Beiträge von WorkingDogs

    Ich bin nicht wild auf Hundesport, aber das ist das, was der Trainer mich da machen lässt. Ich würde da jetzt eher an touch und schau denken. Irgendwie ist mir das halt unsympatisch mit dem Futter vor die Nase, damit er da wild drauf ist.

    Kommt einfach drauf an, was man möchte.

    Im Hundesport braucht es ein gewisses Erregungsniveau heutzutage, auch damit der Hund sich bis zum Ende aktiv durch die Prüfung trägt, bei Wind, Wetter und Hitze. Die Hunde sollen ja aktiv, freudig und offen laufen. Dazu taktklar, nicht springen, gerade, usw. Es ist eine der komplexesten Übungen und Futtertreiben nur ein Anfangselement und dieses komplexe Verhalten aufzubauen. Im laufe der Ausbildung nutzt man wahnsinnig viele Elemente aus der Hundeausbildung um zu perfektionieren.

    Der Aufbau über Blickkontakt hat den Nachteil, dass die Hunde damit schief werden. Vor allem im Laufe der Ausbildung wenn sie immer aktiver in das Verhalten kommen, welches sie mit der Belohnung verknüpfen.

    Für den Aufbau über Touch gibt es ebenfalls Ansätze, die sind aber im klassischen Hundeverein eher nicht so stark verbreitet, kann man aber machen und wird auch erfolgreich praktiziert. Da kann man gut im Obedience schauen, gibt dort auch online Kurse zu dem Thema.

    Ich finde auch die Konstellation ausschlaggebend. Größe von Hund und Hundeführer ist nicht unwichtig bei der Methodenwahl. Genauso Charakter, vor allem bei Exoten.

    Der Hund soll beim Futtertreiben lernen, aktiv im Takt in die Hand zu arbeiten, dieses Verhalten wird dann gemarkert (Verstärkt) und ausgebaut, im Verlaufe der Ausbildung durch einen Blickpunkt ersetzt. Es geht da erstmal um „Stimmung“.

    Es gibt kein „Clickertraining“, klickern bedeutet einfach nur einen sekundären Verstärker zu nutzen um Verhalten zu verstärken. Weder kann ich Verhalten verstärken welches nicht auftritt, noch kann ich damit Fehlverhalten hemmen.

    Ich finde allerdings, dass man das Futtertreiben sehr häufig falsch sieht. Weder sollen die Hunde nur hinterherlatschen und gelockt werden, noch sollen sie sich reinsteigern und/oder dem Hundeführer die Finger abkauen.

    Fußarbeit kann man auf unterschiedliche Wege aufbauen, hier kann man schauen was zum Hund passt. Futtertreiben, Targets, Blickpunkte, Stimmung, über die Grundstellung - das alles sind nur Werkzeuge die es zu Kombinieren gilt.

    Sicherlich ist es auch eine Frage was die eigenen Ziele sind, sind diese bescheiden so braucht es Trainingstechnisch natürlich kein super ausgefeiltes Konzept und man kann das ganze auch einfach über Blickkontakt markern aufbauen.

    Bis dahin müsste ich halt mit dem Welpen extra gehen, dass ist mir aber bewusst und kein Problem da ich absolut fexibel und immer zu Hause bin. Sphinx kann sehr gut allein bleiben. Also kein Problem, mit dem Welpen allein extra-Runden zu gehen, Welpenschule ec, Tierarzt.

    Wenn dir das Bewusst ist, dann spricht doch nichts gegen einen Welpen. Super.

    Ich würde das mit den Züchtern des Welpen besprechen, mit die Elterntiere anschauen und einen sicheren Welpen im Mittelfeld nehmen. Bei einer sehr devoten Hündin nicht den Stänkerer, aber auch nichts was zu zurückhaltend ist.

    Geschlecht ist wahrscheinlich fast egal. Dass die von dir beschriebene Hündin einen Welpen tot beißt klingt extremst unwahrscheinlich, solch ein Verhalten findet man eher bei anderen Hundetypen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fragestellerin da massenweise Dummys wirfst und den Hund unter Zwängen zum Apport bringt.

    Meistens hat die Bezeichnung Dummytraining sowieso wenig damit zu tun, und der normale Rumänische Straßenhund wird sicherlich gut alleine ein Ende finden.

    Denke da ist man mit Border Collie auch gerne etwas vorgeprägt, auch was das Thema Zwangsverhalten angeht. Bei anderen Typen ist das einfach nicht so ein riesiges Thema.

    Aber genau das ist doch der Punkt und keine Gassigänge oder Apportiersachen.

    Das war mein erster Beitrag zu dem Hund

    Bei mir würde das Tierchen in einen absolut stressfreien Raum kommen( mit mir oder ohne mich), wo nur Zeug ist zum Schreddern.

    Und was haben jetzt Spaziergänge und Apportieren damit zu tun?

    Ja, Räume schaffen macht Sinn, vor allem in Phasen wo der Hund kognitiv noch gar nicht wirklich verstehen kann was er falsch macht (ganz typisch die Welpenzeit) und wo sich verhalten festigt. Den halben Tag irgendwas schreddern lassen würde ich ihn aber auch nicht, also ich finde nicht dass man das noch extra fördern muss. Eine ganz normale Aufzucht würde sicherlich reichen, das muss nun auch nicht klinisch stressfrei sein.

    Für Sphinx ist vorrangig wichtig (wichtiger noch als das Geschlecht) das der Hund sozverän ist und ihr (sehr ängstlicher und unsicherer, devoter Hund) ihr Sicherheit vermitteln kann.

    Dann würde ich einen erwachsenen Hund holen der genau das erfüllt. Ein Welpe braucht ja noch Sicherheit und wird sich vermutlich eher die Schwachstellen abschauen als auszugleichen.