Beiträge von WorkingDogs

    Ich habe mich jetzt nicht in die Datenbanken gestürzt, also vielleicht gibt es irgendwo wissenschaftliche Studien dazu, die alle Punkte zum Thema Rutenverletzung beleuchten. Es scheint ja allerdings nicht der Fall zu sein, dass sich hier die Mühe gemacht wird, solche Daten auszuwerten und ggf. mit Ergebnissen anderer Länder zu vergleichen.


    Es ist mir unbegreiflich, wie man sich beim „prophylaktischen“ Entfernen eines Körperteils so lax auf Hypothesen ausruhen kann.


    Dass nach einer Rutenverletzung schnell gehandelt und amputiert wird, ist ja überhaupt ein völlig anderer Punkt.

    Du kannst andere Länder aber nur bedingt miteinander vergleichen, weil die geländegegebenheiten völlig verschieden sind, man müsste eher schauen, ob ein unkupierter DD hier vor Ort klar kommt und wie damit die Erfahrungen sind. Und da kann ja die Erfahrung schon regional total abweichen, je nachdem wie gejagt wird und wie das Gelände beschaffen ist.

    Nun wird aber mit 3 Tagen kupiert und du kannst doch gar nicht wissen wo ein Hund im laufe seines Lebens überall arbeiten muss.

    Ich bin mir sicher, dass die jagdliche Ausnahme nicht so mir nichts dir nichts entschieden wurde.

    Naja, hier wird ja nun aber auch getan, als würde man den Hund eine Stummelrute kupieren wie es bei Dobermann und co der Fall war.

    Ein bisschen amputieren ist also okay?

    Ich finde Kupieren absolut nicht mehr zeitgemäß. Wir wissen beim Menschen, wie schrecklich Phantomschmerzen sein können. Warum sollte das bei einer Hunderute nicht auch vorkommen? Die Zuchten sind doch nicht gezwungen an Nicht-Jäger abzugeben? Auch heute, in Deutschland gibt es doch die theoretische Möglichkeit, einen Wurf unkupiert zu lassen und ihn dann trotzdem an Jäger und Nicht-Jäger abzugeben?

    Rutenverletzungen heilen sehr schlecht und sind ebenfalls sehr schmerzhaft, oft muss später ein teil der Rute entfernt weil es eben nicht abheilt.

    Gut gemeint ist eben nicht immer gut fürs Tier, es sind Arbeitshunde die sind nun mal anderen Widrigkeiten ausgesetzt und es wird nicht grundlos entschieden worden sein, dass Jagdhunde vom kupierverbot ausgenommen sind.

    Ja, du kannst den Wurf unkupiert lassen und dann ist den Welpen die Verbandslaufbahn verbaut. Da man die Hunde sowieso in Jägerhände geben möchte wird also kupiert. Ein Nicht-Jäger benötigt selbstverständlich keinen kupierten Hund und auch generell keinen DD oder DJT.

    Die Frage, die ich mir stelle, lautet ja - Ist diese Gesetzeslage denn noch zeitgemäß?


    Also, haben die unkupierten Hunde in Österreich und der Schweiz denn soviel Rutenverletzungen durch den Jagdlichen Einsatz, dass ein präventives kupieren tatsächlich sinnvoll ist?

    In wie fern sich das Vergleichen lässt ist doch auch schwierig festzulegen. Eine Schweiz unterscheidet sich landschaftlich ja schon deutlich von beispielsweise Norddeutschland.

    Sicher könnte man das sachlich evaluieren lassen, vielleicht hat der Verband das ja auch getan oder steht im Austausch, so tief bin ich beim DD nicht drin, das könnte wohl nur ein Insider beantworten.

    ist doch kein Argument.

    Natürlich ist es das, es ist für jagdlich geführte Hunde nämlich erlaubt, kein Jäger muss dafür ins Ausland fahren. Es ist erst dann ein Problem, wenn Nicht-Jäger einen solchen Hund wollen. Wie schon geschrieben, die Welpen werden mit 3 Tagen kupiert.

    Ich kenne leider noch genug Dobermann Besitzer, die haben da auch kein Thema damit.

    Es geht mir nicht um optische Präferenzen, sondern um die rechtliche Lage. Und der Dobermannhalter wird keinen kupierten DV Hund bekommen, weil die rechtliche Grundlage fehlt. Und im Sport ist ein kupierter Hund auch eher hinderlich.

    Es ist einfach nichts was prinzipiell schlecht ist, der DD steht gesundheitlich gut dar, da kann man sich das schon leisten.

    Bei vielen Arbeitsrassen spielt Optik eine Rolle, sonst gäbe es ja nicht so viele Rassen die sich nur minimal unterscheiden.

    Auch der Vollbart ist sehr gewünscht.

    Ist ja auch nicht schlimm, solange es keine Extreme werden und die Hunde rassegerechte Arbeit haben und geführt werden.

    Die reine Leistungselektion hat man nicht in vielen Vereinen, am heftigsten wird man diese wohl eher bei den Sporthunden der Spitzensportlern finden.

    Und selbst bei Sporthunden gibt es genug Leute wo die Optik vor der Leistung kommt. Weil man eh nicht hoch hinaus will, usw.

    Das Festhalten am kupieren macht auch vereinspolitisch Sinn, damit lässt sich sehr gut sicherstellen, dass die Welpen nicht in falschen Händen landen und VDD Welpen nur an Jäger vermittelt werden können. Perfekt. Ich sehe keinen Grund wieso man also bessere Ruten selektieren sollte, das hat nur Nachteile.

    Der Unterschied ist schon groß.

    Ok, da bin ich gespannt. Was ist der große Unterschied zwischen einer Beagle-Rute und einer DD-Rute?

    Sie ist dünner, und weniger Robust. So ist das wenn kupiert wird, das Problem kennen einige ehemalige kupierrassen.

    Nun ist kupieren für die Jagd aber erlaubt, wenn der VDD daran festhalten möchte ist das vollkommen legitim. Grade für Nicht-Jäger gibt es mehr als genug Alternativen, es muss doch nun echt kein Vollgebrauchshund sein.