Beiträge von WorkingDogs

    Das habe ich ja auch schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass es ja kein Wunder ist, wenn dort einmal erfolgreich gerissen wurde, der Wolf wieder kommt, was er ja auch getan hat.

    Klar kommt der wieder, aber es ist halt Quark zu sagen, dass man dass durch bessere Zäune hätte verhindern können. Das ist reine Stimmungsmache. Für die Beurteilung der Zäune gibt es Gutachter vor Ort die auch einschätzen können was geländetechnisch überhaupt möglich ist.

    Ich wüsste auch nicht dass die Betroffenen nach Entschädigung schreien, vielleicht nehmen die völlig in Kauf nichts zu bekommen und setzen stattdessen eben lieber auf eine Lösung mit mehr Wumms.

    Aber da kann man als Tierhalter eh nicht „gewinnen“, wie man es macht, der Internet-Mob weiß es eh besser und stürzt sich eh drauf. Sehr mutig sich überhaupt zu äußern von den Tierhaltern.

    Nur weil es verboten ist, ist es ja nicht wirkungslos in Punkto Herdenschutz und natürlich beantwortet es die Frage, ob da Strom auf dem Zaun sein kann. Ganz im Gegenteil, so bekommt man sogar ziemlich wumms drauf und hat mit Sicherheit einen besseren Schutz als mit einfachen Litzen.

    Aber wie gesagt, Zäune gegen Beutegreifer ist halt generell so ne Sache die nicht wirklich klappt.

    Und nochmal: beim Tor sieht man nicht ob es überhaupt das Tor ist oder nicht gar einfach nur ein Schleusenbereich.

    Die Beurteilung der reellen Gegebenheiten vor Ort sollte den Gutachtern überlassen werden. Was soll man da jetzt im Netz mutmaßen? Dafür gibt es diese Gutachter.

    Ein Stromzaun hält Wölfe halt nur bedingt draußen, bei überspringen nützt er aufgrund der fehlenden Erdung sowieso schon mal gar nicht. Strom ist eine gute Lösung dafür, Nutztiere in einer Fläche zu halten zum Schutz vor Beutegreifern taugt das ganze nur bedingt.

    Zaun hin oder her, wenn Raubwild eine Nahrungsquelle erschlossen hat, wirst du es nur sehr schwer wieder los, so auch unsere Erfahrung mit Fuchs, Waschbär und co. Zäune kommen da sehr schnell an Grenzen, so viel kann man gar nicht Wettrüsten. Bei solchen Tieren braucht es schädigende Erfahrungen, beispielsweise durch Abschuss oder HSH die drohen den Wolf umzubringen.

    Ich und mein Partner haben jahrelang bei einem Wirt ausgeholfen mit Gaststättenhund. Das ist einfach wie so vieles Geschmacksache. Die einen mögen es, die anderen kommen deshalb nicht. Letztendlich kann man aber eh nur eine begrenzte Anzahl an Leute bewirten, solange der Laden läuft passt also alles, zumindest wir hier in der Gegend finden eh kein Personal mehr, so dass es einfach auch nicht tragisch ist wenn nicht jeder zum Essen kommen mag.

    Es etablieren auch ja auch nicht grundlos Tiercafes, viele Menschen freuen sich da auch sehr drüber. Ein Nogo sind natürlich Hunde die unfreundlich oder gar aggressiv sind, aber das war bei uns nie der Fall. Ist ja aber auch genauso unschön wenn Gäste mit solchen Hunden einkehren.

    Wobei es bei uns immer nur die Gaststube war und es genug Räume gibt wo der Hund eh nie war und auch auf Veranstaltungen war der nicht dabei.

    Selbstverständlich ist Toleranz vom Erziehungsgrad abhängig.

    Es wird ja auch kein normaler Mensch was dagegen haben, wenn das Kind des Wirtes ruhig in einer Ecke ein Bild malt. Andersrum hat kein normaler Mensch Lust auf ein Kind welches wild durch die Gaststube tobt und dabei herumschreit.

    Manch einer fährt aber schon aufgrund von bloßer Anwesenheit seinen Film, völlig egal wie unauffällig das Kind oder der Hund ist. Und da muss man als Wirt dann einfach auch abwägend wo man seine Grenze zieht. Genauso wie man das ja auch als Gast tun darf bei völlig unerzogenen Hunden oder schreienden Kindern.

    Aber eins ist klar: jeden Recht machen, das kann man so oder so nicht. Irgendwer meckert immer, damit muss man leben lernen.

