muss man verhindern, dann muss der Hund weggesperrt werden, sonst manifestiert sich das Verhalten sehr schnell. Das der Hund lernt es zu lassen ist ein Lernprozess der seine Zeit braucht, ein junger Hund muss eben erst lernen und auch reifen in gewissen Dingen.

    Ich finde dich zu ungeduldig, Aufzucht geht Nicht schneller wenn man sich mehr engagiert, hier ist weniger häufig mehr, dafür eben das richtige. Beschäftigte Spaziergänge sind mit einem Border eine schlechte Idee, vor allem wenn man den Fokus auf Ruhe legen will, dann sollte man Ruhe auch einfach leben und dann nicht genau das Gegenteil tun, so dass sich Erwartungshaltungen manifestieren.