Beiträge von WorkingDogs

    Was das kläffen in Mietswohnungen oder auch Wohngebieten angeht, kann man aber mit vielen Rassen ein Problem bekommen. Genauso pöbeln, das hat ja nichts mit wachen oder schützen zu tun. Genug Rassen sind selbstbewusst genug, es fürchterlich witzig zu finden, Leute oder Artgenossen zu verbellen. Das ist auch irre selbstbelohnend. „Ich belle, der bewegt sich. Toll!“ und so nimmt das Problem seinen Lauf. Das trifft auch auf Dackel, Terrier, Hütehunde, usw. ja sogar Pudel durchaus zu.

    Ich selbst bin da übrigens total empfindlich und hasse Gekläffe, meine Hunde dürfen das nicht. Die sollen sinnvoll anschlagen, sonst nicht.

    tun es auch pellets? oder MUSS es mehl sein?

    die bärte meiner lachsis verkleben damit so eklig und dann pulen sie es sich gegenseitig raus und reißen dabei federn ab usw

    habe jetzt also von golddot legehennen pellets geholt, das wurde hier ja mal empfohlen? ist das ausreichend?

    damit sie mehr pellets essen (weil winter ist) habe ich schon die körner- und würmer-portion eingeschränkt.

    wenn sie zusätzlich legemehl haben MÜSSEN kriegen sie das natürlich auch

    Nein, du kannst auch pellets geben, Mehl beschäftigt einfach länger. Schau drauf, dass es als alleinfutter deklariert ist.

    Golddott ist super.

    Das Problem ist weniger der Hund als eine unpassende Führung und „das kann man ja erziehen“.

    Gartenparty? Da sind meine Gebrauchshunde im Zwinger. Es klingelt? Da geht es nicht mit zur Tür „Hallo sagen“. Unterwegs mit fremden Hunden spielen? Gibt es bei uns nicht. Urlaub mit Freunden? Gibt es bei uns ebenfalls nicht wirklich. Mit ins Büro? Eher nicht.

    Gar nicht mal, weil sie unfreundlich sind, die sind da sogar ziemlich unkompliziert, sondern weil sie normalen Menschen vom Typ her zu doll sind. Zu schnell, zu stürmisch, zu laut. Und das erzieht man auch nicht weg, beliebt sind eben unscheinbare Hundetypen, keine Haudegen.

    3-4x die Woche Hundeplatz, die begleiten mich zum joggen, abends und in der Nacht zum Vieh - da sollen die auch anschlagen wenn etwas komisch ist.

    Und wenn einen das stresst, weil man sich Hundehaltung so ganz anders vorstellt, dann bringt das nichts. Viele fühlen sich sehr eingeschränkt davon, dass man diesen Hundetyp nicht einfach laufen lassen kann. Man muss immer gucken und mitdenken.


    Der Havaneser einer Freundin ist da ganz anders. Begleitet sie auf Arbeit in die Psychische Klinik, auf Partys kommen und gehen die beiden gemeinsam, unterwegs wird jedem Hallo gesagt, und mit Menschen braucht sie auch null schauen.

    Ich bin im Leben doch fraus (gegendert :flexed_biceps: ) genug, mein Leben selbst im Griff zu haben, da brauche ich keinen Hund dazu.

    Das hat doch damit nichts zu tun. Bei uns wird zum Beispiel regelmäßig im Außenbereich eingebrochen. Die Polizei braucht Minimum 30 Minuten, nachts ist hier nichts mehr besetzt. Auch da herrscht Personalmangel.

    Ja, da schätzt man einen Hund der entsprechend Krach macht, aber nicht gleich bei jedem Spaziergänger am Grundstück abdreht.

    Und nein, einfach zuschauen ist keine Option, wenn jemand in Stallungen einbricht.

    Vor allem seitdem die Lebensmittelpreise so angezogen haben, merken wir das, auch was Streuobst und co angeht. Das ist leider die bittere Realität.