    Letztendlich ist es immer ein abwägen, was man anderen zumuten kann und das man einfach sein lässt. Mich würde ein Dauer-Fieper sehr stören, egal wie nett und verträglich er ist. Das ist halt auf einem Level damit, sich am Tisch seine private Musik zu spielen. Funktioniert halt nicht. Und genauso gehe ich nicht mit einem Hund in eine Gaststätte der schwierig mit Mensch und Hund ist. Verstehe ich dann nicht, warum man das macht. Nichtsdestotrotz gibt es genug Leute die fahren einfach ihren Film, völlig egal wie unauffällig das Tier ist, die stören sich einfach aus Prinzip und auf sowas kann man dann ggf. Auch einfach verzichten.

    Kommt ja, wie du schon sagst, drauf an, in welchem Bereich man den Hund später weiter arbeiten möchte.


    Im Obedience zb gibt es in den Prüfungen später auch kein festes Schema. Das Muster der Fußarbeit ist immer anders und auch die Reihenfolge der Prüfungen kann variieren.


    Meine Hunde brauchen die BH nur fürs Agi, ihre Karriere in der Unterordnung beginnt und endet somit mit dieser einen Prüfung.

    Im Agi später ist der Parcours dann auch jedes Mal anders. :D

    Auf jeden Fall. Grade der Border Collie ist nun aber auch ein sehr spezieller Typ und für alles was Zuhören angeht wahnsinnig prädestiniert und talentiert. Das schenken einem andere Rassen nicht so.

    Je nach UO-Bereich kommt die Schwierigkeit eben auch daher, dass das Schema immer gleich ist, das ist eine besondere Schwierigkeit für sich und sehe ich da ganz neutral, keines von beidem ist schlechter, alles hat seine eigenen Herausforderungen. Deshalb wollte ich nur anmerken, dass man sich dessen bewusst sein sollte, ich wollte dir damit nicht unterstellen, dass du etwas falsch machst. Aber hier lesen ja viele mit.

    Und auch Rasseunterschiede müssen im Training einfach beachtet werden, ich führe Hundesportlich in dem Bereich momentan Mali und DSH und die Talente sind auch dort ganz unterschiedlich und man merkt die Rasseunterschiede deutlich, wenn man viel mit beiden Rassen zu tun hat. Entsprechend switche ich da auch im Training und muss mich zwischen den Hunden teilweise deutlich umstellen. Anders empfinde ich auch nochmal Airedale und Rotti mit denen ich trainigsbedingt auch viel zu tun habe. Da liegen die Schwerpunkte zwischen den Rassen anders.

    Was das auslassen des Vorsitzes angeht, keine Ahnung in wie fern es nett ist dazu zu raten. Oft sprechen wir doch gar nicht von 60 oder dann 58 Punkten, sondern es harpert an allerlei Stellen und wir nähren uns immer mehr der Schwelle ob überhaupt bestanden wird. Dann noch ein Neuling als HF, ein Hund der nicht optimal aufgebaut ist. In der Realität habe ich seltenst erlebt, dass bei solchen Teams der Rest wirklich 1A passte, oft war es dann doch im gesamten schon ne wacklige Nummer oder es wurde auch gar nicht bestanden.

    Und letztendlich braucht niemand eine BH, sondern die Fragesteller machen das um gemeinsam mit ihren Hunden zu trainieren, da darf man einen Vorsitz auch einfach verbessern wollen, weil man sich darin verbessern möchte seinen Hund zu trainieren. Da finde ich immer super schade, wenn so gar keine Tipps kommen, sondern direkt gerechnet wird, dass man doch auch ohne die genannte Übung starten kann. Viele Hunde entwickeln auch sehr viel Spaß am Vorsitz, ich hab so eine kleine Hündin die liebt das Fangen aus dem Mund und läuft dann einfach noch freudiger. Da macht es uns einfach spaß, völlig egal ob wir das zwingend brauchen oder nicht.

    Aber danke WorkingDogs . Bei den Tipps kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass es klappt und das würde mir an dem Tag einiges an Sicherheit geben.


    Hast Du vielleicht auch noch nen Tipp für die Ablage? :crying_face:

    Gerne! Sicherheit ist immer wichtig, grade bei Prüfungsangst.

    Na klar hab ich einen Tipp, ich würde Spannung aufbauen und ihn nicht nur abholen und langweilig liegen lassen. Ich arbeite da sehr gerne ala Heuwinkl "zusammenfallen", also wenn der Hund schön zu dir guckt, fällst du in die Hocke und er darf zu dir laufen und sich eine bestätigung einsacken - was er halt mag: Futter, Spiel, etc. Das macht robust gegen ablenkung, ohne dass die Hunde meiden weil dauernd einwirkungen kommen. Sowas wie schnuffeln verbiete ich im Aufbau und bestätige eben den Fokus zu mir. Aber Achtung, auf vielen Plätzen kommen die Ausbilder damit leider nicht klar und beschwören direkt die Horros-Szenariern, das ist dann leider immer etwas anstrengend... Generell schickt es sich aber an, immer mal zurück zu gehen, den Hund zu loben und zwischen den Beinen im Liegen (ganz wichtig!) zu bestätigen.

