Beiträge von WorkingDogs

    Die Nase der Hunde braucht dieses genormte Faehrten-Suchverhalten ganz sicher nicht! Und zwar fuer gar nichts!

    Na ein Glück steht diesen genormte Suchen so auch nicht in der PO wie es immer wieder verbreitet wird.

    Eine hohe Nase im Fährten macht nun mal keinen Sinn, das ist auch alles, die wird ein Hund der intensiv eine Spur sucht auch nicht anbieten, weil sie schlicht keinen Sinn macht um zum Ziel zu kommen.

    Und kein Richter wird einen durchfallen lassen, weil der Hund mal die Nase hochnimmt zum prüfen, ja, es gibt Abzüge, aber damit fliegt man nun auch nicht von der Fährte oder würde keine Prüfungen schaffen. Aber klar V oder SG ist damit nicht, aber ist doch auch klar, irgendwo muss man nun mal abstufen.

    Jeder Aufbau wird den Hund auch irgendwo in seinem Suchverhalten formen und ihn Techniken vermitteln die für den Zielgeruch Sinn ergeben. Warum lediglich der Zielgeruch „Bodenzerstörung“ gleich so unnatürlich sein soll, auch die Ausführung überzeugt mich nicht, da hilft auch kein Augenroll-Smiley. Es ist nicht mehr oder weniger unnatürlich wie das Aufspüren einer Münze, Kongstücke, Otterkot, usw.
    Je nach Zielgeruch muss ja sogar beim Training vermieden werden dass der Hund sich beim Stöbern nicht anfängt an Fährten zu orientieren, aber da kräht kein Hahn nach.

    Stapfer fuer Stapfer absuchen, ja nicht abweichen, auch wenn der Wind entsprechend ist, bloss nicjt die Gosch oeffnen, usw. ist kein natuerliches Suchverhalten.

    Ich weiß ja nicht, wie viel du da bei deinen Hunden machen musst, aber wir sind weit weg davon da irgendwas an Suchverhalten aufbauen zu müssen. Und das alles braucht es nicht in den Extrem um eine Prüfung in dem Bereich zu bestehen. Den Wind zu nutzen ist auch nicht immer klug, Wind ist trügerisch, grade in Gegenden mit viel Sturm. Sehr viele Hundetypen bieten das Suchen mit tiefer Nase einfach an, da brauchts keine Zwänge für.

    Waere es anders, waeren alle anderen Bereiche, in denen (anders) gesucht wird, nicht erfolgreich zu machen.

    Vielleicht ist „natürliches Suchverhalten“ auch einfach nichts binäres und völlig ok dass es verschiedene Selektionsformen und Suchverhalten gibt. Im jagdlichen Bereich ist man da ja auch wesentlich offener. Die Technik sich am Wind zu orientieren macht nicht für jeden Bereich und jedes Gelände Sinn. Spätestens bei Abrissen muss der Hund aber auch lernen die Umwelt zu nutzen.

    Hunde koennen (wenn sauber ausgebildet) Wasserleichen und Fingernaegel unter der Erde finden. Aber im faehrten schaffen sie die Aufgabe nur, wenn sie stumpf Stapfer fuer Stapfer absuchen?

    Die Intensität der Moleküle hat sehr wenig mit der Art zu tun wie ein Hund sucht, eine normal getretene Fährte (ohne stampfen), auf Plattem Lehmboden bei Sturm ist mindestens genauso anspruchsvoll, weil die Moleküle am Boden ebenso minimal sind. Genauso kann man den Hund Mini-GS verweisen lassen, oft nur 1mm groß, machen mittlerweile auch viele.


    Manch ein Weltmeister baut die Fährtenarbeit sogar erfolgreich ohne Futter auf, nur übers verweisen ähnlich dem Hard Surface Tracking.

    Und wenn du es als Trick aufbaust? Es ist ja kein normales Suchverhalten für einen Hund, nur der Mensch will es so sehen. Also per Clicker z.B.

    Woher kommt das eigentlich? Dieses das sei kein normales Suchverhalten? Das ist doch gar nicht wahr, wer erzählt denn sowas immer, worauf begründet sich das?

