Ein Hund, der bei Hundesichtung sofort losrennt zu anderen, bzw. das generell bei anderen Verkehrsteilnehmern tut, gehört nicht weniger gesichert und geführt als ein Hund der Artgenossen direkt totbeißen würde. Das ist saugefährlich! Das normale Karabiner da ungeeignet sind, sollte allgemein bekannt sein. Weder ist dieser Gusskram ausreichend stabil, außerdem öffnen diese sich auch gerne unbeabsichtigt durch eine verkantung im passenden Winkel.
Beiträge von WorkingDogs
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Hier war es zb auch mal ein Hund , der in uns gerannt ist, bei dem einfach der Karabiner gebrochen ist. War ok, frauchen hat sich entschuldigt, niemandem ist was passiert. Sowas meinte ich eher.
Ohne entsprechenden Gehorsam sollte es natürlich einfach keinen Freilauf geben.Da hat dann aber auch nicht die Gegenseite Schuld, wenn was passiert. Und selbst mit Maulkorb kann sehr viel passieren, auch schwerste Verletzungen.
Die Frau in einem Beispiel hat ja auch offenbar ganz richtig gehandelt. Sie hatte Glück, niemandem ist was passiert und es tat ihr leid. Das ist ein ganz anderer Umgang mit der Situation.
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Ein Versehen kann auch mal passieren.
Natürlich, deshalb sollte man Welpen nicht auch nicht einfach freilaufen lassen, wenn diese keinen Folgetrieb zeigen. Alles danach nur wenn die Erziehung ausreichend passt.
Wie sieht denn das Versehen eigentlich bei anderen Verkehrsteilnehmern aus? Autos jagen, Züge jagen, Wild jagen, Radfahrer jagen, Vieh jagen. Überall kann der Hund genauso unter die Räder kommen, bishin zum Tod. DAS ist das Risiko von Freilauf. Vor allem von Freilauf ohne passenden Gehorsam.
Ja, Fehler können passieren. Aber dann stehe ich dazu, dass ich einen Fehler gemacht habe und deshalb mein Hund zu schaden kam und da nicht die Gegenseite dran Schuld ist, weil dessen Hund das nicht so witzig fand.
Verantwortung heißt das Stichwort. Für die eigenen Fehler gradestehen und nicht wie ein Kleinkind die Schuld bei den anderen suchen.
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Klingt so, als wenn beim Thema Erwartungshaltung und Selbstregulierung der Aussie stark durchkommt. Einen Labrador kann man beim Gassi eigentlich gut beschäftigen, ohne dass das Thema so arg wird. Selbstregulierung ist bei einigen Hunden ein Thema, die haben einen An-Schalter, aber der Aus-Schalter fehlt. Sehr nervig. Da gibt es mehrere Ansätze, ich fahr gerne eine Mischung aus Hemmung, Erwartungshaltungen abbauen/bedenken und Gehorsam. Völlig ab vom Spaziergang, würde ich ihr das Rammeln verbieten, bevor es zur Gewohnheit oder zum Ventil wird. Die Spaziergänge würde ich von der Gestaltung her überdenken und sie dabei nicht so aufreißen. Klingt danach, als wäre das einfach ihr absolutes Highlight des Tages mit massig Hormonausschüttung, aber anschließend fehlt die Selbstregulierung und der Hund kriegt sich nicht wieder ein. Außerdem spielt bei solchen Hunden auch Stimmungsübertragung eine Rolle. Wie bist du unterwegs und als Mensch und was davon nimmt der Hund mit? Hütehunde können sich nicht so gut abgrenzen wie beispielsweise viele Jagdhunde.
Je nach Hund macht es hier wenig Sinn über Methoden zu diskutieren, weil es oft das "Wie?" und nicht das "Was?" der Grund ist. Beispiel: man kann den Hund ruhig belohnen und in der Ruhe belohnen und man kann den Hund unter lautem gequietsche und gekreische dabei so richtig hochziehen. Beides ist nicht falsch! Die Effekte varieren einfach je nach Hund.