    Ich mags nicht, wenn meine Hunde das Schema kennen, weil das die Gefahr des Vorarbeitens erhöht.

    Hier muss man einfach schauen, was die Zielsetzung ist. Wenn mein Hund nicht mehr „funktioniert“ nur weil er das Schema kennt, dann ist seine Prüfungslaufbahn im UO-Bereich sehr endlich (Stichwort Prüfungsschlau). Mein Ziel ist immer dass das kennen des Schemas den Hund nicht Prüfungsschlau macht, damit habe ich im IGP-UO-Bereich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein Hund der Vorarbeiten will lässt sich sehr leicht nutzen und punktet in der Regel dadurch dass er weniger Fehler in den Übungen macht, weil er eben auf die Übungen drängt. Meiner Erfahrung nach macht die vermeidende Arbeitsweise in der Realität auf Prüfung viel mehr Probleme wo der Hund immer wieder überrascht werden soll.

    Wenn man die BH sowieso nur einmalig braucht und es in die Richtung nicht weitergeht, ist es selbstverständlich egal. Möchte man weitermachen rate ich dringend dazu sich damit auseinanderzusetzen wie man einen Hund erfolgreich führen kann, auch wenn er das Schema kennt, das lernen die früher oder später nämlich so oder so. Und dagegen zu arbeiten macht mehr Probleme als damit zu arbeiten und sich das zum Vorteil zu machen.

    Bert halt. Dabei laufen wir das Schema schon gar nicht mehr :pleading_face:

    Ich lerne meinen Hunden immer erstmal die Basics mit viel Freude und Stimmung und lerne ihnen auch dabei welche Einstellung ich mir wünsche.

    Bereits dort orientiere ich mich locker am Schema was die Reihenfolge der Übungen angeht.

    In der konkreten Prüfungsvorbereitung werden wir dann immer Schema-näher. Wenn man das Training gut gestaltet wird der Hund dabei auch nicht kreativ weil er mitarbeiten möchte und auf die Ausführung der Übungen drängt, am Ende bleiben Bestätigungspunkte und ein Tragen von Erwartungshaltungen beim Ausbleiben dieser.

    Ich würde also mal euern Trainingsaufbau beleuchten und ob ihr da nicht etwas verbessern könnt, so dass ein Prüfungsnahes Training möglich wird, welches am Ende auch mehr Sicherheit gibt.

    Ich trenne die Übung immer auf. Das Abrufen bestätige ich immer im Vorsitzen, das Umwechseln wird dann danach gesondert abgerufen im logischen Ablauf zum Schema.

    Danke, das probiere ich aus :nerd_face: . Klingt, also könnte ich damit Berts Gedankengang eine Übung auszulassen, überlisten.

    Ich würde ihn da auch immer ein wenig ärgern. Im Vorsitz Spannung aufbauen, bestätigen (ich spuke hier gerne Futter aus dem Mund), wieder hochschauen. Wechselt wr selbstständig um oder kommt direkt in die GS nicht schimpfen, sondern auflösen und ihn neckisch auslachen. Stimmung auf den Vorsitz, wieder reinrufen, gerne auch auf kurz. Kommt er rein, Futter Spuken aus dem Mund und die Länge wieder ausreizen, an die Schwelle wo der selbstständig wechseln will, Vorsitz bestätigen. Greift er vor, „Falschmarker“ und auslachen/ärgern - nicht schimpfen oder Zwänge setzen!

    Helfen kann man auch mittels Stangen, Vorsitzbox oder „zwischen den Fingern halten“. Halt einfach etwa helfen und Spannung auf den Vorsitz. Und halt einfach im Training immer logisch trennen vom umwechseln.

    Habt Ihr vielleicht noch nen Tipp, wie ich das wieder korrigieren kann?

    Ich trenne die Übung immer auf. Das Abrufen bestätige ich immer im Vorsitzen, das Umwechseln wird dann danach gesondert abgerufen im logischen Ablauf zum Schema.

    Mein Weg ist immer Erwartungshaltung hoch und den Hund in einer Stimmung haben, wo er auf die folgende Übung drängt, aber noch nicht ausführen darf. Also kurz vor Vorgreifen ist, aber nicht Vorgreift.

    Festigen kann man das über viele Wege, Positionen wie der Vorsitz lassen sich beispielsweise sehr gut mittels Gegenzugprinzip festigen und verinnerlichen.