Beiträge von WorkingDogs

    Ich bin ja bei Dir, dass man auch die Merkmale der Qualzucht verbieten soll. Aber warum nicht auch Rassen verbieten, die eindeutig Qualzuchten geben.

    Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz, verbiete Haltung und Zucht von Katzen mit OCD und die Rasse IST automatisch verboten. Du musst sowieso rechtlich mit Merkmalen argumentieren, sonst wird das Gesetz direkt wieder gekippt. Es ist ein implizites verbot, keine Ahnung warum das für euch so ein Problem darstellt. Die Rasse ist damit nicht mehr erlaubt weil das Merkmal prägend ist.

    Du schreibst, man sollte denen die Chance geben, die Zucht anzupassen. Jegliches Zuchtprogramm zur Verbesserung wird aber in den ersten paar Generationen auch wieder Qualzuchten produzieren. Das hältst Du wirklich vertretbar?

    Natürlich, es ist ja Quatsch dass das Generationen dauern würde. Es gibt genug Papierlose Mixe die bereits existieren, Projekte die genau das versuchen und die Merkmale mitbringen die man in der Rasse braucht. Zuchtbücher öffnen, Phänotypisieren, Zuchtselektion anpassen und du bist sofort am Ziel. So funktioniert ja eine 1/3 Regelung zum Beispiel und natürlich muss man den Rassen eine Chance einräumen die Merkmale im Standard zu berücksichtigen und die Zucht entsprechend anzupassen. Ist ja nicht so als wäre man am Anfang, diese Diskussion zieht sich seit Jahren und nicht alle Züchter sind so dämlich und machen mit ihren Extremen weiter.

    Welche Rasse wäre denn so dermassen erhaltenswert und warum, dass man noch einige Generationen mit Qualzuchtmerkmalen in Kauf nimmt?

    Es geht nicht um erhaltenswert, sondern um klar definierte Merkmale die nie gezüchtet werden dürfen, völlig egal welcher Name dran steht.
    Selbstverständlich dürfen auf dem Weg dahin keine Kompromisse entstehen, ist doch klar.

    Rassen verbieten sich implizit über Merkmale, sofern diese Merkmale prägend für die Rassen sind. Alle anderen können ihre Standard doch anpassen und einkreuzen.

    Rassen zu verbieten ist einfach dumm, der einzig sinnvolle und sichere Weg sind nun mal konkrete Merkmale.

    Aber naja, in den ganzen Jahren in denen man hier schon diskutiert haben die NL das ja auf dem Wege schon sehr schön in Angriff genommen.

    Wenn man auf jegliche Regulation verzichtet, weil ja eh immer jemand ein Schlupfloch findet, bräuchten wir keine Gesetze mehr.

    Tut doch niemand???

    Eine Rasse ist automatisch verboten wenn man beispielsweise Schnauzenlängen festschreibt.

    Außerdem sollte man jeder Rasse die Chance geben ihren Standard und die Zucht anzupassen! Es sollte nicht das Ziel sein dass es eine Rasse nicht mehr gibt, sondern das die Rassen keine Qualzucht mehr sein dürfen.

    Das dabei Rassen wegfallen die genau das ausmacht, das ist natürlich klar.

    Wenn sowas wie IGP angedacht ist kann man ja nicht mal guten Gewissens einen Groenendael oder Tervueren aus Show empfehlen und auch keinen WSS. Da fällt so viel raus an Rassen und Linien nur um überhaupt mitmachen zu können. Die beißen nun mal größtenteils nicht vernünftig und schon gar nicht bei Fremden.

    Es ist Anlagensport und kein „das kann jeder Hund lernen“-Sport. Mit leistungsgedanken hat das gar nichts zu tun.


    Da ist ein Airedale aus sportlichen Linien noch mit die beste Alternative, die beißen nun auch nicht wie ein DSH, aber sie tun es und auch bei Fremden.

    Ich denke, was von vielen Fragenden an Sport angedacht ist (und damit meine ich nicht die TE, das weiß ich ja nicht) ist weitab von einem wirklich Leistungsgedanken im Sinne einer Sportkarriere angesiedelt.

    Da besteht oft die Gefahr aneinander vorbei zu reden.

    Natürlich, aber es wurden ja konkret IGP, AGI und MT genannt und nicht Rally-O, Hundeschulkurse oder Hoopers.

    Es geht nicht darum dass es einen Leistungsgedanken braucht, sondern um einen ganz normal veranlagten Hund um vielleicht mal das Ziel OG Prüfung zu erreichen.