    Der TE nach ihren Beschreibungen eher nicht. Aber macht das einen wirklichen Unterschied in einer Zeit, wo sich jemand Lassi wünscht und dazu immer reizoffener gezüchtet wird und unzählige dubiose Quellen für Hundevermehrung dazu kommt?

    Ja, natürlich. Sehr viele Leute sind mit dem was sie kaufen überfordert.

    Ehrlich, ein klar gelagerter Zwergschnauzer mit vernünftigem Wachtrieb ist wesentlich angenehmer als ein angekratzter und unsicherer Mini-Aussie.

    Muss man das wirklich so herausarbeiten? Denn dann klingt es wieder nach - naja echte Gebrauchshunde machen nur ernst, wenn es wirklich drauf an kommt (Mensch verletzt oder krank), dann aber ohne großes TamTam. Und schon klingt es ja viel weniger schlimm. Genau das ist doch aber der Grund, wieso Anfänger immer denken - ich will nen Schutz- und Wachhund.

    Ich seh da einfach nichts verwerfliches dran, das zu wollen, auch, wenn es nicht forenkonform ist. Hat auch nichts mit Gebrauchshund zu tun, wie gesagt, ich hab auch schon sehr klare, nervenfeste und wachende Zwergschnauzer erlebt. Meinen Labrador würde ich nicht als Einzelhund wollen, weil mir genau der Aspekt fehlt. Dann doch lieber Spitz oder Zwergschnauzer.

    Nein, echte Gebrauchshunde machen auch gerne sinnlos ernst, wenn die grenzenlos aufwachsen. Hat dann aber wenig mit Unsicherheit zu tun, sondern weil sie es geil finden. Genauso wie ein ungeregelter Jagdhund dauernd das macht, wofür er gezüchtet ist. Der Punkt ist aber, dass es sich häufig besser lenken lässt als bei angekratzten Hunden.

    Anfänger denken sowieso immer vieles, das ist auch total normal, woher soll man es denn wissen? Viel wichtiger ist die Einsicht und Selbstreflektion und auch die Bescheidenheit vor den Erfahrungen anderer. Wir halt blöd wenn der Anfänger sich direkt für den krassesten Hundetrainer hält, weil die eigenen Eltern mal nen Hund hatten.

    Das Phänomen ist aber irgendwie Zeitgeist „meine Eltern hatten früher“, ja, genau. Die und nicht du.

    Und du traust der TE zu, einen solchen Hund wie deinen auf dem Markt zu finden, zu erwerben und auszubilden als Begleithund, damit er sie wie Lassi vor bösen Menschen beschützt?

    Wo soll ich denn das geschrieben haben?

    Wenn ich einfach einen Hund will, der bisschen Palaver macht, wird man bei massenhaft Rassen fündig.

    Natürlich habt ihr da recht. Aber auch diese Hunde müssen erstmal erwachsen werden. Ich kenne keinen Minimali der bereits mit 6 oder 12 Monaten weiß, wann er ernsthaft schützen muss. :winking_face:

    Und wenn nun ein Hund mit ernsthaftem Schutz- und Wachtrieb bei einem HH mit Lassi-Wunschvorstellung landet Prostmahlzeit.

    Nochmal: Schutz und Wachtrieb hat nichts mit Unsicherheiten und reizoffenheit zu tun.

    Von meinen Gebrauchshunden kenne ich auch keine Jugendlichen Unsicherheitsphasen.

    Wie stark sich wann welche Triebe zeigen, ist Rasse- und auch stark Linienabhängig.

    Problematisch ist eher, das die Hunde immer angekratzter, unsicherer und dabei triebiger werden. Das führt das zu Hunden, die aus Unsicherheit schnell auf Reize anspringen, dabei schnell die Nerven schmeißen, aber genug Trieb haben um den Konflikt trotzdem nach vorne zu lösen.