Beiträge von WorkingDogs

    In Niedersachsen ist es so, dass bei Gesellschaftsjagden eine Verkehrssicherungspflicht besteht. Entsprechende Hinweisschilder müssen aufgestellt werden. Kommt es zu einem Unfall und dem wurde nicht ausreichend genüge geleitetet, sieht es ganz doof aus für die Jagdgesellschaft.

    Nachzulesen hier: https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/service/-5121.html

    Ich poste das mal, weil es ja ursprünglich um die Region Niedersachsen ging.

    Welches reales Risiko muss denn hier überhaupt minimiert werden? Wem von euch wurde denn jetzt aktiv bei einer Jagd der Hund erschossen oder durch einen Jagdhund im Einsatz verletzt?

    Hochsitze stehen so viel rum, weil Wild nicht doof ist und man Jagddruck erzeugt. Drückjagden sind schonender als ständiges ansitzen.

    Jagd ist nicht bloß ein Hobby, es spart dem Staat allerdings viel Geld, dass Leute es als Hobby ausüben. Landwirtschaftliche Schäden zahlt der Jagdpächter. Jagd sorgt dafür, dass Landwirtschaft ausgeübt werden kann.

    In unseren Wälder hier haben wir so viele Wölfe mittlerweile, dass da auch jederzeit ein Übergriff passieren könnte. Waren ja schon die ersten. Ehrlich, man ist als Hundehalter einfach nur einer von vielen in einer Landschaft, die von allen gemeinsam genutzt wird. Es kann sehr viel dummes passieren.

    Nun ist Jagd aber auch Nutzung von Eigentum. Wir haben unseren Wald zum Beispiel auch, um damit zu heizen. Nutzen Wild für die Ernährung. Ja, man trägt eine Waffe. Man lebt aber auch von und mit diesem Gut. In Zeiten von Nachhaltigkeit finde ich es total verrückt, dass Naturnutzung höher gewichtet wird als Naturschutz und die Nutzung unserer Regionalen Möglichkeiten.

    Ich meide es zum Beispiel in Hamburg Rad zu fahren. Vor allem um diese Zeit. Da überfährt mich ja auch keiner absichtlich, aber das Risiko ist da. Andere sind da deutlich lockerer unterwegs, machen sich keine Gedanken. So ist das eben im Leben. Die großen Gesellschaftsjagden sind jetzt zu dieser Zeit, dann laufe ich eben nur in Ort, Parks oder an anderen Orten, wo ich mich sicherer fühle.

    Hier ist es auch so, dass man gar nicht mehr eingeladen wird, wenn man in Punkto Waffenhandhabung Defizite aufweist. Da versteht niemand Spaß.

    Bei Jagdhunden in Meute, kann man schon von einer gewissen Verträglichkeit ausgehen. Die meisten haben auch keine Zeit für hundekontakte. Die sind auf Jagd.

    Bzgl der Gefahr. Leute, bei einer Drückjagd laufen die Treiber sogar direkt auf die Schützen zu und sind aktiv involviert. Die Schützen wissen um Menschen im Treiben. Wenn ihr viel Angst habt, dann zieht euch und den Hund Warnfarben an, am besten Orange. Das sieht man gut im Büchsenlicht. Das hilft allgemein in vielen Lebenssituationen.

    Die Umsetzung da wäre sicher etwas aufwendig und wir müssten schauen wie man das macht aber denke ich umsetzbar. Könnt ihr mir vielleicht ein paar Infos dazu geben wie sowas aussehen kann für mich als jemand der da nicht viel weiß? Lebt der Hund dann tagsüber im Zwinger und ist nachts in Haus? Geht man immer noch auf Spaziergänge? Ist das für das Wohl von so einem Tier vertretbar als Lösung?

    Ich habe meine Hunde im Zwinger. Es gibt da natürlich verschiedene Möglichkeiten. Die Mindestgröße wird durch die Tierschutzhundeverordnung vorgegeben. Es gibt Hersteller wie Bromet, deren Zwinger gibt es auch immer mal gebraucht. Die Hunde können Tag und Nacht im Zwinger leben und benötigen eine Isolierte Schutzhütte. Man kann auch einen Auslauf anbauen.

    Natürlich kann man auch sagen, dass der Hund nur tagsüber im Zwinger ist und nachts ins Haus kommt. Aber beachten, dass wir Winter haben und die Hunde Winterfell entwickeln müssen.

    Ja, man muss sich immer noch kümmern, Gassi gehen, den Hund beschäftigen. Viele Konflikte keimen aber grade bei territorialen Hunden nicht auf und die Halter sind im restlichen Leben entlastet.

    Mit anderen Eigenschaften unterwegs muss man vielleicht auch einfach seinen Frieden finden. Also, dass der Hund nicht so ist, wie man sich das erträumt hat, sondern er einfach ein Hund ist. In sowas kann man sich leider auch reinsteigern, finde ich. Da tut es oft gut, manche Dinge auch einfach mal stehen zu lassen und sie dann nochmal anzugehen, wenn die Energie wieder da ist. Hier kann man sich dann gute Trainer empfehlen lassen.

    Es ist aktuell so ziemlich unmöglich, solche Hunde in „passende“ Hände abzugeben. Diese passenden Hände gibt es nämlich nicht, und die wenigen Stellen sind völlig überfüllt.

    Man kann Glück haben, aber eine Hund ist auch kein Ehemann, da muss es nicht zu 120% passen. Es ist ein Tier, das lebt auch sehr gut damit, wenn es einfach nur Hund sein darf mit „Ecken und Kanten“. Um die Situation zu entschärfen kann man zum Beispiel einen Zwinger kaufen. Da lebt der Hund dann, man geht mit ihm spazieren, beschäftigt sich und kann sich ansonsten abgrenzen. Im Tierheim wäre es keine andere Haltunf, die den Hund erwartet.