Meine Erfahrung ist, dass man bei Hütehundmixen doch sehr häufig deckeln und Stress bedenken muss, was bei anderen Hundetypen in der Form nicht notwendig ist. Einfach weil die schnell sehr unreguliert werden und dabei auch Dummkram anfangen. Die sind nicht (mehr?) gut durchgezogen darauf, hohe Erregungslagen zu verkraften und sich selbst wieder zu regulieren. Den Werdegang erleben aber auch andere Rassen, nicht nur Hütehunde.
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Grundsätzlich ist nie eine aggressive Situation entstanden
Du hängst dich viel zu sehr an Aggressionsverhalten auf. Jagdverhalten ist ein anderer Funktionskreis, mit Beute spricht man nicht. Dein Hund ist am jagen.
Der Rest wurde schon geschrieben. Absolutes Verbot und dabei massiv werden.
Ggf. ist der Drops aber bereits gelutscht und das wird nichts mehr.
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Vom Gefühl her gerne was Schäferhund light.
Hol dir ne vernünftige Leistungszucht. Das sind keine Monster, beim DSH kannst du dich sogar gut nach den Zuchtwerten richten wo die Reise hingeht.
Ich kenne DSH, Malis, Herder, Chodsky und grade die Light oder Schauzuchten sind vom Wesen oft nicht cool und sicher und die Arbeitseigenschaften sind auch nicht unbedingt vorhanden für klassisch Hundeplatz und Dinge für die es eine hohe Ausbildbarkeit braucht (also weniger Instinkt).
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Wir hoffen auf ein paar Rassevorschläge/ Ideen/ Anregungen.
Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass es bei dir nach Arbeitshund light klingt.
Du machst immer Abstriche und die bilden sich nicht unbedingt einfacher aus als Hunde die auf
Ausbildbarkeit durchgezogen sind und da Fehler verzeihend sind.
Mich konnte bislang keine "Light-Variante" überzeugen. Ist halt Lotto spielen und am Ende halten weder Light-Zuchten noch Showlinien mit. Du hast 3x so viel Arbeit für das halbe Ergebnis und im Alltag sind die auch nicht zwangsläufig einfacher. Und es ist auch viel Glück ob es wirklich passt.
Wenn dir das Thema Scent Detection ernst ist, würde ich eine Rasse anschaffen, die "State of the Art" ist, damit kannst du dann wirlich ernsthaft und grenzenlos trainieren. Vor allem wenn du Trainerscheine anstrebst, würde ich mich auf die Rassen und ihre Eigenschaften konzentrieren, die man hinterher vermutlich auch als Kundschaft haben wird, damit du da auch wirklich Erfahrung sammeln und später anleiten kannst.
Erstmal mit dem starten was normal ist und damit lernen, exoten kann man sich später holen.
Generell finde ich die Anforderungen schwierig. Ausbildungstechnisch sehr Ambitioniert, aber im Alltag soll der Hund vieles mitbringen, was man letztendlich auch erziehen kann mit ein wenig Wissen und Können (was ich erwarte, wenn jemand Hundetrainer wird). Man kann nem Labrador auch gut beibringen, dass rumbollern mit dem anderen Hund nicht erwünscht ist und auch Gebrauchshunde führen sich mit ein bisschen Können eigentlich nicht schwer, vor allem nicht wenn man die als Welpe bekommt und sich alles passend hinlenken kann.
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Zum "breche es halt ab, da fehlt Erziehung..."
Keiner meiner Hunde pöbelt an der Leine. 3 von 5 Hunden sind allerdings nicht leinenführig (nach strenger Definition niemand von ihnen)
Aber: Joey hat Situationen (nicht pöbeln, nicht andere Hunde), da bekomme ich sie nicht abgebrochen. Sie ist so dermaßen hochgepusht, mit einem Vorschlaghammer vielleicht
?
Ich verstehe es daher sehr gut, wenn man sich fragt, wie das gehen soll. Gut, wehret den Anfängen und so. Fiel bei Joey ja in Smillas Krankheitsanfängen rein, ich weiß nicht mal, wie es anfing, zumal sie ja Franks Hund ist.
Manchmal würde ich Joey gerne als Übungsobjekt zu Verfügung stellen
, sehr gespannt, was dabei rum käme...Und die ist sehr nett und sozial und verträglich und kennt Zusammenarbeit.
