Beiträge von WorkingDogs

    Bei uns steht dieses Jahr noch eine Ausstellung an. Im nächsten Jahr möchte ich dann 2 Stämme gelbe Ramelsloher, einen Stamm Mechelner und einen Stamm Zwerg-Hamburger haben. Mal schauen ob das klappt, ich brauche erstmal noch neue Hähne.

    Außerdem werde ich mich daran versuchen gelbe Ramelsloher mit ostfriesischen Möwen zu kreuzen, da habe ich nämlich einen wunderschönen Hahn bekommen.

    Pommernenten und Leinegänse sind auch wieder gesetzt. Meine Laufenten würde ich gerne um drei Mädels ergänzen

    Gibt es eigentlich auch Bestrebungen, besonders wenig/leise krähende Hähne zu züchten? Dafür gäb's heutzutage ja doch Bedarf.

    Ich hab niemanden in meinem Bekanntenkreis der das irgendwie forciert.

    Denke das Problem ist, dass die die den Bedarf haben nicht die sind, die züchten (wollen).

    Vielleicht nochmal zur Erklärung, man ist beim züchten von Hühnern ja nur sehr wenig auf den Verkauf angewiesen. Wichtig ist viel mehr der Kontakt zu anderen Züchtern für einen regelmäßigen Blutsaustausch.

    Einen Markt zu bedienen ist eher was für Vermehrer und da zählt vor allem eine bunte Mischung und die Kunden halten einfach keine Hähne.

    Für einen Hahn bekommt man realistisch 10-30€, wenn man überhaupt mal einen verkauft. Viel wichtiger sind Legeleistung oder fleischmasse.

    Zum Thema schwarz-weiß, irgendwo wird man nun mal Grenzen definieren müssen und da werden natürlich Tiere unter die Räder bei kommen. Das lässt sich doch gar nicht verhindert.

    Geht man den Weg der Niederlande und sagt, 1/3 Schnauze ist Pflicht, so als Beispiel?

    Ist wahrscheinlich die einfachste und messbarste Möglichkeit im Falle der Brachys.

    Alternativ zu haltungsverboten könnte man ja wieder Sonderabgaben einführen die abschrecken sollen. Das funktioniert sicherlich auch.

    Aber irgendwie ist es immer „wasch mich, aber mach mich nicht nass“. Einschläfern ist doof, keine Krankenversicherung ist doof, haltungsverbot ist doof, usw.

    Ja, Werkzeuge zur Regulierung sollen genau das tun. Die Nachfrage regulieren. Natürlich geht das auf Kosten der existierenden Tiere zugunsten künftiger Tiere.

    Alles hat einen Preis.

    Das Thema Qualzucht ist ja nicht hundebezogen, tatsächlich machen Hunde sich den kleinsten Teil der Problematik aus, der Nutztierbereich ist wesentlich stärker betroffen, genauso gibt es zahlreiche Kleintierrassen.

    Ein konsequentes Haltungsverbot wäre zielführend, die Notschlachtung oder Einschläferung ist schon bei anderen Thematiken Satz.

    Diese Debatte betrifft eben nicht bloß Hunde, man ist momentan nur sehr bereitwillig alles mögliche als Qualzucht zu deklarieren, völlig egal wie sinnvoll das ist.

    Selbstverständlich benötigt es eine gewisse Messbarkeit, ob man da nun eine ethische Problematik, nun ja, es geht ja nicht darum, gesunde Tiere einzuschläfern, sondern Tiere die leiden und sich quälen.

    Klar kann man auch einfach einen Bestandsschutz schaffen. Haltungsverbot ab 2025, Konsequenz ist Beschlagnahmung und alles was vorher gemeldet war hat Bestandsschutz, das ist ein gängiger Weg bei solchen Dingen.

    Hier setzt doch auch keiner „gefällt mir nicht oder finde ich doof“ an? Mal als konkretes Beispiel das Ektropium. Wäre - vernünftigerweise - nach neuer Regelung (wenn sie denn kommt) ein zuchtausschließendes Merkmal. Trotzdem würde man ein betroffenes Individuum doch wohl nicht einschläfern, sondern operieren lassen.

