Beiträge von WorkingDogs

    Eine Depression ist individuell, kann jeden treffen und ist einfach nur schlimm. Zusätzlich gibt es aber auch viele andere Dinge, die einen aus dem Leben werfen können. Eine eigene Krankheit, ein Unfall, ein schwer krankes oder pflegebedürftiges Familienmitglied, ein Sterbefall. All das kann einen an die Grenze bringen.

    Sehr erschreckend ist ja aber einfach, dass es häufig nicht mal begründet ist, sondern die Tiere einfach im ganz normalen Alltag hinten drüber fallen und die Ressourcen unterschätzt wurden die so ein Tier benötigen kann.

    Schreibt doch auch niemand, dass man keine Depressionen haben darf. Geht halt darum dass man sich selbst einschätzen können sollte, wenn man sich ein Lebewesen anschaffen möchte.

    Hier scheinen nur einige das nicht zu verstehen und lieber die Sau durch's Dorf zu treiben.

    Ich denke darum geht es gar nicht, das Verständnis für diese Art von Erkrankung ist ja mittlerweile zum Glück sehr hoch. Trotzdem ist es keine Entschuldigung dafür sich aus der Verantwortung zu stehlen.

    Es ist auch ok Fehler zu machen, etwas zu unterschätzen. Aber dann sollte man dazu stehen und Verantwortung übernehmen und sich nicht die Situation schönreden mit der Intention sich selbst keinen Fehler ein zu gestehen wollen.

    Ich habe mich auf dein Zitat bezogen, dort war von verbieten die Rede.

    Ja, war es, die TE versucht über Gewöhnung zu gehen und ihr wird direkt geschrieben, dass sie auf keinen Fall Knurren verbieten sondern immer akzeptieren. Tja, bei manchen Hunden wäre ein sauberer Abbruch aber nun mal genau der richtige Weg, gemeinsam damit zu überlegen was der Partner realistisch darf und was nicht um einen Kompromiss fürs Zusammenleben zu finden.

    Deshalb meine Anmerkung, und ja, natürlich wird mit solch einer Aussage impliziert (notfalls mal Google bemühen was das bedeutet!) dass nur nette Wege ok seien. Gewöhnung und Verbieten fallen ja weg, viel mehr bleibt dann ja nicht mehr außer Belohnungsansätze und Management.

    Schreibt doch auch niemand, dass man keine Depressionen haben darf. Geht halt darum dass man sich selbst einschätzen können sollte, wenn man sich ein Lebewesen anschaffen möchte. Und wie gesagt, eine Lösung kann ja auch sein dass das Tier in solchen Phasen betreut wird. Dann ist doch alles gut.

    Aber es geht einfach nicht, dass eine Grundversorgung, wozu je nach Rasse auch die Pflege gehört, wegfällt weil man keinen Kopf dafür hat. Das Krallen mal etwas lang werden ist ja das eine, aber Filzmatten sind eben höchst unangenehm. Genauso verwehrte Tierarztbesuche bei akuten Schmerzen.

    Es ist doch in Ordnung, Texte sind immer Interpretation und genug Leser werden es so interpretieren wie ich es tue, auch wenn der Schreiber eine andere Intention hatte.

    Zurück zu Hunden: Ob man jetzt ganz allgemein Knurren nie verbieten darf/kann/soll - das ist hier ja nicht das Thema. Hier in diesem Fall hat das Übergehen zu einer deutlichen Eskalation geführt, mit der der Mensch dann nicht umgehen konnte - es war also ganz sicher der falsche Weg (so, wie es gemacht wurde).

    Die TE verbietet das Knurren doch gar nicht, der Trainingsansatz läuft über Gewöhnung und Desensibilisierungsversuche:

    Der Trainingsplan sieht so aus: Ich hab Lucy in den letzten Wochen an einen gut passenden Metall-Maulkorb gewöhnt. Jetzt soll mein Freund täglich ruhig, aber beharrlich ganz einfache Handgriffe mit ihr üben, während sie durch den Korb gesichert ist. Die Hoffnung war/ist, dass sich ihr Verhalten legt, wenn sie mit dem Knurren dauerhaft keinen Erfolg hat.