Einige Trainer haben es bei ihr schon versucht... Wenn sie sich abgeschossen hat, ist sie so komplett in ihrem Film, da funktioniert kein Denken mehr
Ist kein Pöbeln bei uns, daher eher falscher Thread (also sie bellt keine Hunde an), aber so ein: brech es halt ab, mach Gehorsam...
. Bitte, probiert es bei Joey!!! Sie ist auch kein Sensibelchen und ich bin kein Gegner von Abbrechen...Grisu hat fremde Hunde völlig überflüssig gefunden, Enya tut das und Lotta auch. Ihnen zu sagen, dann halt die Backen still, ist kein Ding. Aber einen sich so dermaßen sich reingesteigerten Hund?
(Joey tut das übrigens z.B. morgens beim Aufstehen... und anderen ähnlich sehr wichtigen Gelegenheiten
)Ich finde es macht einen Unterschied ob man Aggressionsverhalten abbricht oder eine hohe Erregungslage, die auftrainiert ist.
Ich käme jetzt ehrlich gesagt auch nicht auf die Idee, einen Hund bei der DJ oder im Schutzdienst durch einen Abbruch emotional runterregeln zu wollen. Gehorsam heißt hier ja aber auch nicht, dass die Hunde sich entspannen sollen. Sie sollen horchen, beispielsweise um Verhalten umlenken zu können. Ich denke die Erwartung ist ja häufig, dass man einmal „Nein“ sagte, abbricht und der Hund schlappt dann scheintot-ignorant neben einem her?!?
Es heißt beispielsweise, dass sie eben vernünftig an der Leine gehen sollen und nicht ziehen, zerren oder eskalieren (was bei großen Hunden auch einfach Mega gefährlich ist). ICH verlange da nicht, dass die scheintot neben mir her schleichen. Aber Schulter ausrenken und sowas muss ja nun echt nicht sein und ehrlich, natürlich wird man dabei mitunter recht doll. Die Alternative kann ja aber auch nicht sein, dass ein Hund sich in die Leine packt, man hinfliegt und der Hund sich dann im Eifer des Gefechtes auf sein Triebziel stürzt.
Natürlich ist dabei die Frage, in wie weit das Verhalten selbstbelohnend ist und der Hund das alles ritualisiert hat, aber man darf natürlich nicht glauben, dass bei einem Hund wo sich das ganze so gefestigt und ritualisiert hat, mit einem Welpen-Abbruch noch irgendwie regeln lässt. Das mag vielleicht bei Hunden gehen, für die sowas wenig selbstbelohnend ist.
Und dann ist das Mindset natürlich auch ausschlaggebend. Gibt einfach Menschen die schaffen mit erstaunlich wenig Energie etwas, das schaffen andere nicht mit nem Vorschlaghammer. So ist das nun mal, sonst wären ja auch alle Sportler Weltmeister, wenn es nicht irgendwo auch Handwerk wäre.
Ein Abbruch funktioniert oft nur in hoher Erregungslage, wenn der Hund ein gut durchgearbeiteten Gehorsam aufweist und durch den Abbruch sein Alternativverhalten hält. Man bricht dann weniger das Fehlerverhalten ab, als dass man das gewünschte Verhalten absichert.
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Wow, ich denke nicht dass hier irgendjemand beurteilen kann, in wie fern die TE dazu berechtigt ist einen Hund zu halten. Ich kenne arbeitsunfähige, schwerbehinderte, da führen die Hunde (ja, Mehrzahl!, ebenfalls als Assistenzhund) ein besseres Leben als bei der Hochglanz-Familie mit Eigenheim.
Für mich klingt das bislang alles nicht schlecht durchdacht und ist doch eh noch Zukunftsmusik, alles weitere wird ja auch der Ausbilder einschätzen und ins rechte Licht rücken.
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Mein Labrador bellt übrigens nicht weniger wenn das Grundstück betreten wird und sogar als sehr kleine Hündin hat die eine wesentlich tiefere Stimme als viele Malis oder Schäferhunde! Das können nämlich auch ganz schöne Quietschen sein! Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein schwarzer Labrador mit unter ernster genommen wird, als ein blonder Malinois.