    Ich denke das hier viele denken wenn man einen DSH empfiehlt dann glaubt man die Person würde ehrgeizig überregional führen wollen, dazu gehört weitaus mehr dazu und als Anfänger ist das sowieso fast utopisch.

    Es geht wirklich nur darum einen Hund mit normaler Veranlagung zu haben um mit dem in einer normalen OG bei einem normalen Helfer einfach trainieren zu können, Freude zu haben und eventuell seine Prüfungen bis zur 3 zu schaffen. Das hat mir leistungsgedanken gar nichts zu tun, sondern mit Sporteinstieg für einen Anfänger.

    Ein Exote mag das Temperament haben und den arbeitswillen, aber oft fehlen Veranlagungen wie Griffverhalten. Bei diesen Genetischen Themen wird es schon bei vielen Gebrauchsrassen mittlerweile schwierig. Mit einem Exoten muss man erstmal einen Helfer finden der Lust und das Können (!!!!!) hat lauter Punkte aufzubauen die einem andere Rassen einfach schenken. Da kann der Sport schon dort vorbei sein wo man gar keinen Helfer findet und es ist einfach gemein jemandem solche Rassen zu empfehlen wenn derjenige wirklich Interesse am Hundesport hat. Damit legt man sich absolut viele Steine in den Weg und macht sich einen Weg 20x so schwer er eh schon schwierig ist.

    Sinnvoller wäre nach wie vor eine Merkmalsliste und entsprechende Verbote. NL hat ja schon seit Jahren die 1/3 Regel für die Schnauzenlängen. Züchter von Kurznasen müssten also eigentlich vorbereitet sein und dürften nicht betroffen sein.
    Mediumnasen sind ja mWn nach wie vor ok.

    Sorry, da hast Du natürlich recht. Bei Verboten würde das für mich natürlich voraussetzen, dass man konkret festlegt, WAS man verbietet....

    Ich denke wenn einfach konkrete Rassen verboten werden würden, dann gibt’s halt entsprechende Mischlinge mit neuen Namen und so umgeht man das dann.

    Man muss halt wissen was man machen will. Weder der Picard noch der Briard sind Rassen womit man glücklich wird wenn man wirklich Hundesport betreiben will in die Richtung die von der TE genannt wurden.

    Klar, muss das nicht die oberste Priorität sein, das muss man sich halt vorher überlegen. Aber wenn es das ist ist man bei diesen Rassen höchstwahrscheinlich nicht glücklich.

    Ich möchte zu bedenken geben, dass es natürlich auch immer mal hundesportliche Linien gibt in den Rassen. Collie, Briard, Beauceron - na klar gibt es die, aber das ist weit weit weg von dem was ein normaler DSH leistet und in der Ausbildung einfach weitaus schwieriger, kaum Fehler verzeihend, es braucht einen Helfer der absolut weiß was er tut, weil die Veranlagung eben nicht so da ist wie man meint.

    Und das haben die wenigsten Anfänger, wenn kein Glück im Spiel ist, da ist der 0815 Schäferhund oft die wesentlich bessere Wahl, WENN es IGP werden soll und im AGI sicherlich die dort führenden Rassen.

    Es bringt einfach nichts einem Anfänger dafür Exoten zu empfehlen, die man höchstwahrscheinlich selbst nie in der Arbeit gesehen hat. Man macht mit denen ganz, ganz viele Abstriche, auch bei „Leistungslinien“

    Sinnvoller wäre nach wie vor eine Merkmalsliste und entsprechende Verbote. NL hat ja schon seit Jahren die 1/3 Regel für die Schnauzenlängen. Züchter von Kurznasen müssten also eigentlich vorbereitet sein und dürften nicht betroffen sein.
    Mediumnasen sind ja mWn nach wie vor ok.

    Ich gehe davon aus, dass der gezielte Umgang mit Frust im Lernprozess genauso delikat ist wie Strafe. Beides ist schwierig, beides gehört dazu. Aber beides wird inflationär angewendet und kann alles ruinieren.

    Jede Medaille hat zwei Seiten, auch die Arbeit über Belohnung. Genug Hunde dürfen fürs Training hungern und müssen sich ihr Futter verdienen wenn sie da nicht genug "Trieb" mitbringen bishin zu Wasser als Belohnung. Nicht zu vergessen die Rassen wo das Triebextrem zu fehlendem Hungergefühl oder Stereotypen geht.