Beiträge von WorkingDogs

    Vom Gefühl her gerne was Schäferhund light.

    Hol dir ne vernünftige Leistungszucht. Das sind keine Monster, beim DSH kannst du dich sogar gut nach den Zuchtwerten richten wo die Reise hingeht.

    Ich kenne DSH, Malis, Herder, Chodsky und grade die Light oder Schauzuchten sind vom Wesen oft nicht cool und sicher und die Arbeitseigenschaften sind auch nicht unbedingt vorhanden für klassisch Hundeplatz und Dinge für die es eine hohe Ausbildbarkeit braucht (also weniger Instinkt).

    Wir hoffen auf ein paar Rassevorschläge/ Ideen/ Anregungen.

    Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass es bei dir nach Arbeitshund light klingt.

    Du machst immer Abstriche und die bilden sich nicht unbedingt einfacher aus als Hunde die auf

    Ausbildbarkeit durchgezogen sind und da Fehler verzeihend sind.

    Mich konnte bislang keine "Light-Variante" überzeugen. Ist halt Lotto spielen und am Ende halten weder Light-Zuchten noch Showlinien mit. Du hast 3x so viel Arbeit für das halbe Ergebnis und im Alltag sind die auch nicht zwangsläufig einfacher. Und es ist auch viel Glück ob es wirklich passt.

    Wenn dir das Thema Scent Detection ernst ist, würde ich eine Rasse anschaffen, die "State of the Art" ist, damit kannst du dann wirlich ernsthaft und grenzenlos trainieren. Vor allem wenn du Trainerscheine anstrebst, würde ich mich auf die Rassen und ihre Eigenschaften konzentrieren, die man hinterher vermutlich auch als Kundschaft haben wird, damit du da auch wirklich Erfahrung sammeln und später anleiten kannst.

    Erstmal mit dem starten was normal ist und damit lernen, exoten kann man sich später holen.

    Generell finde ich die Anforderungen schwierig. Ausbildungstechnisch sehr Ambitioniert, aber im Alltag soll der Hund vieles mitbringen, was man letztendlich auch erziehen kann mit ein wenig Wissen und Können (was ich erwarte, wenn jemand Hundetrainer wird). Man kann nem Labrador auch gut beibringen, dass rumbollern mit dem anderen Hund nicht erwünscht ist und auch Gebrauchshunde führen sich mit ein bisschen Können eigentlich nicht schwer, vor allem nicht wenn man die als Welpe bekommt und sich alles passend hinlenken kann.

    Ich finde es macht einen Unterschied ob man Aggressionsverhalten abbricht oder eine hohe Erregungslage, die auftrainiert ist.

    Ich käme jetzt ehrlich gesagt auch nicht auf die Idee, einen Hund bei der DJ oder im Schutzdienst durch einen Abbruch emotional runterregeln zu wollen. Gehorsam heißt hier ja aber auch nicht, dass die Hunde sich entspannen sollen. Sie sollen horchen, beispielsweise um Verhalten umlenken zu können. Ich denke die Erwartung ist ja häufig, dass man einmal „Nein“ sagte, abbricht und der Hund schlappt dann scheintot-ignorant neben einem her?!?

    Es heißt beispielsweise, dass sie eben vernünftig an der Leine gehen sollen und nicht ziehen, zerren oder eskalieren (was bei großen Hunden auch einfach Mega gefährlich ist). ICH verlange da nicht, dass die scheintot neben mir her schleichen. Aber Schulter ausrenken und sowas muss ja nun echt nicht sein und ehrlich, natürlich wird man dabei mitunter recht doll. Die Alternative kann ja aber auch nicht sein, dass ein Hund sich in die Leine packt, man hinfliegt und der Hund sich dann im Eifer des Gefechtes auf sein Triebziel stürzt.

    Natürlich ist dabei die Frage, in wie weit das Verhalten selbstbelohnend ist und der Hund das alles ritualisiert hat, aber man darf natürlich nicht glauben, dass bei einem Hund wo sich das ganze so gefestigt und ritualisiert hat, mit einem Welpen-Abbruch noch irgendwie regeln lässt. Das mag vielleicht bei Hunden gehen, für die sowas wenig selbstbelohnend ist.

    Und dann ist das Mindset natürlich auch ausschlaggebend. Gibt einfach Menschen die schaffen mit erstaunlich wenig Energie etwas, das schaffen andere nicht mit nem Vorschlaghammer. So ist das nun mal, sonst wären ja auch alle Sportler Weltmeister, wenn es nicht irgendwo auch Handwerk wäre.

    Ein Abbruch funktioniert oft nur in hoher Erregungslage, wenn der Hund ein gut durchgearbeiteten Gehorsam aufweist und durch den Abbruch sein Alternativverhalten hält. Man bricht dann weniger das Fehlerverhalten ab, als dass man das gewünschte Verhalten absichert.