    Stöbern macht auf der Fährte keinen Sinn, damit kommt ein Hund nie zum Ziel, die tiefe Nase muss man auch nicht wirklich trainieren auf der Fährte und so extrem wie dargestellt wird auch selten gerichtet. Sicher, wenn man sein V haben will, überregional führen will, brauchts einen sehr sauberen Fährtenverlauf, aber für ganz normale Prüfungen reicht es, wenn der Hund der Spur folgt und normal verweist. Daran ist doch nichts unnormal.

    Und auch die V Hunde bieten das Suchverhalten ganz normal an, die lernen einfach einer Spur zu folgen, für Triebziel(e) und sich dabei von Umwelteinflüssen nicht stören zu lassen, weil nicht zielführend.

    Das Gegenstück bilden die Stöberprüfungen, beide Formen haben ihre Berechtigung und schließen sich auch nicht einander aus!

    Die Leute die ständig nur Sichtfährten mit viel Futter auf Sahneäcker trainieren sind doch nicht die, die vorne dabei sind.

    Mein Ansatz wäre wohl den Hund nicht weiter mit Futter zu stören. In erster Linie bedeutet auch Fährtenarbeit dass die Hunde eine Bodenverletzung suchen sollen und keine Futterspur. Futter ist ein toller Motivator, aber nicht alle Hunde brauchen einen externen Motivator so stark um suchen zu wollen. Ich würde weniger futter legen und den Hund längere Fährten arbeiten lassen, dabei über die Leine führen und Kontakt halten, keine lockere Leine anstreben.
    Wozu einen Hund auf Futter umbauen, der doch schon genau das sucht was er suchen soll? Das macht für mich keinen Sinn, und langsamer macht man solche Hunde damit doch nur im Training, solange genug Futter liegt! Baut man das Futter wieder ab, müssen solch hochmotivierten Hunde wieder lernen ruhiger zu suchen, es löst das Problem meiner Meinung nach nicht, sondern verschleppt es nur.

    Geschwindkeit kann man korrigieren in dem man den Hund darein korrigiert wo der hin möchte: nach vorne. In die Bewegung in die er möchte. Dafür braucht man aber wen an der Leine der weiß was er tut und genug Trieb und Robustheit, für manche Typen passt diese Form der Arbeit sehr gut, für andere ist es der Anfang vom Ende.

    Ja, das Idealbild ist der pendelnde Hund, aber an diesem Ziel kann man sich auch tot-trainieren ohne je eine gute Fährtenarbeit zu erreichen und meiner Erfahrung nach kommt es in Prüfungssituationen viel weniger darauf an als immer erzählt wird, das pendeln kommt oft von alleine sobald die Fährten anspruchsvoller werden und die Tritte weiter.

    Fürs intensivieren kann man dann schauen: Depot legen, Futter einpieken, Futterdosen oder auch Mini-GS für besonders Nasenaffine Hunde die gerne verweisen, Verläufe anpassen, und und und.

    Was will man da jetzt sehen ?

    Am liebsten alles :D

    Taktklar, freudig, aufmerksam, Kruppe möglichst hoch, gerade, eng, aber nicht bedrängend, kein springen.

    Je nach Gebäude ist das einfach sehr schwierig zu erreichen, ein sehr Bekannter DSH Richter, HF und Züchter von den DSH sagte kürzlich zu mir, auf die Frage was man nun macht: Anatomisch andere Hunde züchten. Ich hab auf der BSP auch kein V mitbekommen, hab aber auch noch nicht alle Hunde geschaut. Mit meinem Mali ist das V wesentlich einfacher auszubilden, anatomisch. Wir finden uns aktuell mit SG ab bei den DSH. Kriegen ja eh alle. Und man landet auch direkt im SG, unteres V vermisse ich.

    Gleichzeitig deutliches Meideverhalten bei anderen Übungen ignorieren und unkommentiert lassen find ich dann echt kurios.

