Beiträge von WorkingDogs

    Hier im vorliegenden Fall soll der Hund ja eingezogen werden/wurde eingezogen - das ist doch dann ein guter Kompromiss.

    Den Einzug des Hundes empfinde ich als mit die härteste Strafe, gar nicht als Kompromiss. Hier hat der Halter ja absolut keine Chance, es geht um Gefahrverhinderung, sicherlich. Aber wie gesagt, einem Hund der ein Reh reißt andichten zu wollen, der würde demnächst auch Jogger oder Kleinhunde angehen, das ist mir zu sehr stimmungsmache. Dann müssten ja sämtliche Jagdhunde überdurchschnittlich auffällig sein, und das Gegenteil ist doch eher der Fall, im Vergleich zum Gebrauchs-, Hütehund oder HSH.

    Ich wäre bei einer Geldstrafe oder bei Auflagen, die dem Halter die Möglichkeit geben sich zum positiven zu verbessern. Also auch keine Einstufung, die sich nie wieder rückgängig machen lässt.

    Und ansonsten würde für eine effektive Verhinderung von Gefahr wohl eher legitim sein, einen Wildernden Hund zu schießen

    Jetzt läßt es sich so leicht sagen, bzw. schreiben.

    Aber wehe, es wird ein wildernder Hund tatsächlich mal erschossen. Dann ist wieder der Aufschrei groß, und die "bösen Jäger", tz tz tz.

    als eine Einstufung, bei der man auf eine Zuverlässigkeit vertrauen muss, bei der man davon ausgehen darf, dass der Halter sich wahrscheinlich eh nicht dran halten wird.

    Dann verstehe ich nicht so ganz, wieso sich darüber aufgeregt wird, wenn der Hund dann gleich dem Halter weggenommen wird. :ka:

    Weil diese Hunde irgendwo unterkommen müssen. Den Lerneffekt der eigenen Brieftasche halte ich außerdem für größer, grade bei Kandidaten, die eh darauf scheißen, ob ihre Hunde regelmäßig wildern.

    Und ansonsten macht es für die konkrete Gefahr natürlich einen Unterschied, ob ein Hund wärenddessen effektiv gestoppt wird, oder ob es im nachhinein eine Strafe gibt. Wie gesagt, wenn wir davon sprechen Verkehrsunfälle verhindern zu wollen.

    Grade für den Punkt der Verhinderung von Unfällen, bewegen wir uns in einem Bereich, für den ein Hund kein Wild reißen muss. Es reicht schon, dass er es hetzt. Und das können kleinere Hunde sogar viel besser als Hunde, die die körperliche Verfassung haben, das Tier auch zu reißen.

    Ein Hund der einmalig wildert, wird vermutlich nicht eingestuft. Ich schaetze mal, dass bei ueber 90% eh nix passiert, weil nur das verletzte/tote Wild gefunden wird und der Verursacher nicht.

    Aber wieso sollte man solche Hunde nicht einstufen? Also welchen gescheiten Grund (ausser 'ist aber ein Beutegreifer') gaebe es dafuer?

    Eine Geldstrafe zum Beispiel. Wilderei ist bei Wild ja durchaus gegeben, bei Arten die dem Jagdrecht nicht unterliegen, greift dann das Naturschutzgesetz. Du darfst nen Maulwurf ja auch nicht Totschlagen, nur, weil dich die Haufen im Garten stören. Dafür gibt es empfindliche Strafen.

    Und ansonsten würde für eine effektive Verhinderung von Gefahr wohl eher legitim sein, einen Wildernden Hund zu schießen, als eine Einstufung, bei der man auf eine Zuverlässigkeit vertrauen muss, bei der man davon ausgehen darf, dass der Halter sich wahrscheinlich eh nicht dran halten wird.

    Ich kenne das Spiel hier in der BUS mit Leinenpflicht, da wildern genug Hunde trotzdem, dann fahren die Halter einfach raus, wo sie niemanden treffen und lassen ihre Fiffs im Naturschutzgebiet freilaufen.