    Wow, ich denke nicht dass hier irgendjemand beurteilen kann, in wie fern die TE dazu berechtigt ist einen Hund zu halten. Ich kenne arbeitsunfähige, schwerbehinderte, da führen die Hunde (ja, Mehrzahl!, ebenfalls als Assistenzhund) ein besseres Leben als bei der Hochglanz-Familie mit Eigenheim.

    Für mich klingt das bislang alles nicht schlecht durchdacht und ist doch eh noch Zukunftsmusik, alles weitere wird ja auch der Ausbilder einschätzen und ins rechte Licht rücken.

    Mein Labrador bellt übrigens nicht weniger wenn das Grundstück betreten wird und sogar als sehr kleine Hündin hat die eine wesentlich tiefere Stimme als viele Malis oder Schäferhunde! Das können nämlich auch ganz schöne Quietschen sein! Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein schwarzer Labrador mit unter ernster genommen wird, als ein blonder Malinois.

    Wie reagiert ein Labrador darauf? Würde er mich informieren? Den Einbrecher verbellen? Oder würde er ihn freudig begrüßen oder gar ignorieren?

    Ich hab wahrlich keine Zeit grade alles durchzulesen aber hierzu schreibe ich kurz was.

    Ein Labrador reagiert stark auf Menschen. Ihre Lösung ist halt fiddle about und nicht fight aber einem Labrador erkennst du „Besuch“ auf jeden Fall an! Die sind ja nicht neutral, scheu oder distanziert.

    Sicher könnte man denen beibringen das Haus nach Menschen zu durchsuchen und diesen mittels verbellen anzuzeigen, nichts anderes passiert doch auch in der Rettungshundearbeit.

    Labbis sind tolle Hunde, ich denke vieles deiner Wünsche könnte einer erfüllen. Ein schwarzer rüde macht auch gut was her, zur Abschreckung reicht auch oft einfach wenn der Hund bellen auf Kommando kann, das ist mit denen gut machbar, sind ja keine Schissbuxen.

    Nein, einen Hund der nicht in mein Leben passt habe ich noch nicht abgegeben, allerdings schon Hunde die nicht 100%ig gepasst haben.

    Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, von welchen Möglichkeiten man spricht. Für einen vorgearbeiteten, gesunden und gut erzogenen Hund findet sich natürlich mit Leichtigkeit ein hervorragendes Zuhause.

    Sehr viele Hunde eigenen sich ja aber gar nicht unbedingt für das, was sie machen wollen würden oder bei diversen Baustellen gibt es so gar nicht die super-perfekten Plätze, weil die Ansprüche an unsere Hunde hoch sind. Da braucht es manchmal auch Menschen die keine hohen Erwartungen haben und mit gewissen Dingen einfach leben/umgehen können.

    Schöner ist es natürlich immer, wenn man sein Leben dem Hund anpassen kann, aber wenn das nicht geht und eine bessere Abgabe möglich ist, warum nicht?

    wie lebt man mit so einem Hund? Wie macht man für beide Seiten das Beste draus?

    Ich würde nicht mal behaupten, dass dein Hund unzufrieden ist. Der macht sich darüber eher keine Gedanken. Klingt einfach nach einem Arbeitshund ohne Arbeit. Die werden dann „so“ und daran lässt sich auch wenig verändern ohne den Hund passend Auszulasten.

    Das wichtigste ist meiner Meinung nach Akzeptanz und eine angepasste Erwartungshaltung. Auch ausgelastet werden das keine Begleithunde vom Wesen her. Das ist ja auch Quatsch.

    Wenn man da selbst nicht für brennt, dann ist das einfach nur anstrengend. Kostet viel Zeit, Geld und es ist nicht so wie mit einem unkomplizierten Begleithund. Nie.

    Das ist ja irgendwo auch der Kompromiss, der Hund bekommt ein bisschen Ersatzbeschäftigung und der Mensch drosselt im Alltag seine Erwartungshaltung.

    Es ist auch völlig ok, solche Hunde mal wegzupacken und sich abzugrenzen. Da gibt es doch diverse Möglichkeiten.

    Ich wollte jetzt eher darauf hinaus, dass man sich nicht von irgendwelchen Online versprechen und teuren Kursen locken lassen sollte und die Erwartungen einfach auch passend sein sollten. Bringt ja auch nichts zu sagen „mach weiter, das wird schon!“ wenn es realistisch gesehen vielleicht nie so werden wird. Sehr viel Frust kommt aus einer falschen Erwartungshaltung und falschen Hoffnungen. Die Hoffnung dass der nächste Kurs alles ändert, der nächste Trainerbesuch, usw. Und am Ende hat man nur viel Geld gelassen. Akzeptanz ist elementar.

    Zum Thema Fährtenarbeit würde ich mich eher an Sportler wenden, eine Jagdlich Fährte könnte schnell unter Wilderei fallen. Von Sportfährte haben Jäger wenig Ahnung. Da macht es Sinn sich ein Seminar zu suchen, beispielsweise bei Bernd Föry oder Martin Rodzoch (der hat selbst Jagdhunde). Gute Bücher dazu gibt es eher weniger wenn es um den Einstieg geht.