    Natürlich sind wir da. Wo Quälen sich denn Nackthunde zum Beispiel? Auch fehlende Zähne sind keine Qual. Genauso Verzwergung.

    Wo bitte ist ein DM-Risikofaktor eine Qual? Oder MDR-1? Oder Merle? Das sind keine Abstufungen, das ist Schwachsinn.

    Brachzephalie, Faltohrkatzen, Widderkaninchen, diverse Schau-Tauben sind tatsächlich absolut bemitleidenswert, weil sie Schmerzen oder Qualen leiden (Atemnot), und das operiert man auch nicht einfach weg.

    Natürlich kann man die Hundezucht kontrollierter gestalten, wenn man meint das macht Sinn, aber doch bitte nicht unter dem Deckmantel Qualzucht, das ist so ein Blödsinn.

    erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.

    Ja, Schmerzen, Leiden oder Schäden.

    Alles Gründe zum Einschläfern.

    Im Grunde sind auch Kleinhunde erheblich umgestaltet. Die leiden aber nicht drunter, sind aber im Vergleich zum „Original“ natürlich einigeschränkt und erwiesenermaßen eine Erscheinung der Domestizierung.

    Nach TSchGesetz ist leiden die Grenze, nicht gefällt mir nicht oder finde ich doof.

    Nee, sehe ich anders und ich habe nicht mal eine Qualzucht . Ich sehe da schon Abstufungen. Es gibt doch auch genug alte Hunde, die Einschränkungen haben, aber noch genug Lebensqualität um eine Euthanasie noch nach hinten zu schieben.

    Qualzuchten haben diese Einschränkungen leider von Geburt an und gehören daher meiner Meinung nach verboten.

    Ist aber eh müßig sich darüber zu streiten, da im Moment nicht mal ein Zuchtverbot besteht.

    Es geht aber darum, Qualzuchten zu verbieten und nicht Hunde mit Einschränkungen.

    Wie ich schon sagte, hier kommt wieder viel zu sehr der eigene Geschmack in die Diskussion.

    Es ist eigentlich ganz einfach, leidet es, kann man es verbieten und auch entsprechend einschläfern falls das verbot umgangen wird.

    Ein bisschen Leid ist ok, oder was? Und Einschränkungen führen eben nicht zwangsläufig zu Qualen.

    Ganz einfach eigentlich.

    Aber es zeigt mal wieder, dass das Thema immer mehr dazu missbraucht wird, verbote durchdrücken zu wollen, die auf dem eigenen Geschmack basieren und es gar nicht mehr um den Kern der Sache zu gehen scheint.

    Ich mag übrigens keine Plüschbomben, könnte man sicherlich auch irgendwie so verargumentieren, dass die keiner mehr züchten darf…

    Sich dagegen zu sträuben, sich quälende Tiere einzuschläfern, Weil die Besitzer dran hängen ist für mich dikussionstechnisch auf dem Level, dass man eine Qualzucht bräuchte wegen ihres besonderen Charakters. Hat wenig mit Tierliebe zu tun, mehr mit Egoismus.

    Sicher gibt es Exemplare, da wäre das eine Erlösung. Müsste aber im Einzelfall geprüft werden und ansonsten gilt der Bestandsschutz

    Dann sprechen wir doch aber überhaupt nicht von Qualzucht.

    Entweder will ich Qualzucht verbieten, weil die Tiere sich eben quälen, was ein verbot rechtfertigt und dann genauso rechtfertigen würde die bestehenden Tiere einzuschläfern, weil diese sich ja genauso quälen wie die zukünftigen Tiere.

    Oder es ist in Wirklichkeit doch alles nur halb so wild und Panik mache.

    Mit dem kupieren kann man das überhaupt nicht vergleichen, kupierte Tiere leiden nicht unter Qualen, das kupieren selbst ist aber mit schmerzen verbunden.