    Ja, der Hund steigert sich da rein. Ist jetzt wahrlich keine Überraschung. Zu implizieren dass die Lösung sein könnte dass der Hund mit dem Verhalten Erfolg haben muss kann dann genauso zum Beißvorfall mit Ansage führen. Steigern sich viele nämlich nicht weniger rein.

    Deshalb schreibe ich auch nicht von Leistung, sondern von Verantwortung. Hundehaltung hat nun mal nicht nur Sonnenseiten, da sollte man wirklich schauen. Es ist ja auch vieles ok, aber zumindest eine Grundversorgung sollte auch in schlechten Phasen nicht hinten drunter fallen. Das ist nicht ok, wenn man sich Tiere anschafft.

    Aber ich finde spannend das impliziert wird es würde auf jeden Fall klappen wenn man das Thema langsam und nett angehen würde

    Das hast du reininterpretiert.

    Hab ich?

    Knurren immer akzeptieren und nie bestrafen. Das führt nur dazu dass die nächste Stufe eingesetzt wird, das abschnappen.
    Lasst das Zwangsanfassen unbedingt sein.



    Genau das wurde hier doch nicht nur einmal geschrieben. Und es stimmt so leider nun mal nicht, wenn man je nach Typ Knurren akzeptiert und daraufhin „Druck“ rausnimmt kommt man zu genau dem selben Ergebnis, ein Hund der weiter eskaliert und der im Alltag immer mehr Aggressionsverhalten etablieren wird. Weil er damit Erfolg hat.


    Auch sowas wie Schönfüttern klappt nicht bei jedem Hund! Bei manchen heizt man den Konflikt damit erst Recht noch an.

    Das ist einfach ein sensibles Thema bei dem es viel Auge, Gefühl und keine Pauschallösungen gibt. Da brauchts im Zweifel einen sehr fähigen Trainer der unterstützt.

    Ich hoffe nur, dass in Zukunft dann in diesem Forum auch bei dem immer wieder empfohlenen Pudel auf die inzwischen anscheinend häufig anzutreffende beschissene Fellqualität hingewiesen wird.

    Ich denke es geht einfach darum dass man dort einfach pflegen muss, egal ob gute oder schlechte Wolle. Muss man ja bei vielen Rassen.

    Das ist aber in der Tat etwas was erwähnt gehört weil es super wichtig ist und eine hohe Priorität haben muss bei diesen Rassen. Es kostet Geld, Zeit und ist keine Option.

    Dagegen sind Rassen wo man vielleicht mal bürstet damit im Fellwechsel die Bude nicht so dreckig wird in der Tat einfacher weil da sowas nicht passieren kann.

    Gleiches mit Zähneputzen, da sind ja nun auch nicht alle Rassen so empfindlich mit Zahnsteinbildung.

    Ein an Ort und Stelle festhalten (durch leine) und dann trotz „ nicht anfassen“ zu streicheln , ist kein „versehentlich berühren“.

    Das ist der Trainingsansatz, ja. Liest man den Eingangsbeitrag, dann wird aber schnell klar dass die Hündin das ja auch gerne im ganz normalen Zusammenleben zeigt. Ich persönlich würde das trainingstechnisch auch anders machen.

    Aber wieso nicht langsam und nett das Vertrauen aufbauen und an dem Thema arbeiten?

    Ich werde mich hüten hier irgendwelche Tipps zu geben. Aber ich finde spannend das impliziert wird es würde auf jeden Fall klappen wenn man das Thema langsam und nett angehen würde, das kann einfach am Ende nicht weniger in die Hose gehen.

    Wobei man dazu sagen muss, die allermeisten Nutztiere sehen doch eh nie Sonnenlicht und werden unter horrenden Bedingungen gehalten. Und leider fällt das gesetzlich ja nichtmal unter Tierquälerei.

    Das ist so, mir ging es eher um dieses „Tiere laufen nebenbei“, das tun sie nämlich ganz und gar nicht, der Hund ist da doch noch das einfachste und anpassungsfähigste was man sich anschaffen kann.

    Aber auch Tiere in der kommerziellen Haltung müssen versorgt werden, Landwirte stehen nachts auf, müssen mehrmals täglich füttern, pflegen, und und und. Die laufen eben auch nicht nebenher, hat man Tiere richtet sich der eigene Tag ganz schnell danach welche Bedürfnisse diese haben.