Beiträge von WorkingDogs

    Ich mache bei meinen Hunden Wild nicht interessant, indem ich sie es beobachten lasse.

    Wild wird - bei Sichtung - mit: "Joah, ein Reh/Hase/Eichhörnchen, interessiert mich/uns nicht - Weiter." kommentiert.

    Parallel dazu baue ich das Interesse für die Ersatzbeute auf, und achte darauf, diese Aufgaben unter Berücksichtigung des Ausbildungsstandes so zu gestalten, dass der Hund seine jagdlichen Fähigkeiten - die ja im Laufe des Trainings immer besser und vom Hund gezielter, also mit "Kopf", eingesetzt werden - auch voll einsetzen kann.

    So funktioniert das aber bei meinem Hund nun mal nicht. Ersatzbeute ist ihm völlig egal. Dafür macht er keine Kralle krumm.

    Ich finde es wichtig das Vorgehen dem individuellen Hund und dessen Eigenschaften anzupassen. Bei uns ist die Impulskontrolle bei laufendem Wild extrem wichtig. Werfe ich ihm nen Dummy, guckt er in Seelenruhe. Das bringt ihn 0,0 aus der Fassung. Ich muss am bewegten Objekt arbeiten, deswegen darf er gucken, muss aber ruhig und im Sitz bleiben.

    Hier sollte man auch die Rasse berücksichtigen. Retriever sind genau dafür gezüchtet, ein Jagdgeschehen zu beobachten und sich zurückzunehmen. Das ist bei dem Typ Hund auch einfach keine Kunst und schreibt sich leicht.

    Hütehunde zum Beispiel zeigen sich hier mEn zB ganz anders, die lassen sich von Bewegungsreizen in einem Maße triggern, das ist man mit Retriever nicht gewohnt. Einfach komplett verschiedene Welten.

    Rassen wie der DD oder DJT bringen dann noch Schärfe mit, sind insgesamt kerniger und haben auch mehr Jagdtrieb.

    Aber selbst mein Retriever findet Wild wesentlich geiler als Ersatzbeute (ja, auch Dummys). Wird aber auch am Wild gearbeitet.

    Ich selber habe ja auch ein Thema mit dem werfen, und finde, dass das auch wenig mit der eigenen Sportlichkeit zu tun hat. Ist halt Hand-Augen-Koordination und wird durch Fehlsichtkeiten nochmal beeinflusst, berufsbedingt auch oft ein Defizit, wenn man überwiegend und viel am Bildschirm arbeitet.

    Wirkliche Verbesserungen erziele ich durch Jonglieren. Also so ganz ab von Fitnessübungen oder stumpfem „Werfen-üben“.

    Im Dummysport auch nicht unbedingt geil, Weil ich Flugbahnen nur schwer steuern kann.

    Mich nervt das Apportiertquadrat per se auch nicht.

    Mich nervt, dass da einer sofort losrennt und einem das Holz perfekt zurecht legt.

    Naja, eine andere Lösung ist aber schwer umsetzbar weil es immer was zu meckern geben würden und der Helfer damit total in die Schusslinie gerät. Aus den selben Grund findet man doch auch kaum eine Gruppe die sich noch bewegt.

    Eine perfekte Lösung für alle Leistungsstufen wird sich da nicht finden lassen, hat alles sein Für und Wider.

    Es gibt natürlich Hundesportler, die sind zu faul vernünftig werden zu üben und auf der anderen Seite aber auch genug, die es perfektioniert haben und genau wissen wie sie was wann werfen müssen. Sei es damit das Holz für die Aufnahme perfekt liegt, der Hund mehr Tempo bekommt oder es wird direkt hinter die Hürde geworfen, damit der Hund gar keinen Weg hat.

    Ich begrüße es, dass sich da an einer Änderung nicht an denen orientiert wird, die es eh nicht hinbekommen (wollen), sondern an aktiven Hundesportlern, die auch vernünftig Prüfung laufen wollen und sich dem sportlichem Vergleich stellen.

    Leider kann man nicht alles haben, finde aber gut, dass sich die PO nicht danach richtet, ob jemand fähig ist ein simples Holz zu werfen. Immerhin geht es um Hundesport und nicht darum das Sportabzeichen abzulegen.

    Für mein laienhaftes Rechtsverständnis ist Schadensersatz nur dafür da, genau das zu tun, einen Schaden zu ersetzen. Das ist kein Bußgeld, das den Verursacher mehr oder weniger hart bestraft, sondern Geld, das den entstandenen Schaden beim Geschädigten ersetzen soll.

    Sehe ich auch so. Und dann tückische ist eben, dass es nicht den Wert der Wiederbeschaffung spiegelt.

    Ein wirtschaftlicher wert

    Bzgl. Des Bringens glaube ich nicht, dass das Ziel war den HF das Werfen zu erleichtern, sondern der Hintergrund wird sein, passiges werfen zu unterbinden.

    Nicht selten sieht man auch auf überregionalen Veranstaltungen, dass das Holz bewusst hinter die Hürde oder extra weit

    geworfen wird.

    Dass das nun HF entgegen kommt, die nicht gut werfen können ist eben so, wenn sich alle eine PO teilen.

    Leichtere Hölzer sind außerdem schwieriger auszubilden was das knatschen und rollen angeht, schweres Holz ermuntern den Hund von sich aus, fester zu greifen, leichtere Hölzer sind da doch schwieriger auszubilden.

    Ich bin da etwas im Zwiespalt.

    Mich nervt natürlich, dass es in den unteren Prüfungsstufen immer einfacher wird.

    Auf der anderen Seite führe ich aber nun mal in der 3, BH bis 2 haben also wenig Relevanz für mich, ich werde in der 1 trotzdem die Übungen aus der Bewegung zeigen, usw., und in der 3 hat sich ja nicht großartig was verändert. Im Gegenteil, viele Dinge in der PO sind klarer für die Richter geworden (wurde mir so erklärt, ich bin kein Richter). Das ist natürlich zu begrüßen, aber einen Impact auf meine Ausbildung wird es nicht haben, dass die 1 oder 2 etwas leichter geworden sind.

    In manchen Bereichen würde ich mir auch mal wünschen, dass es mehr Anspruch gibt, dieses nach unten orientieren nervt schon.