    Das ist Aggression gegen Rudelfremde im eigenen Revier auch und trotzdem wird jeder Verständnis dafür haben, wenn der HSH der regelmäßig Kleinhunde oder Fußgänger attackiert eingestuft und eingezogen wird.

    Sicher, nur ist ein Hund der Wild reißt nicht automatisch auch daran interessiert Fußgänger oder Kleinhunde zu attackieren. Er hat Wild gerissen, und keinen Fußgänger.

    Er kann sogar selbst ein Kleinhund sein. DJT, Dackel, Rattler.

    Da muss ja auch keiner mitgehen. Die Landedverordnungen sind da aktuell wie sie sind und da steht eben ganz klar drin, dass solche Hunde eingestuft werden koennen.

    Und - wie gesagt - ich fuer meinen Teil finde das gut so!

    Ja, das ist so. Ich finde diese Entwicklung echt gruselig.

    Meine Hunde jagen in ihrer Freizeit nicht, aber Jagdverhalten ist einfach etwas völlig normales im Verhaltensspektrum eines Raubtiers.

    Sicherlich gehört da Erziehung oben drauf oder man muss halt die Leine dranlassen.

    Würde man die Gesetze so radikal durchsetzen, würde es hier im Forum für einige auch echt Duster aussehen. Mäuseln ist ja nun auch das nachstellen inkl. töten eines Tieres. Ja, die schreien nicht so herzzerreißend wie Rehe, können unter Umständen aber viel bedrohtere Arten sein. Und grade bei geschützen Arten ist der Gesetzgeber eigentlich nochmal radikaler als bei sowas verbreitetem wie Rehwild.

    Natürlich sollte es verpönt sein, dass ein Hund wildert. Genauso wie es verpönt sein sollte, wenn Hunde Fremde Leute anspringen und einfach nicht gehorchen. Aber deshalb ist ein Hund doch nicht gleich für Menschen gefährlich, viele der Extremsten Jagdhunde die ich kenne, sind mit Menschen absolute Schätze und weit weg davon gefährlich zu sein...

    Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung alleine da, aber wenn darüber diskutiert wird, dass ein Hund gefährlich sei, weil er Wild reißt, dann macht mich das echt sprachlos.

    Selbstverständlich darf sowas nicht passieren und die Schuld ist beim Halter und der mangelnden Erziehung oder Management zu suchen, aber dass ein Hund, ein Raubtier, Wild nachstellt und deshalb eingestuft oder gar eingezogen werden soll, die Vorstellung finde ich echt gruselig.

    Eine entsprechende Geldstrafe für den Halter und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil er das Reh hat leiden lassen, ja, gerne. Aber einen Hund dafür Einzustufen, nein, da gehe ich nicht mit.

    Bitte nicht alle 1-2 Stunden raus mit dem Welpen..

    Such dir einen guten Züchter, bei dem die Welpen bereits an einen Alltag gewöhnt werden, wo sie nicht 24/7 betüddelt werden und dann wird das alles auch halb so wild.

    Alleinebleiben übt man von Anfang an.

    Raus geht man mit dem Welpen, wenn es Sinn macht. Wenn ein Welpe schläft, dann braucht der nicht alle 1-2 Stunden raus. Da würde ich bei deinen Rassen aber auf jeden Fall schauen, dass der Züchter das auch vernünftig macht und nicht so nen Mist mit irgendwelchen Puppypads und in die Wohnung pinkeln.

    Gut gemeint ist auch nicht automatisch gut gemacht.

    Nur weil ich die Welpen mit Kindern in Kontakt bringe, heißt das nicht automatisch, dass der Welpe auch das mitnimmt, was ich mir bei dem Gedanken erhofft habe. Vor allem wenn ich viele Faktoren habe, die ich nicht beeinflussen kann. Entspannt Autofahren hat man als Züchter viel mehr im griff, als eine Horde Kleinkinder.