    Hier finde ich auch schade, dass Ausbildung ohne Meideverhalten nicht vermehrt belohnt wird, was ja gut möglich wäre. Generell finde ich aber sehr störend das es auch häufig nicht mehr um den eigentlichen Kern der Übung geht. Bei den technischen Übungen und im Voraus zählt die Entwicklung und der Abschluss gefühlt schon mehr als die eigentliche Übungsausführung. Wir trainieren mittlerweile mehr das Drumherum als die eigentliche Übung, da reicht ja völlig wenn der Hund das geforderte irgendwie tut, das muss auch nicht schnell sein. Aber wehe der macht in der Entwicklung mal etwas auf oder könnte 2cm enger vorsitzen.. Und das sieht man mittlerweile auch auf OG Prüfungen.

    Ich kann hier nicht mehr tun, als meine Sichtweise der Dinge zu äußern und versuchen zu verstehen, was deine sind. Ob du mir glaubst, dass ich genau wie du über einen Erfahrungsschatz verfüge, kann ich nicht beeinflussen, wenn du nicht bereit bist dich mit meinen Worten unabhängig von deiner Lebensphilosophie auseinander zu setzen.

    Versuch es doch einfach mal damit, zu akzeptieren, dass wir bösen Hundeausbilder nicht dumm und im Unrecht sind. ;-) Dann begegnet man dir auch auf Augenhöhe.

    Manche Sichtweisen wird man niemals verstehen können, das macht sie nicht falsch, manchmal tut es auch einfach die Dinge so anzunehmen und damit klar zu kommen dass alle Recht haben in Bezug auf ihre Erfahrungen.

    Ich kenne Dorit, mit Straßenhunden hab ich nichts am Hut, die sind für unsere Bereiche nämlich in der Regel nicht ausbildbar, aufgrund ihrer Genetik, ergo habe ich da keine Berührungspunkte. Und ich halte nicht davon über Dingen zu sprechen mit denen ich keine praktische Erfahrung habe. Hier kann ich nur mit Hörsagen oder Literatur dienen.

    Was "außer Rand und Band" ist, liegt in deinem Ermessen.

    Nachts Gassi gehen, daheim die Familie stellen, Beißvorfälle, Wilderei, Sterotypen, Krankheiten die als Ursache Stress haben.

    Ich denke mein Ermessen deckt sich da sehr gut mit dem von den meisten Hundehaltern.

    Der Wille zur "Unfreiheit" geht nicht vom Hund aus. Du allein entscheidest über die Freiheit des Hundes.

    Es ist so schwer hier nett zu bleiben, haha :D


    Ne, es ist Genetik ob ein Hund Menschen gegenüber skeptisch ist, zur Ängstlichkeit neigt, Wildschärfe mitbringt, einen hohen Jagdtrieb hat.

    Ich verspreche dir, du machst aus einem Hund der Defizite in dem Bereich hat keine Granate. Das ist da, oder es ist nicht da.


    Diese Hunde halten das was sie tun dürfen für sehr richtig und das ist doch der Punkt der vielen die meinen die bräuchten das nicht dann auf die Füße fällt. UPS, die müssen gar nicht arbeiten, die wollen das. Ja, für manche eine unvorstellbarkeit, aber e gibt auch Menschen mit einer hohen positiven Arbeitseinstellung und die Freude an dem haben was sie tun.

    Was das angeht hilft nur viel Zeit und Geld aufwenden und praktische Erfahrungen sammeln, zu den Veranstaltungen der Verbände fahren, Hunde ausbilden, mit unterschiedlichen Hunden arbeiten in ihrem jeweiligen Bereich. Alles andere ist doch nur vorgekaute Meinung die man nicht mal prüfen kann.

    Ein solches Wissen anzusammeln ist sehr aufwendig.

    Dachte vl. gibt da so eine Art Ausbildung als "Kynologe".

    Sich Hunde verschiedener Hundetypen anschaffen, ausbilden, führen. Unglaublich Zeitaufwendig und teuer, aber das womit man sich am Ende sicherlich Kynologe schimpfen kann. Das ist eben die absolute Krone und die hat ihren Preis. Und dabei jederzeit über den Tellerrand schauen, ins Ausland fahren, sich die Hunde und Ausbildungsmethoden vor Ort anschauen, sich die ursprünglichen Typen anschauen, abseits von FCI und VDH- Showwesen.


    Ach ja, alte Literatur ist auch immer sehr interessant, hat aber oft auch ihren Preis und Sammlerwert.