ER kann nichts dafür das wir das falsche Zuhause für ihn sind.
Wie genau meinst du das?
Zwinger scheidet aus. Wie soll das funktionieren? Er ist es gewohnt im Haus zu leben, bei uns zu sein. Zu spielen, gestreichelt zu werden etc.. 1000 Gründe, nein das ist keine Option.
Da war er einfach nur "krank" mit seinen Beinchen. Hätte er damals schon Aggressionen gezeigt hätten wir ihn niemals behalten. Er war ja erst nur PS. Es hat sich über die Jahre aufgebaut. Also haben wir sicher mit dazu beigetragen. Wir haben wohl leider bei ihm einiges falsch gemacht. Ich weiss aber nicht womit GENAU wir sein Verhalten getriggert haben....
Eine andere Trainerin hatte genau diesen Ansatz. Sie sagte auch ganz klar ich bin zu weich für diesen Hund......
wir haben das dann eine Weile gemacht, also MK drauf und ihn bewusst in Situationen gebracht die er nicht mag und dann gemaßregelt und beim kleinsten Anzeichen von Beschwichtigung seinerseits eine Party gefeiert..... Tatsächlich hat er mich ernster genommen dann. Aber diese Art des Trainings fühlte sich irgendwie nicht richtig an..... Evtl. hätten wir da weitermachen sollen.......
So wie es klingt, passt euer Umgang einfach nicht für einen Graf Rotz und könnte tatsächlich zu vermenschlicht sein.
Nimm es mir nicht Krumm, aber du findest grade 1000 Ausreden und Gründe wieso Maßnahmen, die DIR und DEINE TOCHTER sofort das Leben erleichtern würden, nicht gehen sollten und ich vermute mal, dass du im Alltag auch sehr viele Ausreden finden würdest, wieso dein Hund sich verhält wie er sich verhält um diese zu entschuldigen. "Er hat ja so schlechte Erfahrungen gemacht, Angstbeißer, etc.". In erster Linie sollte es aber deiner Tochter gut gehen in ihrem Zuhause, und sich nicht nach einem Hund gerichtet werden.
Es geht bei Grenzen nicht darum, einen Hund sinnlos unfair zu behandeln, sondern für seine Grenzen und seine Verantwortung einzustehen. Dabei braucht man auch nicht super verkopft sein und irgendeinen Perfektionismus anstreben, der nicht in die Lebensrealität passt. Und es ist auch keine Rechtfertigung, euch anzugehen, nur, weil er vermutlich (manche Hunde sind auch einfach so, ganz ohne schlechte Erfahrungen), mal mit einer völlig anderen Person schlechte Erfahrungen gemacht haben könnte.
Hunde sind einfach gestrickte Gewohnheitstiere, die im Hier und Jetzt leben. Diese ganzen perfekten Zuhause, wo der Hund sich grenzenlos wie offene Hose benehmen dürfte, weil keine "Triggerpunkte" vorhanden sind, die gibt es nicht. Hundehaltung braucht keinen Perfektionismus, sondern Realismus und Pragmatismus.
Man kann einen Hund abgeben, man kann einem Hund einen Zwinger bauen und hat dadurch dann auch wieder mehr Luft und weniger Stress. Auszeiten sind super wichtig. Für Mensch und Hund.